Hacker "Neo": Daten-Dieb in Robin-Hood-Manier

02. März 2010 10:47
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    Hacker "Neo" will Verschwendung und Bestechung offenlegen

Lettische Hacker wollen Verschwendung und Bestechung offenlegen

Datendiebe haben die Regierung von Lettland in Erklärungsnot gebracht. Der oder die Hacker kopierten über mehrere Monate hinweg Millionen Datensätze von den Servern des Finanzamts. Dies geschah aber offenbar nicht, um sich persönlich zu bereichern, sondern mit der Absicht, Verschwendung und Bestechung in Lettland offenzulegen.

Vermögen von Politikern

So machten die Täter unter anderem Einkommen und Vermögen von Politikern und Amtsträgern öffentlich. Zu dem Datendiebstahl hat sich eine Gruppe namens Volksarmee des Vierten Erweckens bekannt. Ein Mitglied dieser Gruppe nennt sich offenbar in Anspielung auf den Helden der "Matrix"-Filme "Neo". Er stellte einige der erbeuteten Dokumente ins Internet. Darunter waren zum Beispiel die Gehälter von Polizisten. Über Twitter rief Neo die Polizeigewerkschaft auf, die Daten genau zu prüfen - Hintergrund sind massive Kürzungen bei den öffentlichen Ausgaben, von denen die Gehälter der Beschäftigten im öffentlichen Dienst besonders betroffen sind.

Außerdem veröffentlichte Neo Daten, aus denen hervorgeht, dass sich der Chef eines städtischen Versorgungsunternehmens, Aris Zigurs, im vergangenen Jahr einen Bonus von 16.000 Lats (22.561 Euro) gewährt hat. Für ein staatliches Unternehmen in Lettland ist das recht viel, vor allem in einer Zeit, in der die Gehälter der städtischen Beschäftigten gekürzt werden. Zigurs bestätigte, dass die Zahlen korrekt sind.

Identität unklar

Die Regierung sieht den Datendiebstahl naturgemäß kritisch, für viele Letten ist Neo ein Held. Derzeit gebe es wenig Vertrauen in die staatlichen Institutionen, erklärt der Blogger Juris Kaza. "Also ist jeder ein Held, der das System bloßstellt." Dabei ist es offenbar nebensächlich, dass die Identität von Neo völlig unklar ist.

"Wenn man sich die Reaktionen der Öffentlichkeit ansieht, dann scheint es, dass die Letten eine Art Robin Hood haben", sagt der Leiter des Nationalen Sicherheitsrats, Maris Kucinskis. Dieses Gremium hat die staatlichen IT-Einrichtungen untersucht und ist zu dem Schluss gelangt, dass es nur für 50 Prozent der 175 staatlichen Datensysteme eine Sicherheitsaufsicht gibt. Experten führen den Datendiebstahl vor allem auf schlecht entwickelte Software und Fehler im Systemmanagement zurück. (AP)

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12 Postings
TekTix
11.03.2010 11:22
immer wieder das selbe Spiel...

da zeigt einer klare Missstände, die dem Bürger schaden, auf und der "Staat" äußerst sich nur, dass die Sicherheitsstandards der IT zu gering sind.
Dann werden wieder mal wo Kinderpornos gefunden (in Ö vornehmlich auch noch seitens der Kirche) und was passiert? Der Mensch muss noch gläserner werden, weil ja "jeder Einwohner" unter Verdacht steht Kinderschänder zu sein.

Kann mir jemand eine Antwort geben, wie sich der einzelne Mensch von heute gegen all das erwähren kann (auf Basis von Grundrechten) oder sind wirs einfach schon zu gewohnt monatlich/jährlich in die Abwärtsspirale George Orwell's hineingezogen zu werden?

Wittiko Bachmann
 
03.03.2010 10:38
Guter Junge

Also ich muss sagen Hut ab!!!

Solche leute gibts heutzutage leider viel zu wenige!

phoenixx78
03.03.2010 10:29

irgendwie gut... wenn nicht nur die "kleinen" Bürger gläsern sind. Nur weiter so ;-)

Heimwerkerkönig
 
02.03.2010 20:34
Intelligente Linke...

... nicht so wie jene Radaubrüder bei uns, die sich im Vorfeld von Säbelfechter-Bällen, mit der ebenfalls nicht mit übermäßiger Intelligenz gesegneten Polizei, befetzen.

Lying Hirsch
02.03.2010 15:41
ähm,


das sind peanuts im vergleich was da an motivation von 3ter seite fließt, aber das wird auch nicht versteuert daher gibts da keine aufzeichnungen, aber alles in allem sehr gute aktion.

gxe10sc
02.03.2010 11:14

gute aktion, bräuchten wir hier auch.

Gobi Todic
22.03.2010 09:35
ja

KHG, IV, WK, ÖVP, Novomatic, Prölls, usw... wären mehr als interessant.

Ich bin Böse
03.03.2010 10:27
Datenschutz

schützt sowieso nur mehr die Nehmer und Verschwender. Für den Bürger gibt es sowieso keinen Datenschutz mehr.

Jet Fuzzi
02.03.2010 23:24

Jup - ist aber nicht ungefährlich und auf jeden Fall eine rechtliche Grauzone. Immerhin: Hut ab vor der Zivilcourage. Bräuchte man häufiger, solche Jungs

heri byrd
02.03.2010 16:03

unsere it sucht aber noch händerignend nach geeigneten neo-neos.

freezingbreath
02.03.2010 10:58
Hack the Planet!!!

;)

so go
02.03.2010 21:11

wooohoooo

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