Springer und Spiegel wollen Trafik im Internet

4. März 2010, 10:02
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Kooperation mit Telekom - Distributionsplattform für Verlage

Hannover - Die Etablierung von kostenpflichtigen Inhalten im Internet sei eine "Schicksalsfrage" für langfristige Perspektiven von Profi-Journalismus in der digitalen Welt, sagte Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner am Mittwoch bei einer Podiumsdiskussion auf der IT-Messe CeBIT.

"Spiegel"-Chefredakteur Mathias Müller von Blumencron sagte, die Verlage bräuchten eine Art Trafik im Internet. Es seien deutlich einfachere Bezahlmechanismen notwendig. Die kann die Telekom bieten. Gemeinsam wurde eine strategische Allianz angekündigt. Die Deutsche Telekom habe ein hohes Interesse daran, ihre Netze auszulasten und mit Inhalten zu füllen, so Telekom-Chef René Obermann.

Döpfner erklärte, die Verlage seien auf neue Erlösquellen angewiesen. Es gebe nur wenige Seiten im Internet, die alleine durch Werbung rentabel seien. Die massenhafte Verbreitung von mobilen Endgeräten aber sei eine "riesige Chance". Denn bei Handys sei etwa beim Verschicken von SMS bereits eine Bezahlkultur vorhanden. Es komme darauf an, attraktive und reizvolle Inhalte bereitzustellen. Langfristig könne dies für die Verlage zum "Kern des Geschäfts" werden. Es werde künftig einen Mix geben aus Gratis- und Bezahlkultur im Internet, so Döpfner. (APA/red)

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