Psychologe: "Gewaltspiele machen nachweislich aggressiver"

2. März 2010, 14:22
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    Neue Analyse soll Beweise für negative Auswirkungen von Gewalt-Games auf Kinder liefern

Neue Studie soll Beweise für negative Auswirkungen auf Kinder liefern

Der US-Psychologe Craig Anderson von der Iowa State University will in einer aktuellen Studie bewiesen haben, dass Gewaltspiele aggressiv machen, wie ScienceDaily berichtet. Anderson analysierte 130 verschiedene Forschungsarbeiten zu dem Thema, die weltweit durchgeführt wurden. Daraus soll hervorgehen, dass das Spielen von Gewaltgames tendenziell zu mehr Aggressivität führt - unabhängig von Alter, Geschlecht oder kulturellem Hintergrund der Kinder.

Die Studie, die in der Märzausgabe des Psychological Bulletin der American Psychological Association veröffentlicht wurde, kommt zu dem Schluss, dass gewalthaltige Games einen Risikofaktor für die Steigerung von aggressiven Gedanken und Handlungen darstellen. "Wir können jetzt mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass unabhängig von Untersuchungsmethoden und kulturellen Unterschieden dieselben Effekte entstehen", sagt Anderson.

Soziales Verhalten vermindert

Soziales Verhalten werde durch die Spiele vermindert, außerdem zeigten sich kurzfristige als auch langfristige Auswirkungen auf die Kinder und Jugendlichen. Es gehe dabei nicht zwangsläufig um dramatische Effekte, wie Anderson betont. "Wir sprechen nicht davon, ob man deshalb einer Gang beitritt oder nicht." Aber dennoch seien die Auswirkungen nicht zu unterschätzen, da die Games zumindest einen Risikofaktor für spätere Aggressionen oder andere negative Folgen sein können.

Laut der Analyse ziehen sich die Folgen von Gewalt-Videospielen durch alle Kulturkreise, beide Geschlechter und alle Altersgruppen. Die Forscher schließen daraus, dass die Studie wichtige Impulse für eine öffentliche politische Debatte liefern könnte. "Aus öffentlich politischer Sicht ist es Zeit, sich von der Frage zu verabschieden, ob es Auswirkungen gibt", meint Anderson. Diese Frage sei beantwortet worden. Es gehe nun darum, konstruktivere Fragen zu stellen. "Wie machen wir es Eltern einfacher - innerhalb der kulturellen und gesetzlichen Grenzen - den Kids eine gesündere Kindheit zu ermöglichen", so der Psychologie-Professor weiter.

Gewaltgames auf dem Rückzug

Abgesehen von zahlreichen Studien, die Gewaltspiele als mehr oder minder gefährlich für Kinder einstufen, zeigt sich generell eine Abkehr von solchen Games. Das zeigt etwa der große Trend zum Casual Gaming, auf den auch die Hersteller immer stärker eingehen. "Computer- und Videospiele werden heute deutlich positiver gesehen und haben ihren festen Platz in der Gesellschaft. Dabei stehen heute auch die Qualitäten als Familienunterhaltung im Vordergrund", so auch Olaf Wolters, Geschäftsführer Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU).

Außerdem belegte auch der USK-Jahresbericht 2009, der Ende Januar veröffentlicht wurde, dass beispielsweise Ego-Shooter weiterhin deutlich weniger werden. Während diese 2008 in Deutschland noch 148 Prüfverfahren ausmachten, hat sich die Zahl 2009 mit 66 Verfahren mehr als halbiert. (pte)

 

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Posting 1 bis 25 von 136
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Sonstwer
20
19.8.2010, 18:09
Schlimmer als eine Studie

ist nur eine Studie über Studien

hätt er besser eine selbst gemacht als sich (möglicherweise beeinflusste) Studien zusammen zu suchen.

Wie hat er die Studien gefunden, hat er zuerst alle gesucht die es gibt ?

Oder hat er im Google nach Videogames und Aggression gesucht ??

Militanter Pazifist
10
19.8.2010, 13:18

Mich machen nur selbsternannte "Experten", die anderen vorschreiben wollen was gut und was schlecht ist aggressiv. Vielleicht sollte man darüber mal eine Studie machen?

Ohne Ende
01
22.3.2010, 10:42
Einfache Fragen:

Welche Funktion erfüllen solche Spiele (oder auch Filme)?

Welchen Stellenwert haben sie im Leben der SpielerInnen?

Wenn es nur ein Spiel ist, warum lernen wir durch Spiel und was lernen wir aus diesen Spielen?


