MigrantInnen: Europarat kritisiert Österreichs Medien

2. März 2010, 18:28
  • Der ECRI-Report zum Download

Der Rassismus im öffentlichen Diskurs sei Besorgnis erregend - Kritik an mangelnder Selbstkontrolle der Medien

Kritik an rassistischen Tendenzen im öffentlichen Diskurs in Österreich äußert die Europäische Kommission gegen Rassismus und Intoleranz (ECRI) in ihrem neuesten Länderbericht. Es sei Besorgnis erregend, wie "manche Medien" dazu beitragen würden, eine feindselige Atmosphäre gegenüber Minderheiten und Asylsuchende zu schaffen, so der Bericht. Es brauche ein Organ der Selbstkontrolle, ähnlich dem Presserat, um für ethisch korrekte Berichterstattung zu sorgen.

Der ECRI-Bericht kritisiert auch die Parteien der politischen Mitte dafür, Rechtsaußen-Parteien für minderheitenfeindliche Bemerkungen nicht entsprechend verurteilt zu haben.

Kritik an Antidiskriminierungs-Kontrolle

Als verbesserungswürdig bewertet der Bericht auch das österreichische System der Gleichbehandlungskommission. Diese sei zu wenig gut dotiert, zu wenig unabhängig und die Beschwerde-Infrastruktur für Betroffene zu undurchsichtig.

Gleichzeitig gibt es aber auch Anerkennung für einige Besserungen seit dem letzten ECRI-Bestandsaufnahme. So wird der Aufruf der Polizei an MigrantInnen, sich für einen Job bei der Exekutive zu bewerben, als "ermutigend" bezeichnet. Positiv sei auch, dass alle Bundesländer Gleichbehandlungsgesetze beschlossen haben, die über den Schutz-Level der Bundesgesetze hinausgehen.

Familiennachzug zu streng

Kritik gibt es jedoch an der restriktiven Handhabung des Familiennachzugs: Die Quotenregelung sei unadäquat, das Niederlassungsrecht zu streng. Auch die Integrationsvereinbarung, die Zugewanderten Deutsch- und Länderkundeprüfungen abverlangt, sei zu wenig auf Integration und zu sehr auf einseitige Zwangsmaßnahmen ausgerichtet. Positiv wird angemerkt, dass zugezogenen Familienangehörige nun rascher Zugang zum Arbeitsmarkt haben. (red, derStandard.at, 2.3.2010)

 

 

Kommentar posten
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Lucky Luke 1988
21
19.3.2010, 16:06
zeitung

wenn ein kA nehmen wir einen österreicher kroatischer wurzeln nimmt kann man in der zeitung schön sehen, dass wenn er (zB als spieler der nationalmannschaft) ein tor schießt dann steht da "der österreicher (nennen wir ihn vastic) vastic hat in der 22 minute blabla..." wenn aber ein österreicher mit kroatischen wurzeln ein verbrechen begeht dann wird immer das kroatische betont.

Mucosaprolaps
22
23.4.2010, 16:28

Das hat seit Jahrzehnten Methode.
Wien hat ein Beethoven-Denkmal und einen Beethovengang, aber wenn man nach Hitler fragt, waren die Piefke an allem schuld.
Österreich hassende Rechtsextreme in Kärnten nennen sich "Deutschkärntner" und spucken auf die Verfassung. Österreichtreue, slowenischsprachige Kärntner müssen sich dafür als Tschusch und Slowene bezeichnen lassen, als wären sie nur Gäste, oder irgendwie schlechter als das rechte Pack. Usw

A_Schläsinger_vu_Brassel
00
2.10.2010, 16:37

Eine Adolf-Hitler-Straße hätten doch eh viele gerne, die darf es aber nicht geben. Insoferne ist Ihr Vergleich holprig.

