Premier vor dem Untersuchungsausschuss – Kritik an US-Nachkriegspolitik
Der britische Premierminister Gordon Brown hat die Beteiligung
seines Landes am Irakkrieg uneingeschränkt verteidigt. Das Kabinett
habe 2003 "die richtige Entscheidung" getroffen, gespeist aus "den
richtigen Motiven" , sagte der damalige Finanzminister am Freitag dem
Irak-Untersuchungsausschuss in London. Kritik an seiner eigenen
damaligen Rolle wies Brown vehement zurück: "Ich habe zu keinem
Zeitpunkt die Optionen des Militärs durch finanzielle Argumente
eingeschränkt." Hohe Militärs sowie der damalige Verteidigungsminister
Geoff Hoon hatten ihm das vorgeworfen.
Nach Brown sagte am
späten Freitagnachmittag Entwicklungshilfeminister Douglas Alexander
vor dem fünfköpfigen Ausschuss unter Leitung des früheren
Staatssekretärs John Chilcot aus, am Montag soll Außenminister David
Miliband zu Wort kommen. Dann endet die erste Anhörungsphase.
Bedauern für die Opfer
Inhaltlich
wich Brown nicht von der Linie seines Vorgängers Tony Blair ab; durch
kleine Gesten unterstrich der derzeitige Bewohner der Downing Street
aber seine Distanz zum Kriegspremier. Vor allem begann der 59-Jährige
seine Anhörung mit Sätzen des Bedauerns über den Tod von 179 britischen
Soldaten und zehntausenden irakischen Zivilisten. Hingegen hatte Blair
bei seiner Aussage Ende Jänner mit keinem Wort darauf Bezug genommen.
Brown hatte 2002 und bis März 2003 betonte Zurückhaltung geübt, erst kurz vor der entscheidenden Unterhaus-Abstimmung zur Loyalität für Blair aufgerufen. Vor dem Ausschuss wich der Premier Fragen nach der damaligen Bedrohung durch Saddam Husseins Regime aus, bezeichnete den irakischen Diktator jedoch als "Serienverletzer internationalen Rechts". Immer wieder betonte Brown, er wie auch seine Kabinettskollegen hätten "bis zuletzt auf eine friedliche Lösung gehofft".
Bei der Diskussion über die verheerenden Folgen des kurzen Krieges ließ Brown Distanz zu den USA anklingen: "Ich bedauere im Nachhinein, dass ich die Amerikaner nicht stärker gedrängt habe, über den Wiederaufbau des Landes nachzudenken." (Sebastian Borger aus London/DER STANDARD, Printausgabe, 6.3.2010)
Unicef bewertet die Inhaftierung mutmaßlicher Randalierer unter 18 Jahren, von denen 60 Prozent keine Vorstrafen aufwiesen, als potenziellen Verstoß Großbritanniens gegen die UN-Kinderrechtskonvention.
Guardian: "Destruktivster Gewaltakt seit Unruhen 1981" - The Times: "Unruhestifter sind sich auf zynische Art der Zurückhaltung der Polizei bewusst und nutzen sie aus"
Wann erklären sie eigentlich "Isreal" den Krieg, Mr.Brown?…
…Mr.Brown verteidigte sich in der Anhörung zum Irakkrieg mit dem Argument, daß GB sich der Aggression gegen den Irak deswegen "angeschlossen hätte", weil sich der Irak "internationalen Gesetzen widersetzt hätte".
Isreal macht das seit 62 Jahren. Kein Konglomerat auf unserem Planeten hat derart lange UN-Resolutionen ignoriert und internationale Gesetze gebrochen, ohne jedweilige Konsequenzen aus seiner verwerflichen Haltung tragen zu müssen.
Und kein anderer Staat dieser Welt stellt für den Frieden in der Region - sowie den der gesamten Welt - eine derartige Gefahr da, wie diese Primadonna des Nahen Ostens, so sein Regieme den z.Zt.bestehenden Aggressionskurs weiter wie gehabt verfolgt.
Brown will offenbar vor den Wahlen nochmal kräftig Stimmen verlieren
Kann mir nicht vorstellen wie das Stimmen bringt. Andere Länder, auch die USA, stehen bereits ein, dass dieser Krieg ein Fehler war (das sie aus anderen Gründen noch nicht gliech gehen können ist was anderes).
war richtig und der Krieg muss weiter geführt werden. Die Massenvernichtungswaffen befinden sich in einem geheimen Bunker des FSB in der Wüste. Und der echte Saddam Hussein sitzt auf einer Wasserstoffbombe und liest schmunzelnd das zweite Buch der Poetik des Aristoteles.
