Web 2.0: Mitarbeitersuche nicht am Puls der Zeit

5. März 2010, 08:24

Viele Arbeitgeber noch zu wenig auf Social Media vorbereitet - Authentisches Auftreten wichtig

Um hochqualifizierte Spitzenkräfte an Land zu ziehen, reicht es für Arbeitgeber längst nicht mehr aus, Stellenanzeigen auf Online-Jobbörsen zu schalten. Vielmehr müssen sich Firmen im Web-2.0-Zeitalter darüber bewusst sein, dass sich Interessenten noch vor einer Bewerbung auf Arbeitgeber-Bewertungsplattformen über den Ruf und nicht zuletzt die Arbeitsbedingungen informieren. Für Firmen ist das eine neue Herausforderung.

Zu wenig relevante Infos

"Die eigenen Karriereseiten vieler Unternehmen bieten oft nicht die Informationen, die für Bewerber bei der Auswahl ihres künftigen Arbeitgebers eine Rolle spielen", erklärt Martin Poreda, Gründer der Arbeitgeber-Beratungsplattform kununu . Dem Geschäftsführer nach ist ein Großteil der Unternehmen, die händeringend nach hochqualifizierten Experten suchen, zu imagefokussiert. "Stattdessen interessieren sich Arbeitnehmer für flexible Arbeitszeiten, Verkehrsanbindungen oder Home-Office-Optionen."

Obwohl sich die Tendenz zu sozialen Netzwerken wie Facebook, studiVZ oder Xing in den vergangenen Jahren verstärkt hat, scheinen immer noch auch viele Großkonzerne in Sachen Social Media Nachholbedarf zu haben. Poreda zufolge ist es für Bewerber lediglich sekundär, welche Entlohnung sich letztlich bietet. Im Zentrum stehe, ob sich Bewerber mit Blick auf die gelebte Unternehmenskultur vorstellen können, ein Teil der Belegschaft zu werden. Online- Bewertungsplattformen seien ein nützliches Tool. Um "Arbeitgeber-Bashing" gehe es nicht.

Flexibilitätsangebot gewünscht

Dass sich zusätzliche Angebote rund um den Arbeitsplatz lohnen und die Motivation sowie die Kreativität steigern, liegt auf der Hand. Denn können Angestellte flexibel arbeiten, dann erhöht sich nicht nur deren Einsatzbereitschaft. Auch sinkt die Fluktuation von Mitarbeitern. "Weiß gewaschene Imagekampagnen interessieren Bewerber nicht. Kommunikations- und PR-Abteilungen sind gut damit beraten, authentischer zu agieren", verdeutlicht Poreda. (pte)

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kununu

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