Erdbeben in Chile

Forscher rätseln über seltsame Tsunamis

02. März 2010 14:02

Modelle für Vorhersage der Folgen von Seebeben sollen überprüft werden

Honolulu - Unmittelbar auf das Erdbeben vor der chilenischen Küste am 27. Februar mit einer Stärke von 8,8 Mw auf der Momenten-Magnituden-Skala wurde eine Tsunami-Warnung für den Pazifischen Raum ausgegeben. Nur wenige Stunden später wurde wieder Entwarnung gegeben. Warum das Meer im Verhältnis zu Stärke des Bebens so ruhig geblieben ist, bereitet den Wissenschaftern Kopfzerbrechen. 

Zwar rissen von den Erdstößen ausgelöste Riesenwellen in Chile selbst zahlreiche Menschen in den Tod, in anderen Pazifik-Anrainerstaaten verursachte der Tsunami aber keine größeren Schäden. Für den Geophysiker Gerard Fryer vom Tsunami-Warnzentrum ist das ein echtes Rätsel: Bei einem Seebeben der Stärke 8,8 vor Chile hätte er fatale Folgen auch für Hawaii erwartet, sagte Fryer. "Ich hätte gesagt: Das wird übel. Aber es war nicht so. Und wir müssen jetzt herausfinden, warum es nicht so war." 

Eine mögliche Ursache für die Fehlprognose sei, dass das Zentrum des Bebens näher an der Wasseroberfläche lag als angenommen, erklärte Fryer. Hätte sich der Erdstoß in größerer Tiefe ereignet, so wäre mehr Wasser verdrängt und damit auch ein größerer Tsunami ausgelöst worden. Überdies gingen die bisher verwendeten Modelle davon aus, dass die Geschwindigkeiten der einzelnen Wellen sowie die Intervalle dazwischen bei jedem Tsunami in etwa gleich seien. Tatsächlich gebe es aber erhebliche Unterschiede, die für die Zerstörungskraft der Wellen durchaus bedeutsam seien.

Präzises Modell in der Testphase

Die präziseste Vorhersage für den Verlauf des Tsunami am vergangenen Wochenende lieferte offenbar ein Modell, das derzeit noch in der Erprobungsphase ist: "Unsere Prognose war ziemlich zutreffend", sagte der Direktor des Tsunami-Forschungszentrums in Seattle, Vasily Titov. Weil das in Seattle verwendete Modell aber noch in der Testphase ist, wurde ausgerechnet diese Prognose nicht veröffentlicht, sondern lediglich an die übrigen Tsunami-Warnzentren weiterverbreitet.

Dass überhaupt ein Tsunami-Alarm herausgegeben wurde, sei aber die richtige Entscheidung gewesen, betont der Geophysiker Fryer. Immerhin wurden in Hawaii und Neuseeland rund 16 Stunden nach dem Erdbeben in Chile bis zu zwei Meter hohe Flutwellen registriert. (red/APA/apn)

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25 Postings
Doper
03.03.2010 10:39
Einfach Claudia von Werlhof fragen!

http://diestandard.at/126585213... ngsprojekt

Kamui Kobayashi
02.03.2010 20:10

Dieses Erdbeben war Punktförmig.

In Indonesien damas, war das Beben auf einer Linie.
Die Energie war gerichtet.
Bangladesch war nicht so sehr betroffen obwohl es näher am Epizentrum liegt als Indien.

velvet80
03.03.2010 09:20

an die Form des Bruchs haben die Forscher
natürlich nicht gedacht... am besten sie schreiben ihnen ein Mail!

Jim Kirk
03.03.2010 13:48

Zumindest steht davon nichts im artikel. Bei der tsunami katastrophe vor ein paar jahren hat sich der seeboden ja auf mehreren kilometern im einige meter gehoben, klar dass da das wasser irgendwo hin muss.

Michael Jack Dundee
 
03.03.2010 15:20

Vielleicht ist diesmal die Platte nur waagrecht verrutscht, was am Land zwar erhebliche Schäden hinterläßt, aber wenn keine zig km³ Wasser bewegt werden ist die Energie für den Tsunami gering.

