Hilfsgüter aus Peru und Argentinien eingetroffen
Santiago de Chile - Drei Tage nach dem verheerenden Erdbeben ist in Chile erste Hilfe aus Lateinamerika eingetroffen. Auf dem beschädigten Flughafen von Santiago de Chile landeten am Dienstag (Ortszeit) erste Hilfslieferungen aus Peru und Argentinien. Der peruanische Präsident Alan Garcia reiste persönlich in die chilenische Hauptstadt, um die Auslieferung von 30 Tonnen an humanitären Gütern zu überwachen, darunter ein Feldlazarett sowie Zelte und Decken für hunderttausende Menschen. Auch aus Argentinien traf ein Feldlazarett an Bord einer Militärmaschine ein.
Bolivien sagte 40 Tonnen an humanitären Hilfsgütern und 40.000 Liter Trinkwasser zu. Die kubanische Regierung versprach nach Angaben des chilenischen Botschafters in Havanna die Entsendung eines 27-köpfigen Ärzte-Teams. Brasilien wollte medizinische Geräte und ein mobiles Krankenhaus in die Erdbebenregion schicken. Durch das Erdbeben am Samstag und die folgenden Flutwellen kamen laut Chiles Präsidentin Michelle Bachelet mindestens 795 Menschen ums Leben. Schätzungsweise zwei Millionen Chilenen sind den Angaben zufolge auf Hilfe angewiesen. (APA)