Gesundheitszentrum

"Therme Wien Med" eröffnet

3. März 2010, 15:24
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    foto: apa/epa/balazs mohai

    Die Oberlaaer Schwefelquellen gehören zu den wirkungsvollsten Europas.

Ein erster Bestandteil der "Therme Wien", das Gesundheitszentrum, ist in Betrieb - Schwerpunkt sind Bewegungstherapien sowie Hydro- und Balneotherapien

Wien - Ab kommenden Herbst wird auch die Bundeshauptstadt über eine moderne Therme verfügen. Das 115 Mio. Euro teure Großprojekt entsteht derzeit in Oberlaa. Ein erster Bestandteil der "Therme Wien", das Gesundheitszentrum, ist bereits jetzt in Betrieb gegangen. Es nennt sich "Therme Wien Med" und widmet sich vor allem der Behandlung von Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates.

200 Behandlungs- und Therapieplätze

Die Therme Wien wird sich über eine Gesamtfläche von mehr als 75.000 Quadratmetern erstrecken. Das nun fertiggestellte Gesundheitszentrum nimmt davon ein Areal von 6.000 Quadratmetern in Anspruch. Es bietet 200 Behandlungs- und Therapieplätze und beschäftigt 100 medizinisch geschulte Mitarbeiter. Rund 15.000 Patienten sollen in der "Therme Wien Med" pro Jahr behandelt werden - wobei die Leistungen sowohl auf Kosten der Krankenkasse als auch privat in Anspruch genommen werden können. Im Sommer wird dort weiters ein "Zentrum für Integrative Medizin" entstehen, in dem das klassische medizinische Angebot durch ganzheitsmedizinische Methoden ergänzt werden soll.

Bewegungstherapien

Schwerpunkte in der "Therme Wien Med" sind Bewegungstherapien sowie Hydro- und Balneotherapien unter Verwendung des vorhandenen Schwefelwassers. Die Oberlaaer Schwefelquellen gehören, so wurde betont, zu den wirkungsvollsten Europas. Zur Ausweitung der Versorgung wurde im Vorjahr eine Bohrung nach einer zweiten Quelle durchgeführt, wobei man im Spätsommer in 900 Metern Tiefe fündig geworden war.

Verantwortlicher Errichter und Betreiber des Gesundheitszentrums ist die Vamed, die laut eigenen Angaben Österreichs größter Thermenbetreiber ist. Erweiterte Öffnungszeiten bis 20.00 Uhr (wochentags) sollen ambulante Kuren und berufsbegleitende Therapien möglich machen. Das alte Kurmittelhaus hat übrigens bereits ausgedient. Es wird demnächst abgerissen - ein Schicksal, das der berühmten Kurhalle Oberlaa schon vor längerer Zeit widerfahren ist. (APA)

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