Hinter die Wand schauen

2. März 2010, 11:25
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Das Projekt "Mir_san" will mit theaterpädagogischen Mitteln den Prozess des Spracherwerbs erleichtern

Die Kulturinitiative der Grazer Universität, uniT, arbeitet im Rahmen von "Mir_san" zusammen mit Mafalda, einem Grazer Verein zur Förderung und Unterstützung von Mädchen und jungen Frauen. Sprach- und TheaterpädagogenInnen werden im Laufe des Projektes Modelle entwickeln, die jungen Migrantinnen den Spracherwerb spielerisch erleichtern sollen. Man wolle an Schule mit hohem Migrantinnen Anteil unter den SchülerInnen gehen, um hier vor Ort mit Eltern und Schülerinnen Workshops zu veranstalten, erklärte Edith Draxl, künstlerische Leiterin von uniT. "Wir haben im Laufe unserer bisherigen Arbeit mit Migrantinnen festgestellt, dass es wichtig ist auch das private Umfeld der Mädchen einzubeziehen", so Draxl.

"Wie sieht es in Graz aus?"

Darüber hinaus soll "Mir_san" die Mädchen auch bei der Job- und Ausbildungssuche begleiten. Man wolle sich anschauen, wir der Spracherwerb voranschreitet und wer es schafft einen Ausbildungsplatz zu bekommen. Will oder kann sich ein Mädchen für einen Beruf entscheiden? Wie laufen diese Prozesse ab und was steckt hinter den nackten Zahlen? Man sein daran Interessiert die Lebenswelt der jungen Migrantinnen, abseits der Statistik, zu erfassen, so Draxl. "Wie sieht es eigentlich aus, bei uns in Graz?", das ist eine der Fragen die "Mir_san", beantworten möchte. 

Zum originellen Titel des Projektes erklärte Edith Draxl: "Der Titel klingt wie ein türkischer Name, steht aber für 'mir san mir' und soll die Wand zwischen Österreichern und Ausländern darstellen". Mit dem interkulturellen Projekt wolle man ein wenig hinter diese Wand schauen und deo Vorurteile abbauen, so Draxl.

Am Projekt interessierte Schulen oder Vereine können mit UniT oder Mafalda in Verbindung treten.

Links:

Mafalda

UniT

  • UniT-Theaterproduktion "In Bahnen"
    foto: unit

    UniT-Theaterproduktion "In Bahnen"

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