Selbst kochen liegt im Trend

2. März 2010, 13:43
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Viele ÖsterreicherInnen schwingen selbst den Kochlöffel - Take-away-Angebote und Fertiggerichte sind weiterhin beliebt

Wien - Selbst kochen steht bei den ÖsterreicherInnen hoch im Kurs. 42 Prozent essen einmal pro Tag Selbstgekochtes, 93 Prozent zumindest einmal pro Woche. Das ergab eine Umfrage von marketagent online im Auftrag des Fonds Gesundes Österreich (FGÖ) unter 501 Menschen im Alter von 14 bis 59 Jahren.

Laut Umfrage nimmt ein Drittel der Befragten zumindest einmal wöchentlich Take-away-Angebote wahr, ebenso viele bereiten sich Fertiggerichte zu. Ein Viertel isst in Mensen oder (Betriebs)-Kantinen und ein Fünftel der ÖsterreicherInnen speist in einem Gasthaus oder Restaurant. Rund jede/r Sechste isst mindestens einmal pro Woche in Fast Food-Lokalen. Sieben Prozent lassen sich das Essen nach Hause liefern.

Jung und Alt isst anders

Die Affinität zum schnellen Essen ist bei Männern und der jüngeren Generation ausgeprägter: Männer gehen dreimal so oft in Fast Food-Lokale wie Frauen und auch 14-19-Jährige essen im Vergleich zu 50-59-Jährigen vier mal häufiger in diesen Lokalen. 36 Prozent der Teenager essen mindestens einmal wöchentlich Burger und Co., bei den Älteren sind es neun Prozent. Fertiggerichte, Take-Away und Lieferungen nach Hause liegen bei den Jüngeren ebenfalls deutlicher im Trend als bei Älteren. Kochen ist nicht zuletzt auch eine Frage der Zeit, daher greifen ältere Menschen nicht nur generell eher zum Kochlöffel, sondern auch zu einer anderen Tageszeit: Während die Generation 50+ häufiger zu Mittag kocht, betätigen sich die unter 30-Jährigen hautsächlich abends kulinarisch.

Braten vor backen

Laut einer marketagent Umfrage aus dem Jahr 2006 sind Nudelgerichte bei Frauen die Lieblingsgerichte, Männer bevorzugen das Wiener Schnitzel. Die beiden, für diese Speisen typischen, Zubereitungsarten kommen laut der aktuellen Umfrage in den heimischen Küchen deshalb wohl am öftesten zum Einsatz. Das Braten in der Pfanne mit Öl oder Fett ist die häufigste Art der Zubereitung. Gerne werden Speisen auch in Salzwasser gekocht oder im Backrohr gebraten. Rund ein Viertel der Befragten bevorzugt das Dünsten, acht Prozent favorisiert das Frittieren. "Aus gesundheitlicher Sicht besteht Optimierungspotenzial", so Christoph Hörhan, Leiter der FGÖ. "Durch schonende Zubereitungsarten - wie kurzes Dünsten oder Dämpfen - bleiben Nährstoffe und Geschmack besser erhalten. In Öl oder Fett gebratene Gerichte sollten seltener am Speiseplan stehen."

Lebensmittel-Standardausstattung

Welche Lebensmittel in den heimischen Küchen zur Standardausstattung gehören, wurde in der aktuellen Umfrage ebenfalls erhoben. Milch und Brot haben die meisten Menschen, rund die Hälfte der Befragten, zu Hause, fast ebenso viele können auf einen Vorrat von Teigwaren zurückgreifen. Rund ein Drittel der Befragten haben Butter oder Margarine, Reis, frisches Gemüse und Käse permanent zu Hause. Rund ein Viertel der UmfrageteilnehmerInnen haben Wurstwaren, Obst und Mehl ständig daheim. (red)

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Rezepte zum Nachkochen finden Sie in der EssBar

  • Auf den heimischen Tellern landet oft Selbstgekochtes.
    foto: derstandard.at/schersch

    Auf den heimischen Tellern landet oft Selbstgekochtes.

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