Anderes "Format" vor Sommer

9. April 2003, 19:48
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Gesellschafter sollen Ende April über Zukunft entscheiden

Eigens für Wolfgang Fellner wurde der Termin um eine Woche verschoben, doch nun kam ihm eine Verletzung dazwischen. Sagen Teilnehmer eines Termins zwischen "Format"-Belegschaft und Konzernführung am Mittwoch.

Die Mitarbeiter hatten Rudi Klausnitzer, den Vorsitzenden des Managements der Newsgruppe, gebeten, Näheres über die Zukunft des Magazins zu verraten. Viel war es nicht, hieß es nach der Sitzung.

Positionierung in Richtung Wirtschaft

Klausnitzer bestätigte, dass "Format" stärker in Richtung Wirtschaft und mehr Nutzwert positioniert werden soll (DER STANDARD berichtete): eine mögliche Variante, im Gegensatz zur ebenso durchgerechneten Einstellung. Statt März sollen die Gesellschafter Ende April über die Positionierung entscheiden. Die Mehrheit gehört dem deutschen Verlagsriesen Gruner + Jahr, beteiligt sind Kurier-Gruppe sowie die Gründer Wolfgang und Helmuth Fellner.

Relaunch

Noch vor dem Sommer soll "Format" neu den Anzeigenkunden präsentiert werden. Problem derzeit: wenige Exklusivleser. Rund 60 Prozent konsumierten auch "News" - angesichts günstigster Doppelaboangebote nicht überraschend.

Fragen nach personellen Konsequenzen wich Klausnitzer laut Teilnehmern aus. Er verwies auf die schwierige Wirtschaftslage. Noch Jahre sei im Verlagsgeschäft kein Geld zu machen.

Klausnitzer war bisher und kurzfristig am Mittwoch nicht erreichbar. Herausgeber Fellner lässt schriftliche Anfragen des STANDARD zu "Format" und stark gekürzten Prämien im News-Verlag seit 28. März unbeantwortet. (fid/DER STANDARD, Printausgabe, 10.4.2003)

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