Mehrere "Mütter aller Bomben" unterwegs ins Kriegsgebiet

10. April 2003, 11:38
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US-Luftwaffe verschifft MOABs in den Golf - Größte konventionelle Bombe verfügt über die Sprengkraft einer kleinen Atombombe

Washington - Die US-Luftwaffe bringt mehrere der weltgrößten konventionellen Bomben in die Golfregion. Mehrere der 9,5 Tonnen schweren, so genannten MOAB-Bomben (Massive Ordnance Air Blast) würden derzeit in die Region verschifft, teilte ein Vertreter des US-Verteidigungsministeriums am Mittwoch in Washington mit. Zunächst war unklar, warum die stärkste konventionelle Bombe in Richtung Kriegsgebiet gebracht werden soll.

Die "Massive Ordnance Air Blast" verfügt nach US-Militärangaben über die Sprengkraft einer kleinen Atombombe. Bei ihrer Detonation bildet sich in der betroffenen Region wie bei einer Atombombe ein gewaltiger Explosions-Pilz. Die Waffe wird wegen ihrer ungeheuren Zerstörungskraft und ihres Kürzels MOAB "Mutter aller Bomben" genannt.

Die Bombe war Mitte März inmitten der Vorbereitungen für den Irak-Krieg getestet worden. Sie stellt nach US-Militärangaben die bislang schwerste Bombe im US-Arsenal, die BLU-82, weit in den Schatten. Im US-Militärjargon wird die BLU-82 auch als "Gänseblümchen-Mäher" (Daisy-Cutter) bezeichnet, da sie ihre Zerstörungskraft knapp über dem Boden entwickelt. Im Gegensatz zur BLU-82 wird die MOAB von einem GPS-Navigationssystem gesteuert. Damit soll sie ihr Ziel mit einer geringfügigen Abweichung von höchstens 13 Metern treffen. (APA)

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    Eine 9,5 Tonnen schwere, so genannte MOAB-Bombe(Massive Ordnance Air Blast)

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