Es geht, glaube ich nicht darum, ob etwas gut oder schlecht ist. Ich glaube wir sollten darüber nachdenken, warum in unserer Gesellschaft (Global), Gewalt immer noch einen so hohen Stellenwert hat. Es sind so viele Postings in denen Menschen wegen "Spielen" untergriffig schreiben, beledigt sind etc...

Wlechen Stellenwert haben denn diese Spiele oder Gewaltfilme wirklich? Ich kapierst nicht... Wozu soll das denn gut sein, wenn wir das überall sehen können. Wir sind so fortschrittlich und immer noch (virtuell) so gewalttätig?

sapperlott nochmal
05
21.3.2010, 12:35
klar ist ...

dass nicht spiele (egal welche) ursache für ein verhalten sind. genauso wenig wie reichtum den charakter verdirbt, sondern ihn zeigt, wie er tatsächlich ist.

in der Tat
02
20.3.2010, 23:47
Bei diesem Thema stelle ich mir oft die Frage

... ob nicht Ursache mit Wirkung vertauscht wurde. Wenn ich merkte, dass sich mein Kind vermehrt mit sogenannten "Killerspielen" beschäftigt, würde ich das als erstes Indiz dafür sehen, dass sich in ihm etwas (Druck, Aggression, ...) aufbaut, anstatt Angst davor zu haben, dass das Spiel selbst vermehrte Aggression auslöst.

Cloon
 
00
20.3.2010, 16:40
Psychologen...

seit Jahren stelle ich mir ne Frage..

es gibt doch jene Psychologen, welche Menschen, die Kinder/Angehörige auf grausame Art und Weise verloren haben, wieder "aufbauen/auf Schiene bringen" sollen..

was, wenn genau diesen/solchen Psychologen, selbiges widerfahren würde ??

könnten sie solche Erlebnisse selber verarbeiten,
wo sie doch ganz genau wissen, wo sie bei anderen Menschen, "wie" ansetzen müssen bzw. glauben sie an die eigenen "Hilfsmittel/Psychotricks" ??

lg CLoon

Herr Surml
01
30.4.2010, 22:48
Psychologen...

müssen da zuerst einmal von Therapeuten klar unterschieden werden! Ein Psychologe hat Psychologie studiert - ned mehr und ned weniger. (Psycho-)Therapeuten haben eine eigene Ausbildung genossen, die unter anderem auch eine Therapie an einem selbst beinhaltet.

Sich selbst mit den selben Kniffen in einer Extremsituation zu helfen funktioniert meiner Meinung nach nur zu einem geringen Grad.
Ich wills mal so vergleichen: Ein Ertrinkender mit Blei an den Füßen kann hundertfacher Rettungsschwimmer sein - er braucht trotzdem jemanden, der am Ufer steht, um ihn rauszuziehen.
Was einen Therapeuten so wertvoll macht, ist unter anderem, daß er ein unbeteiligter Dritter ist, dem eine viel objektivere Sicht auf das Geschehen möglich ist.

§ 08:15
02
20.3.2010, 15:04
Da sieht man mal wieder,

wie notwendig bessere Bildung wäre. Manche hier kommen mir wie Kleinkinder vor, die sich, nur weil sie etwas (noch) nicht begreifen (können), wie Rumpelstilzchen verhalten. Möglicherweise ist dieser Bericht nicht für jedermann verständlich geschrieben.

Herr Surml
00
30.4.2010, 23:08
Ihre Argumentation hat ein temporales Problem!

In meiner Kindheit gastierten in der Pension meiner Eltern viele Gruppen mit verhaltensauffälligen Kindern - bloß: Killerspiele gabs damals nicht, Wolfenstein kam erst ein Jahrzehnt später auf den Markt und die meisten waren schon vom Anblick meines Computers fasziniert, weil sie sowas noch nie in natura gesehen hatten.
Woran lags jetzt wohl, daß diese Kinder verhaltensauffällig waren?
Richtig: Zerrüttete Familienverhältnisse, fehlende Aufmerksamkeit & Fürsorge, schlechte Erziehung...
Fragen sie sich doch bitte mal ernsthaft, welche dieser Faktoren wohl sich wohl in welchem Maße auswirken!
Außerdem sei nochmals auf den weiter unten erwähnten Unterschied zw. Korrelation und Causalität verwiesen!

Bildung ersetzt nämlich Denken nicht!

