Zwei Ex-Guerilleros werden Verteidigungs- und Innenminister

3. März 2010, 11:19
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    foto: ap/matilde campodonico

    Präsident Jose "Pepe" Mujica ruft zu Versöhnung auf.

Präsident Jose "Pepe" Mujica: Es gehe nicht darum, alte Rechnungen zu begleichen, sondern mutig die Zukunft zu gestalten

Montevideo - Uruguays neuer Präsident Jose "Pepe" Mujica hat zwei frühere Guerilla-Kämpfer aus der Zeit der Militärdiktatur zwischen 1973 und 1985 an die Spitze des Verteidigungs- und des Innenministeriums berufen. Zum Chef des Verteidigungsressorts ernannte Mujica, der einst selbst in den Reihen der Tupamaros-Stadtguerilla kämpfte, am Dienstag Luis Rosadilla. Neuer Innenminister wurde Eduardo Bonomi.

Rosadilla war unter der Militärherrschaft neun Jahre im Gefängnis, Bonomi war wie Mujica während der gesamten Zeit des Militärregimes in Haft. Mujica sagte aus Anlass der Nominierungen, er hege keinen Groll gegen das Militär. Es gehe nicht darum, alte Rechnungen zu begleichen, sondern mutig die Zukunft zu gestalten.

Ähnlich äußerten sich Rosadilla und Bonomi. Der neue Verteidigungsminister versprach, den Sold für die Soldaten zu erhöhen. Innenminister Bonomi kündigte an, dass der Polizeihaushalt verdoppelt werde. "Sicherheit ist ein Recht", fügte er hinzu.

Mujica war am Montag als neues Staatsoberhaupt vereidigt worden. Er hatte Ende November in einer Stichwahl den konservativen ehemaligen Präsidenten Luis Alberto Lacalle besiegt. Bei seiner Amtseinführung rief Mujica zur Versöhnung auf und kündigte ein Programm zur Schaffung von Arbeitsplätzen und zur Armutsbekämpfung an. Ausländischen Geschäftsleuten und Investoren versicherte der 74-jährige Blumenzüchter, er werde keine Verstaatlichungen wie in Venezuela betreiben, sondern eine ähnlich unternehmerfreundliche Politik verfolgen wie der brasilianische Präsident Luiz Inacio Lula da Silva. (APA)

Yomellamo Hansito Retro-Holger3
 
20
Bitte schnell Handeln, USA, d.h. Beseitigung der Kommunisten-Anarchisten-Regierung.

Alles andere würde das Leiden des uruguayanischen Volkes nur unnötig verlängern.

Machtjan X
00
20.6.2010, 10:58

Was Sie da machen, ist nicht einmal als ironischer Zynismus am Platz. Offenbar wollen Sie, dass wir Sie nicht verstehen sollen. Ihr Posting ist mir sogar zu wenig für ein rotes Stricherl. Es taugt nur zum Musterbeispiel für ein Zubled.

Thomas Arnoldner
 
06
In die Zukunft schauen sollte man...

...dennoch muss es eine Aufarbeitung des Militärregimes sowie eine Wiedergutmachung an die Opfer geben!

Ich hoffe das Mujicas Politik viel Früchte tragen werde!

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