Nistplätze

So wird der Garten zum Vogelparadies

3. März 2010, 16:16
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    foto: ap/kienzle

    Blaumeise (Bild) und Sperling suchen schon nach Nistplätzen.

Die "umweltberatung" gibt Tipps, wie Vögel in den Garten gelockt werden können

Seit 1. März ist meteorologisch betrachtet schon Frühling, auch wenn der kalendermäßige Frühling noch etwas auf sich warten lässt. Auch die Temperaturen sind nach dem vorwöchigen Zwischenhoch derzeit wieder etwas tiefer, aber zusehends wird der Winter ein Stückchen weiter zurück gedrängt.

Auch unsere gefiederten Freunde kommen langsam wieder in die Gänge. Blaumeisen und Sperlinge beginnen schon mit der Suche nach Nistplätzen, beobachtete Sophie Kathmann, Gartenexpertin bei "die umweltberatung". "Vögel sind nützliche Insektenjäger. Um sie und ihr fröhliches Zwitschern in den Garten zu holen, sind eine Vielfalt an heimischen Pflanzen sowie die naturnahe Pflege ideal", erklärt sie - und gibt ein paar Tipps.

Wohlfühlen in naturnahen, reich strukturierten Gärten

  • Gärten mit einem breiten Futterangebot locken verschiedenste Vogelarten an: In der warmen Jahreszeit sind heimische Wildblumen und blühende heimische Sträucher wichtig. Diese locken Insekten an, die als eiweißreiche Nahrung wichtig sind.
  • Beerentragende Hecken oder Kletterpflanzen wie z. B. der Efeu helfen den Vögeln durch Herbst und Winter. In alten Bäumen wohnen Insekten und ihre Larven. Damit decken sie einen reichen Gabentisch für Specht oder Kleiber. Sie bieten auch oftmals geeignete Nistmöglichkeiten für höhlenbrütende Arten.
  • Vögel brauchen Sträucher, Hecken und Bäume als Versteck, Aussichtswarte oder Brutplatz. Heimische Dornensträucher wie Schlehe, Weißdorn und Berberitze bieten sicheren Schutz vor Katzen und anderen Nesträubern und stellen zudem eine wertvolle Nahrungsquelle dar.
  • Vögel helfen durch das Fressen von Insekten fleißig mit, die Schädlinge im Garten zu reduzieren. Damit kein Gift in die Nahrungskette gelangt, ist es wichtig, auf chemisch-synthetische Spritzmittel zu verzichten. Ein naturnah bewirtschafteter Garten mit vielen unterschiedlichen Strukturen bietet die idealen Voraussetzungen für ein Vogelparadies.

Vogelposter der "umweltberatung"

Die "umweltberatung" hat zum besseren Erkennen der gefiederten Gartenbesucher ein Vogelposter herausgegeben. Unter dem Titel "Wunderbare Vogelwelt" werden darauf 28 Vogelarten - vom Grünspecht über Gartenrotschwanz und Singdrossel bis zum Zilpzalp - aufgelistet. Wissenswertes zu den Vogelarten - etwa, wie groß die einzelnen Exemplare werden können, was sie bevorzugt fressen und ob sie Zug- oder Standvögel sind - findet sich darauf ebenso.

Das Poster und ein vierseitiges Infoblatt können von der Website der "umweltberatung" downgeloadet  (Link siehe unten) oder um 1,50 Euro plus Versandkosten im Shop bestellt werden. (red)

Link

"Wunderbare Vogelwelt" (pdf, 1,7 MB)

Kommentar posten
25 Postings
Elisabeth1201
08
Naturgärten

Bin gespannt, wann sich die Rondo-Gartenleute mit Naturgärten anfreunden werden. Bis jetzt kommt ja eher Plastikrasen, Beleuchtung, Chlorswimmingpool, Glaswände usw. ins Bild - weil sooooooo cool!
In solchen Gärten sterben alle Tiere, sollten überhaupt auch nur der kleinste Regenwurm vorhanden sein.
Also, macht die Naturgärten "in" - es ist höchste Eisenbahn, für Natur + Klima!!!

HLAB27
03

blaumeisen sind wunderschöne vögel.......unglaublich farbiges gefieder.

José Atento
03

Haben sie schon einmal den wunderschönen Pirol beobachtet? Sieht aus wie ein gelber Kanarienvogel. Er pfeift sehr schön, krächzt aber auch.

rompitasche
00

wo gibt's den in Wien zu sehen?