Wyle E. Koyote
00
31.3.2010, 09:55
Da sieht man mal wieder,

wie notwendig bessere Bildung wäre. Manche hier kommen mir wie Kleinkinder vor, die sich, nur weil sie etwas (noch) nicht begreifen (können), gleich verbieten wollen..

tinker
30
20.3.2010, 23:47

Bitte sagen sie mir wo sie arbeiten im Ernst ohne zu trollen oder was auch immer aber sollten sie wirklich mit wie sie sagen verhaltensauffälligen Kindern zu tun haben gehören sie weg von ihnen.

sapperlott nochmal
02
21.3.2010, 12:24

mit ihrer aussage geben sie $ 0815 recht, wenn sie/er meint, dass manche nicht begreifen, um was es eigentlich geht.

tinker
10
21.3.2010, 23:03

Ich will wissen wo er arbeitet, was sie ob meiner Bildung meinen ist mir recht egal.

sapperlott nochmal
00
22.3.2010, 07:53
klingt nach bedrohung

kommt vom killerspielen, oder? ein grund mehr, diese spiele abzuschaffen!

tinker
00
22.3.2010, 12:42

Na ned wirklich, kann mich nicht erinnern wann ich das letzte mal ein "Killerspiel" gespielt habe muss wohl Jahre hersein, ich will wissen wo er arbeitet weil es erschreckend ist mit was für einer Einstellung man auf Kinder losgelassen wird.

sapperlott nochmal
00
22.3.2010, 14:25

welche "einstellung" meinen sie, ich konnte bei den postings nichts erschreckendes feststellen. aber fragen sie doch mal direkt an, vielleicht haben sie etwas missverstanden ...

00
20.3.2010, 13:36

sog. killerspiele sind meines erachtens nie der GRUND einer gewalttat. das spielen eben dieser ist höchstens eine begleiterscheinung die der gewalt-kompensation dient.

das verbot dieser spiele entfernt nicht die ursache für die gewalttat. die ursache selbst kann man nicht verbieten, da sie meist im sozialen umfeld zu finden ist.

diese debatte ist absolut lächerlich.
erinnert mich an die hexenverfolgung.

§ 08:15
21
19.3.2010, 21:13
endlich ...

als jemand, der seit vielen Jahren mit "verhaltensoriginellen" Jugendlichen arbeitet, kann ich dem Bericht zu 100% zustimmen.

Lucky Luke 1988
10
20.3.2010, 12:46
klar doch

psychologen wissen immer alles. es sind auch psychologen die sagen kinderschänder wären nach der therapie geheilt. trotzdem vergreifen sich die meisten wieder an kindern.

tinker
42
20.3.2010, 00:38

Klar das familäre Umfeld (Schläge Missbrauch usw ) Erziehung Perspektiven und all die anderen vernachläsigbaren Dinge verblasen vor der Macht eines Killerspiels.

Ich hoffe sie haben nur Sichtkontakt auf diese jugendlichen wenn sie deren Probleme auf einen derart lächerlichen Punkt reduzieren

Allmächtiger Satan
12
19.3.2010, 15:07

Psychologen haben einen schlechten Einfluss auf Killerspiele und sollten daher verboten werden.

blu3 _leg3nd
06
19.3.2010, 14:46
Hier wird oft die Kausalität auf den Kopf gestellt:

Killerspiele machen nicht aggressiver, sonder,Menschen, die zur Gewalt neigen, pflegen häufiger solche spiele zu spielen. oder auch nicht...

ravenna
20
19.3.2010, 14:57
Sind Sie Experte zu diesem Thema?

Haben Sie eine Studie gemacht oder beziehen Sie sich selbst auf ein konkretes Studienergebnis? Oder ist das schlichtweg Ihre Meinung die Sie gegen das im Artikel angeführte Studienergebnis "in Stellung" bringen?

*Fuzzy Logic*
00
20.3.2010, 10:09

Wenn Sie mal 5 Min. in einem Statistikbuch blättern, wird im Kapitel Korrelation zwangsläufig der Satz auftauchen: "Eine Korrelation sagt nichts über Kausalität aus und gibt nur Zusammenhänge an". D.h., dass unklar ist ob das Huhn oder das Ei zuerst da war. Um die Kausalitätsketten abzuklären sind andere statistische Methoden erforderlich.

Ganz generell stört mich diese übermäßige Gewichtung und absolute Darstellung der Ergebnisse einzelner (!) Studien in den Populärmedien (hier ist es wenigstens eine Metastudie). Eine Studie alleine sagt, gerade in den Sozialwissenschaften, erstmal wenig aus.

Al Borland
01
19.3.2010, 15:07

Der alte Trick Korrelation als kausalen Zusammenhang zu verkaufen zieht also noch immer...

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