Rückschlag für Chinas Weltraumprogramm

3. März 2010, 16:23

Basismodul für eigene Weltraumstation startet wegen technischer Probleme ein Jahr später

Peking - Wegen technischer Probleme hat China den nächsten Schritt seines ehrgeizigen Weltraumprogramms auf kommendes Jahr verschoben. Ursprünglich sollte das Weltraummodul "Tiangong-1" bereits Ende diesen Jahres ins All gebracht werden, sagte Qi Faren vom chinesischen Weltraumprogramm der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua. Der Start werde aber "aus technischen Gründen" um ein Jahr verschoben, fügte er ohne nähere Angaben hinzu.

Das achteinhalb Tonnen schwere "Tiangong 1" (übersetzt: "Himmlischer Palast") gilt als Basismodul für eine unbemannte Raumstation. An dem Modul sollen künftig chinesische Raumfähren im All andocken - weitere Module der "Tiangong"-Reihe sollen in den Folgejahren ins All gebracht werden.

China war 2003 nach den USA und Russland als drittes Land eine bemannte Raumfahrt gelungen. 2008 unternahm erstmals ein sogenannter Taikonaut aus der Volksrepublik einen Weltraumspaziergang. (APA)

Kommentar posten
12 Postings
herois
11

ist nicht jeder satelit eine unbemannte raumstation?

solandre
 
01

dock-funktionalität und aufenthaltsmöglichkeit spielt hier glaub ich eine wesentliche rolle.

Let's agree not to agree
00
Obama hat gesprochen

und da warens nur noch zwei

Irgendein Jürgen
14
China macht Hoffnung...

...vom aktuellen Rückschlag mal abgesehen.

Auch ich will kein (kapitalistisch-)kommunistisches Regime gutreden, aber die Wissenschaft wird eines Tages noch dankbar sein dass es China gibt. Während der Westen sparen muss und Russland chronisch pleite ist, investiert China aus Prestigegründen Milliarden in die Raumfahrt. Derzeit sind sie noch damit beschäftigt das nachzuholen, was USA und UdSSR vor einigen Jahrzehnten schon geschafft haben. Aber wenn's die westliche Welt nicht bis zum Mars schaffen wird, die Chinesen werden es wohl eines Tages wagen. Es gibt so viele ungelöste Fragen von globaler Bedeutung, da ist's besser ein Chinese löst sie als sie werden für ewig unklar bleiben. In diesem Sinne, viel Glück!

--: SID :--
00

Aber wäre es nicht logischer (hier meine ich die Denkweise die traurigerweise nichts mit Politik zu tun hat *ätz*), China würde sich an die ISS andocken ?

Vor- und Nachnamen1
01
nein, denn dann wären sie auch am gängelband der amis...

Schnapphahn
05
Es geht nicht nur um Prestige

sondern langfristig um Rohstoffe und das überleben der Menschheit.

Zinnmo
 
03

Das gilt nur, solange im All auch Prestige zu holen ist. Ohne Gegenpart wird auch China die Lust auf Grossunternehmungen im All bald verlieren. Nur wenn entweder der Westen oder ev. Indien auch am Space-Race teil nimmt, wird China weiter investieren.

aRoma
00
der Krieg ist der Vater aller Dinge

wenn die Schurkenstaaten einmal in der Lage sind Satelliten mit Atomwaffen auszustatten, kommt wieder Bewegung ins Spiel

Freie Welt
00
Es ist der Kampf, nicht der Krieg

So jedenfalls das Originalzitat, das nur leider immer wieder falsch wiedergegeben wird.

Irgendein Jürgen
00

Prestige gibt's zumindest so lange, bis noch kein Mensch am Mars war. Leben auf Europa zu suchen oder den Pluto zu besuchen ist weniger "sexy", ob China hier mitmachen würde wage ich zu bezweifeln.

aRoma
01
die Chinesen werden auch noch merken

wie dünn die Luft da oben ist.
Auch USA und Russland mussten ihre Opfer bringen.

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.