Ich beobachte seit 30 Jahren gelegentlich Vögel, habe aber erst selten einen Pirol gehört und erst eine einzige eindeutige Sichtung (in Grado Pineda)

José Atento
00

Vor ein paar Jahren sah ich das erste Mal einen in freier Natur. Damals dachte ich noch das sei ein entkommener Kanarienvogel. Aber bei längerer Beobachtung erkannte ich dann, dass es ein doch recht seltener Pirol ist.

Sehr gut erkennt man ihn an seinem ganz typischen Ruf. Sehen kann man ihn im Blätterdach der Bäume eher selten. Meist nur wenn er wegfliegt.

skidoo23
03
Der Pirol

ist ein Durchzügler, hier im Südburgenland ist er für 2-3 Wochen so Ende Juli bis Mitte August zu sehen, er hält sich gerne in Parklandschaften und Streuobstwiesen auf. Also könnte er in Wien durchaus auch in Parks zu sehen sein. Vor allem die Männchen sehen für unsere Breiten sehr exotisch aus.

José Atento
00

Seit einigen Jahren höre und sehe ich sie jeden Sommer.
Sie sind sehr scheu, also es muss schon ein etwas einsam gelegener Garten mit alten großen Bäumen im wenig verbauten Gebiet sein.

Man kann sie sicher auch in Wien beobachten.

susi strolchi1
00
Vögel auf die Terrasse?

Kann man auch Vögel auf eine Dachterrasse im 5ten Stock bekommen?

Bird's Original Custard Powder
00

Bei uns nisten seit ein paar Jahren Meisen - wohnen im DG, 4. Stock.
Sieht so aus, als würden sie auch heuer wieder kommen, die waren schon da und haben alles begutachtet :-)

mbli
02
ja, man kann

wohne umgerechnet im 15.stock. im winter kommen vor allem meisen, im sommer rotschwanzerl, amseln. zusätzlich tauben, krähen und hoch droben falken!

susi strolchi1
00
wow

bis in den 15ten stock? kommen meisen? ich habe jetzt ein vogelhaus aufgehängt, bisher aber noch keinen vogel gesichtet.. was könnte ich machen, um vögel anzulocken? ich würde mich sehr freuen, ein standort für vögel werden zu können.. tauben gibt es genug...

Mulla Nasrudin
00

Am liebsten kommen bei uns die Vögel von einem nahem Baum oder einer Hecke im Umkreis von vielleicht 20m zum Futterhaus geflogen, holen sich schnell was, und fliegen dann wieder zum Unterschlupf zurück. Wenn weit und breit nichts dergleichen ist, sieht's eher schlecht aus.

PhvAlthaus
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äh... zwitschern?

PhvAlthaus
30

idiotisch

Er staunt
01

Geben Sie auch etwas Futter rein! ;-)

sterngucker
 
01
Auf meiner (im 3. Stock) gibt es jede Menge

Neben den unvermeidlichen Tauben und Krähen habe ich gesichtet: Amsel, Kohlmeise, Grünfink, Stieglitz, Mauersegler, Turmfalke, Sperber

gaisbock
01
Das Foto zeigt aber genau, wie´s NICHT sein sollte!!!

Sushi-Frass Fresser
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wieso?

gaisbock
11
weil ,

diese art der fütterung nur in der futterärmsten zeit erfolgen sollte, da es zb. schon populationen gibt die das futterhäuschen als "normalität" anschauen, ausserdem die natürliche auslese verzerrt wird und diese nistplätze oft eine gefährliche vogelkrankheitsfalle darstellt.

w.t.f.?
03
ist aber auch nicht ganz richtig . . .

. . . Vögel brauche diese Zufütterung, vor allem in der Stadt. Früher haben Vögel mehr Futter im Winter gefunden, weil viele Hühner hielten (in den Vorstädten) und die Vögel bei deren Fütterung mit partizipierten. Heute gibts das nicht mehr.

log_out
00

ähm und welches datum erkennen sie auf diesem foto?

rompitasche
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das schau ich mir an,

dass jemand nur anhand eines Posters einen Zilpzalp von einem Fitis unterscheiden kann.

Sensei Onaga
00

Dieses Problem stellt sich ja Gott sei Dank nicht da weder der eine noch der andere auf diesem Poster zu sehen ist. Daß ich keinen der beiden Namen jemals gehört habe schreibe ich schweren Herzens meiner mangelnden Allgemeinbildung zu.

rompitasche
01

ist dann ein Fehler im Artikel - dort steht was von 28 Vogelarten, darunter Zilpzalp.

Erklärung meines postings:
Fitis und Zilpzalp sind "im Felde" nur am Gesang zu unterscheiden

José Atento
00

Kaufen Sie sich ein Vogelbuch, oder sehen sie im Internet nach.
http://www.nabu.de/aktionenu... tenvoegel/

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