La Scala kündigt Abbado-Comeback an

3. März 2010, 12:35

Honorar: 90.000 Bäume - Tickets online

Rom - Der italienische Dirigent Claudio Abbado wird am 4. und am 6. Juni nach 24 Jahren wieder das Orchester an der Scala dirigieren, teilte das Mailänder Opernhaus in einer Presseaussendung mit.

Der Musiker plant sein Comeback mit Mahlers zweiter Symphonie, die er bereits bei seinem Debüt an der Scala im Jahr 1963 dirigiert hat, Anlass ist der 150. Jahrestag der Geburt des österreichischen Komponisten. Abbado wird das Philharmonische Orchester der Scala, das Mozart-Orchester, den Chor der Scala und des Schwedischen Radios, sowie den Arnold Schönberg-Chor dirigieren. Auftreten werden die Sopranistin Rachel Harnisch und die Altistin Anna Larsson.

90.000 Bäume, die in Mailand gepflanzt werden sollen, sind das ungewöhnliche Honorar. Am Donnerstag wird deshalb die Mailänder Bürgermeisterin Letizia Moratti den Architekten Renzo Piano treffen, der im Auftrag Abbados rund 70 Bäume auf dem Mailänder Domplatz pflanzen will. Weitere Bäume sollen in zehn verschiedenen kleinen Wäldern rund um die lombardische Hauptstadt und in einigen Parks gepflanzt werden.

Abbado, bekannt als Naturliebhaber und leidenschaftlicher Hobby-Gärtner, war von 1968 bis 1986 Chefdirigent am berühmten Opernhaus. 1986 hatte er im Streit mit dem Opernhaus die Musikleitung der Scala abgegeben. Seitdem hat er das Orchester des Theaters nicht mehr dirigiert, allerdings Auftritte der Wiener und Berliner Philharmoniker (zuletzt 1993) dort geleitet.

Die Karten für Abbados Konzerte werden vom 9. bis 12. April online erhältlich sein, 140 Plätze werden nach Tradition des Hauses zwei Stunden vor der Aufführung für zwölf Euro verkauft. (APA)

 

Kommentar posten
Posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.