Michael Bakunin
127
gut

dass einmal eine institution von außen die österreichische medienlandschaft beurteilt und kritisiert. die österreicherInnen haben sich anscheindend schon daran gewöhnt, die hetze gegen ausländerInnen in der kronenzeitung und ähnlichen schmierblättern täglich zu lesen.

moejoe187
84

Asylwerberbashing ist in Österreich sowieso schon Volkssport..

therapierefraktärer Normalo
113
Und der letzte Satz im Artikel sagt uns, worum es wirklich geht

Es geht um den Arbeitsmarkt, der der Industrie noch immer viel zu teuer ist. Deswegen müssen neue Arbeitskräfte her, die um noch billigeres Geld arbeiten.

Es ist nämlich eine Mär, dass kein Hiesiger subalterne Tätigkeiten wie Häuslputzen und dergleichen ausführen will. Wahr ist vielmehr, dass sich kaum ein Hiesiger findet, der bereit ist, das um 3 Euro/Stunde zu tun.

Dem Europarat als Handlanger der Wirtschaftslobby geht es nicht um altruistische Motive, sondern um knallharte wirtschaftliche Interessen.

fibiundchillie
211

rassistische äußerungen im öffentlichen diskurs...
o.k., da soll selbstverstaändlich eingegriffen werden. ich sage nur, wahlkampf zum BP-Amt.
auf der anderen seite steht die pressefreiheit. hier sehe ich nicht ein, warum die medien nicht schreiben dürfen sollen, welcher herkunft ein dieb-mörder-whatever ist. hier fiele ein verbot-eine selbstbeschränkung- für mich eher unter schönfärberei als unter "Nicht-Hetze".

unbedeutend
00
27.4.2010, 22:44

Naja, schreiben dürfen sie das schon, aber dann auf beiden Seiten, d.h. auch mal ausdrücklich in einen Artikel schreiben, dass der Dieb oder Mörder oder sonstwas ein Österreicher war...

Alina Zak
00
14.10.2010, 23:20
objektivität ist eine zartes pflänzchen

genauso objektiv sind linke medien wenn Sie negatives über medien berichten müssen. sie lassen es dann lieber aus. journalisten-studien bestätigen das

links, rechts...zwei extreme der selben medaille. Nur sind Linke durchschnittlicher gebildeter und humorloser, was sie noch unangenehmer macht

eine kleine dezime
10
Die Standard-Redaktion sollte auch vor der eigenen Haustür kehren!

Im von der APA übernommenen Artikel http://derstandard.at/126774338... e-Callboys wird ein vatikanischer "Chorknabe" einfach nur mehr zu dem "Nigerianer": ""Mike" - so nannte Balducci den Nigerianer".

spezi79
 
06
Ansichtssache

Man kann die Sache ja auch viel positiver sehen! ...

http://diepresse.com/home/poli... kommentar0

sepp schilehrer
1126

etwa derselbe Europarat, dessen EGMR (den ich im Übrigen für sehr wichtig halte) die Kreuze aus den Schulklassen entfernen lassen will?

Und den Bau von Minaretten zum Grund- und Menschenrecht erklären wird (früher oder später)?

Manchmal frage ich mich wirklich, welcher "Masterplan" da dahinter steckt....Vielleicht gibt es Allah ja wirklich

t-bonesteak
31
schilehrer seppl

bleib' auf deiner hütte und hau' dir tag für tag deine 10 hülsen rein.

Michael Bakunin
31

gerade in diesen beiden punkten geb ich dem EGMR recht. man kann sich nicht als christ auf erworbene rechte berufen, und andere religionen diskriminieren.

A_Schläsinger_vu_Brassel
00
2.10.2010, 16:39

Na SIE sehent mir nicht aus, als wären Sie ein Christ.

Michael Bakunin
00
3.10.2010, 22:46

warum sollte ich ein christ sein?

Wahres Posting
 
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Dahinter steckt Eurabia. Durch das Ölembargo der arab.Liga in den 70igern hat die damalige EWG Massenzuwanderung und vieles mehr beschlossen.

