Australische Laubfroschart wurde doch nicht von einem Pilz ausgerottet
Sydney - Eine australische Froschart, die seit knapp 30 Jahren als
ausgestorben galt, ist in einem entlegenen Gebiet erneut gesichtet worden. Ein
wissenschaftlicher Mitarbeiter des Bundesstaates New South Wales entdeckte Exemplare in den Southern Tablelands, einem ländlichen Gebiet im Südosten des
Bundesstaates, und zog einen Experten zu Rate. "Das war der aufregendste
Augenblick meines Berufslebens, es würde mich wundern, wenn es das nochmal
gibt", sagte David Hunter am Donnerstag, nachdem er die Art als australischen Laubfrosch (Litoria castanea) identifiziert hatte.
Der Umweltminister des Bundesstaates, Frank Sartor, bezeichnete die
Wiederentdeckung des Gelbgepunkteten Laubfrosches als sehr bedeutend. "Mir wurde
erklärt, dass die Wiederentdeckung dieses Frosches genauso bedeutend ist, wie es
die eines Tasmanischen Tigers wäre", sagte Sartor mit Blick auf eine Tierart,
die im vergangenen Jahrhundert ausgestorben ist. Wo genau die Frösche, deren Art doch nicht einem Pilz zum Opfer gefallen ist, gesichtet wurden,
bleibt zu ihrem Schutz geheim. Sechs Kaulquappen wurden in den Taronga Zoo in Sydney gebracht, um ein Zuchtprogramm für die seltene Froschart aufzubauen. (APA/red)