Human Rights Watch: Gewalt bedroht Wahlverlauf in Nigeria

10. April 2003, 12:21
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Menschenrechts- Organisation warnt vor Unruhen im Anschluss an die Parlamentswahlen am 12. April - Mit Grafik

Abuja - Politische Gewalt droht nach Einschätzung von Menschenrechtlern, den Verlauf der am Samstag beginnenden Wahlen in Nigeria zu stören. Wie die Organisation Human Rights Watch in einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht warnte, könnten die Ergebnisse der Parlamentswahlen am 12. April und den Präsidenten am 19. April das westafrikanische Land in Unruhen stürzen.

Vor den Wahlen sind bereits mehrere Politiker verschiedener Parteien ermordet worden. Zahlreiche Kundgebungen endeten gewalttätig. "Die Gewalttäter und ihre Sponsoren genießen häufig völlige Straffreiheit - sowohl von Seiten der Gesetzeshüter als auch der Parteien, in denen sie sind", kritisiert die in New York ansässige Organisation.

Erstmals seit 20 Jahren soll in Nigeria eine Zivilregierung an die nächste übergehen. Präsident Olusegun Obasanjo, der das Land 1999 aus der Militärdiktatur geführt hat, kandidiert für eine weitere Amtszeit.(APA/dpa/red)

  • Anhänger der regierenden "Demokratischen Volkspartei" im Wahlkampf.
    foto: epa/afpi/pius utomi ekpei

    Anhänger der regierenden "Demokratischen Volkspartei" im Wahlkampf.

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