Ich liebe Politiker die zu ihrer Haltung stehen. Und der Krieg dort unten war total okay und so. Und die Massenvernichtungswaffen...mein Gott, die sind halt supigut versteckt...die finden die schon noch.
notwendig war er der Krieg, das erkennt man daran dass Großbritannien heute, wo es an das Öl dort doch nicht herankam, so pleite wie Griechenland ist, ohne koloniales Öl kann Großbritannien nicht leben, es sei denn es findet gerade einmal für 30 Jahre Öl in der Nordsee, das zu Ende geht, rapide.
Die Lächerlichkeit der nachkonstruierten Rechtfertigungen
ist unerträglich.Die USA hörigen Briten werden erst begreifen was sie falsch machen wenn sie in stich gelassen werden. Irgend wann wird des Sitzen auf zwei Sesseln zum Sitzen dazwischen werden,- am Boden der Realität.
Diese Menschen stünden bei mir in einem Krieg in der ersten Reihe. Würd wohl schon reichen, wenn man ihn ein Monat lang "unter normalen Verhältnissen" (= ohne Militärschutz, ohne Sonderbehandlung, ohne massig Geld,...) im Baghdad oder Kabul leben läßt.
erstaunlich, dass sich blair & brown als sozialdemokraten verstehen
im UK sitzen auch stormfront-neonazis im parlament. klar, im vergleich zu denen sind b&b linksliberal, aber sonst?
blair wird uns noch seine urlaube mit silvio berlusconi als bemühungen um den weltfrieden verkaufen wollen.
... immer noch nicht vom Gedankengut ihres Empire gelöst und glauben durch militärische Stärke und Kraft ihrer "kulturellen Überlegenheit", mit der sie einst gewaltsam andere Völker unterworfen haben, immer noch, dass sie im Recht sind. Ja, ich glaube, dass die Engländer wirklich so eine selektive Wahrnehmung haben, auch wenn sie ihre Machtziele nicht mehr ohne den räuberischen großen Bruder, die USA, erreichen können. Fazit: Entweder wegen Volkerrechtsverbrechen einsperren oder in eine geschlossene Anstalt einweisen - samt ihren transatlantischen Freunden.
der irak-krieg war e. der größten fehler (falls man angesichts der auswirkungen für die zivilbev. von "fehler" sprechen kann) d. USA seit der nachkr.zeit.
kein zweifel, dass SH ein menschenverachtender diktator war - aber weder kooperierte er mit al Q noch besaß der irak massen vernichtungswaffen. nun bricht das land auseinander, die isl.misten -die SH bekämpfte- wurden gestärkt und erhalten zulauf.
christen werden verfolgt, die zu SHs zeiten in ruhe gelassen wurden.
riesengroß der rückschlag für die frauen und ihre rechte.
jetzt ist chaos, und "der" westen hat leider zu e. gr. teil seine moralische glaubwürdigkeit verspielt.
die öl-gier hatte leider jegliche vernunft bezüglich strategie und taktik im umgang mit Sh ausgeschaltet.
Angesichts der vielen getöteten Menschen im Irak läuft es einem kalt über den Rücken bei der Aussage Browns. Bei der Übertragung kam bei mir das Gefühl auf, hier spricht ein Metzger über seinen Berufsalltag.
oder Bildung einer kriminellen Regierung, dürfte man das wohl umschreiben können.
Hat Brown auch die Folter verteidigt? Es foltern ja nicht nur US-Amerikaner. Das Foltern scheint mittlerweile neuer angelsächsischer Lifestyle zu werden.
Hussein war sicherlich kein Guter, war aber lange genug Freund der USA und hat unter deren Schutz und mit deren Waffen den langen Krieg gegen den Iran begonnen. Hussein war der Mann der USA.
Nun aber waren es doch die USA und die Briten, die den Irak und davor Afghanistan aggressiv angegriffen haben. Sie haben damit die internationale Staatengemeinschaft vor den Kopf gestossen und mit nachgewiesenen Luegen Kriege begonnen, haben also die Zusammenarbeit mit der internationalen Staatengemeinschaft abgelehnt.
Husseins grosstes Verbrechen war es doch, dass er das irakische Oel in Euros handeln wollte.
Der Platz fuer Brown, Blair, Bush und Co in den Haag sollte nach derlei Aussagen reserviert sein...
Zitat von Brown: "Mein Eindruck war und ist, dass wir keine funktionierende Staatengemeinschaft haben können, wenn es Terroristen gibt, die die Regeln brechen, oder Aggressorstaaten, die sich nicht an die Gesetze der internationalen Gemeinschaft halten".
Also die Briten werden jetzt bald die USA angreifen?
Die USA haben naemlich eine sehr lange Liste an Verletzungen der Gesetze der Internationalen Gemeinschaft (und gemessen an der Zahl der Kriege die die USA, im Vergleich zu anderen Nationen, begonnen haben, passen sie auch klar der Definition eines "Agressorstaates").
Koennen's nicht etwas bisserl besser luegen, Herr Brown?
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