Ariane 5 setzte zwei Satelliten aus

10. April 2003, 12:15
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Erster Start nach Absturz der Zehn-Tonnen-Ariane im Dezember

Bei dem ersten Flug nach dem Absturz vom Dezember hat eine europäische Ariane-5-Trägerrakete zwei Satelliten im All ausgesetzt. Planmäßig brachte die Rakete in der Nacht auf Donnerstag einen indischen Telekom- und Wettersatelliten sowie einen US-Telekommunikationssatelliten in den Orbit. Die Satelliten sollen künftig in 36.000 Kilometern Höhe über Indien beziehungsweise Kolumbien schweben. Arianespace gab zwei neue Verträge über Satelliten-Starts mit der indischen Raumfahrtagentur ISRO bekannt.

Überlebenswichtig

Nach dem Scheitern des Ariane-Fluges vom 12. Dezember galt der jüngste Flug als überlebenswichtig für die in einer schweren Finanzkrise steckende europäische Raumfahrt. Der nächste Ariane-Start ist für Juni geplant.

Die insgesamt 160. Ariane-Mission begann um 00.52 Uhr mit dreiminütiger Verzögerung am Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guyana und dauerte knapp eine Stunde. Der eigentlich bereits einen Tag zuvor angesetzte Flug musste wegen technischer Probleme am indischen Satelliten INSAT-3A kurzfristig um 24 Stunden verschoben werden. Neben INSAT-3A brachte die Ariane auch den US-Telekommunikationssatelliten Galaxy-XII ins All.

Zum Start kam diesmal die Standardversion der Ariane 5. Eine verstärkte Version der europäischen Trägerrakete, die so genannte Zehn-Tonnen-Ariane, war im Dezember bei ihrem Jungfernflug abgestürzt. Daraufhin waren alle Ariane-5-Starts vorübergehend ausgesetzt worden. Nach der Einstellung der als äußerst zuverlässig geltenden Vorgängerversion Ariane 4 ist die Ariane 5 Europas einzige Trägerrakete.(APA)

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