Flüchtlingszaheln an iranischen Grenze werden nach unten revidiert

11. April 2003, 14:31
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30.000 statt 100.000 irakische Flüchtlinge bestätigt UNHCR - Es bestehe nicht die Absicht die Grenze zu überqueren

Genf - Etwa 30.000 Iraker sind nach Informationen des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR ins Grenzgebiet zum Iran geflohen. Sie hätten sich vor den Kämpfen in Bagdad und Nassiriyah in Sicherheit gebracht und harrten nahe der irakischen Stadt Badrah aus, teilte das UNHCR am Freitag in Genf mit. Die Flüchtlinge hätten jedoch nicht die Absicht, die Grenze zum Iran zu überqueren. Teheran habe Nahrungsmittel, Wasser und Medikamente in die Kleinstadt geschickt.

Iranische Presse-Berichte, nach denen sich insgesamt bis zu 100.000 irakische Flüchtlinge an der Grenze aufhalten sollen, konnte das UNHCR nicht bestätigen. Kleinere Gruppen seien auf der irakischen Seite zwar gesehen worden. Seit Kriegsbeginn seien jedoch keine Neuankömmlinge registriert worden.

Zehn Zeltlager

Die iranische Flüchtlingsorganisation BAFIA hat nach diesen Angaben mit Unterstützung des UNHCR zehn Zeltlager eingerichtet. Unterkunftsmöglichkeiten für zunächst 60.000 Menschen würden in vier Lagern vorbereitet. Sollte ein größerer Flüchtlingsstrom einsetzen, könnten auch die übrigen Unterkünfte schnell hergerichtet werden.

Im südirakischen Hafen Umm Kasr hat die Internationale Organisation für Migration (IOM) mit der Betreuung von rund 1.500 Flüchtlingen begonnen. Die Menschen stammten vorwiegend aus Basra, teilte die Organisation am Freitag mit. (APA/dpa)

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