Mahatma Mahatmaned
02.03.2010 20:00

Vielleicht sollten sie HAARP in ihre Theorien miteinbeziehen. Hat wahrscheinlich nichts damit zu tun gehabt, aber wenn die Theorie dann passen sollte, dann wäre es vielleicht doch möglich gewesen.

o+
05.03.2010 15:43
Haarp hat damit nichts zu tun!

http://www.haarp.at

velvet80
03.03.2010 09:18

wissen sie überhaupt was das is, dieses HAARP?

na, schlauer geworden?

jetzt noch

i-o-n-o-s-p-h-ä-r-e

auf wiki, na wie heisst das nochmal, ach ja,
wikipedia, eingeben und staunen.

Herr Plumm
02.03.2010 17:16

mathematische modelle funktionieren nicht mal beim vorhersagen des wetters für 24 stunden... wie sollte dann ein tsunami berechnet werden können? meiner meinung nach alles nur augenauswischerei um jobs für mathematiker zu schaffen...

fauler Student
03.03.2010 12:40

Na, bei den Grundrechnungsarten hängen geblieben, von höherer Mathematik nichts verstehen, und deshalb frustriert?

I bis
02.03.2010 18:27

Genau, Mathematik ist Mist, Klimatologie sowieso, überhaupt ist alles Mist.

Zurück in die Steinzeit mit uns!!



Deine depressive Ignoranz tut beim Lesen richtig weh.

metbaron
03.03.2010 10:35

stimmt, was hat die Mathematik je für uns getan!?

;)

Dirty Sanchez
 
03.03.2010 11:18
Sie hat uns

komplizierte Steuermodelle beschert.
Teufelszeug!

WeltenBrand
03.03.2010 15:11

stimmt, der zehent war definitiv einfacher

Mastermix
04.03.2010 12:41
und GÜNSTIGER

Emiliano Zapata
 
02.03.2010 17:47
da sind nicht nur mathematiker beschäftigt

und es ist ja eine spannende frage, wie sich so ein tsunami ausbreitet, ebenso wie die wettervorhersage. beides sind ja sehr komplexe, chaotische systeme, bei denen prognosen insgesamt recht schwierig werden. man hat geglaubt, bei tsunamis schon weiter zu sein - jetzt wissen die wissenschafter halt, dass sie noch einiges tun müssen.
trotzdem richtig nach einem seebeben eine warnung rauszugeben - besser ein fehlalarm als eine tsunamikatastrophe.

klemens z
04.03.2010 14:34
naja...

ein Wettermodell kann ich am darauf folgenden Tag mit aus-dem-Fenster-gucken überprüfen..
Wie viele Tsunamis gibt es jährlich ?

Cereal Killer
 
02.03.2010 14:42

soweit ich mich erinnern kann, gab es bei der verwerfung wo der letzte große tsunami entstand doch einen höhenunterschied von 5 oder 10 metern zwischen den platten, der vorher nicht dagewesen ist.
kann es nicht sein, dass sich diesmal die platten nicht vertikal sondern horizontal gegeneinander verschoben haben?

Para Dox
02.03.2010 16:15

Erklärt aber nicht, warum es in Chile sehr wohl einen Tsunami gegeben hat.

Cereal Killer
 
02.03.2010 16:39

stimmt, es hat wellen gegeben. ist ja auch logisch, wenn auch die erde spürbar schwingt.
was ich meinte, war, dass es (zum glück) nicht gereicht hat für tsunamis, die wirklich schaden anrichten können wie zuletzt.
und das muss doch einen grund haben, weil das beben ist wenn ich richtig informiert bîn hinter dem sumatra-beben das viertstärkste je gemessene, also durchaus vergleichbar.

Michael Jack Dundee
 
03.03.2010 15:24
Stärkenvergleich

26.12.2004 war ein Seebeben mit der Stärke 9.0
Das jetztige war mit 8.8 auch in dieser Stärke.

Demnach waren die beiden Beben von der Stärke her ähnlich; wie die Platten im Detail bewegt wurden weiß ich von keinen der Beben. Vielleicht läßt sich so auch etwas über Tsunamis sagen.

klemens z
04.03.2010 14:38
Michael Jack Dundee
 
05.03.2010 11:01

Ok Korrektur, gleiche Größenordnung!
Nicht gleiche Größe.

Pro Freistaat Kärnten!
 
02.03.2010 16:11
möglicherweise

könnte das sein



kein schlechter ansatz ;-)

Cereal Killer
 
02.03.2010 16:46
pro freistaat kärnten

ist aber auch ein guter ansatz ;-)

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