Ubisoft zwingt Spielern Online-Knebel auf, Hacker feuern dagegen

4. März 2010, 12:24
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Zwingende Internet-Verbindung bei neuen Spielen zieht Unmut auf sich

Herausgeber Ubisoft verärgert mit einem neuartigen Kopierschutzsystem für PC-Games die Spielerschaft. Aktuelle Titel wie "Assassin's Creed 2", "Silent Hunter 5" oder das kommende "Die Siedler 7" kann man nur noch bei bestehender Internetverbindung spielen - selbst im Einzelspielermodus. Damit können Ubisoft-Kunden zwar auf das lästige Einlegen von Spiel-DVDs und die Installation ressourcenverschlingender DRM-Software verzichten, werden künftig aber bei Bahnfahrten oder im Ausland kaum auf die digitale Ablenkung zurückgreifen können. 

Hack

Nun will eine Crackergruppe namens Skid-Row bereits 24 Stunden nach dem Erscheinen von "Silent Hunter 5" einen Weg gefunden haben, den Online-Knebel zu lösen. Dies berichtet unter anderem Golem.de. Die benötigten Dateien seien über die gängigen Filesharing-Netzwerke verfügbar. 

Seitens Ubisoft folgte auf die Meldung alsbald ein Dementi. "Diese Information entspricht nicht der Wahrheit und jeder Spieler, der eine gecrackte Version herunterlädt wird feststellen, dass die Version unvollständig und deshalb unspielbar ist." Eine Antwort der Hacker blieb bislang noch aus.

Notwendigkeit

Laut Unternehmen könne man heutzutage auf derartige Kopierschutzsysteme nicht mehr verzichten. Nicht nur der PC-Markt sei aufgrund von Software-Piraterie in den vergangenen Jahren weggebrochen, auch bei Nintendos Spielkonsole DS mussten deswegen massive Umsatzeinbußen hingenommen werden. Letzteres führte dazu, dass Ubisoft die Entwicklung für den Spiele-Handheld 2010 fast komplett zurückschraubte.

(zw)

  • Herber Schlag für Ubisofts neues DRM-System?

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