Nachzulesen bei:
Bat Ye'or: Der Euro-Arabische Diaglog und die Geburt von Eurabia

Original: The Euro-Arab Dialogue and The Birth of Eurabia

t-bonesteak
61
ihr seid ja nicht zu retten

soviel blö***eit muss echt weh tun

RoJa
 
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zu: sepp schilehrer// Dieser Bericht richtet sich von selbst! Seite 9 (pdf); Zusammenfassung / 1. Absatz / letzter Satz: (zitiert) „Indirekte und direkte Diskriminierung sind verboten, ebenso wie Belästigung, Anstiftung zu Diskriminierung, und

Vergeltung; >> positive Diskriminierung ist hingegen erlaubt <<.“

Somit richtet sich auch dieser Verein von großteils 43 weiblichen > und sonst wohl < arbeitslosen GenossInnen.
Hiermit wird bewiesen, dass man mittels Steuergeldleistungen der EU Bürger, - auch ganz ohne Eigenl. nicht unbed. ein Arbeitslosendasein fristen muss.
„Ein b. Lobbying und alle 2–3 Jahre einen Bericht abzugeben genügt schon um nicht unfreiwilligerweise AL sein zu müssen. Ja mehr noch: Man muß nur die berufliche Betroffenheitskeule zur richtigen Zeit auspacken,-auf empört und fassungslos spielen und dann noch möglichst weit p. links sowie "pc" vorheucheln können.“ Und schon bekommt man für Nichtleistung (8 – 12.000 €) monatl. aufs Konto überwiesen.

el puño rojo
 
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Europarat kritisiert Österreichs Medien...

Der Europarat unterstellt der österreichischen Allgemeinheit also nicht zwischen Hetze und realen Problemen unterscheiden zu können.
Dann frage ich mich wie angesichts der Allmacht der Kronenzeitung die SPÖ und nicht die FPÖ den Kanzler stellt und warum Österreich nach wie vor ein überaus beliebtes Einwanderungsland ist ?

Michael Bakunin
00

wo ist da der zusammenhang?

Güle, güle Hojaç Bey!
 
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Hetze und realen Problemen

Reale Probleme definieren sich aus der Interessenslage der Beteiligten und den daraus folgenden Fragestellungen. Sie resultieren also aus den Realitätskonstruktionen die der einzelne, aber auch eine größere Allgemeinheit vornimmt. Verschiebt man nur die Frage - und Zielstellungen, so verschiebt sich auch die betreffende Realität.
Es kann also auch Hetze als reale Problemlösung angesehen werden.
Wenn im vlg. Fall die Interessenslage hauptsächlich darin besteht die Interessen einer -angenommenen- Monokultur vor Zuzüglern zu schützen so ist die Möglichkeit, daß Probleme qua Hetze gelöst werden, sehr hoch.

donaquijote
00
der download ist passwortgeschützt.

kann man in den privilegiertenkreis aufsteigen?

Johann Hunger1
121
Frage an Alle! Ist es Integration, wenn die Zugezogenen eigene Schulen, Kindergärten,Pensionistenheime usw. bauen und haben?

Ich denke mir das alles sollte es nicht geben, denn da ensteht schon wieder der Unterschied,denn ich nicht will! Und daher glaube ich, werden die Rechten wieder mehr! LEIDER!

Güle, güle Hojaç Bey!
 
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Und daher glaube ich, werden die Rechten wieder mehr!

Sie glauben also, die Rechten sind hergegangen und haben gesagt: "So kann das nicht weitergehen, damit dass jeder seine eigene Kultur auslebt! Und nicht mit den anderen im Austausch leben will. Und das in unserer globalen Gesellschaft die eigntlich keine Kulturkreise mehr kennt. Das muss man was tun! Die Menschen gehören zusammmengeführt. Und wir Rechten sind die, die die Universalität des Menschen am besten kennen. Also tun wir jetzt was."
HC als weltumspannender Philantrop?
Naja, wenn Sie meinen.

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