Google Chrome weist Firefox in seine Schranken

2. März 2010, 10:05
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Weltweiter Marktanteil des Mozilla-Browsers geht drittes Monat in Folge zurück

Über die letzten Jahre kannte der weltweite Marktanteil des Firefox nur eine Richtung: Nach oben. Monat für Monat schnappte man sich ein weiteres Stückchen vom Browser-Markt, recht direkt wanderten die Anteile des Internet Explorers zum Open-Source-Browser. Im November erzielte man dabei bereits beinahe 25 Prozent, aber eben nur beinahe, knapp vor der symbolträchtigen Marke kam es zur Trendumkehr.

Neuer Herausforderer

Es ist allerdings nicht Microsofts Internet Explorer, der den Aufstieg des Firefox schlussendlich doch noch eindämmen konnte, viel mehr ist es ein noch relativ junger Konkurrent in der Browserwelt, der mit einem starken Wachstum derzeit der gesamten Konkurrenz Minus-Zahlen beschert. Laut den weltweiten Zahlen von NetApplications war Google Chrome im Februar der einzige große Browser mit einem Plus im Vergleich zum Vormonat.

Chrome wächst

Mit einem Zuwachs von 0,39 Prozentpunkten liegt Chrome mittlerweile bereits bei 5,61 Prozent, ein Wert den man vor allem mit einem Wachstumsschub in den vergangenen Monaten erreicht hat - noch im August 2009 lag der Google-Browser unter der 3-Prozent-Marke. Apples Safari, der aktuell auf 4,45 Prozent (-0,08) kommt, hat man damit bereits recht deutlich in die Schranken verwiesen und so den dritten Platz am weltweiten Browser-Markt abgesichert.

Ranking

An der Spitze gibt es die gewohnten Verluste für den Internet Explorer, mit minus 0,44 Prozentpunkten liegt man nun bei 61,58 Prozent. Weniger stark - aber eben auch - verliert der Firefox, der Mozilla-Browser kommt im Februar auf einen Wert von 24,23 Prozent (-0,2). Der mit 2,35 Prozent relativ stagnierende (-0,03) Opera schließt das Bild der wichtigsten Browser ab.

Versionen

Unterdessen setzten sich die Umschichtungen innerhalb des Internet-Explorer-Universums fort: Während der IE8 mit 22,52 Prozent sogar ein leichtes Plus verzeichnen kann (+0,15), verlieren sowohl IE6 (19,76/-0,24) als auch IE7 (13,57/-0,96).

derStandard.at

Gerne wird an dieser Stelle erwähnt, dass die konkreten Zahlen je nach Region und Inhalten einer Webseite stark variieren, insofern auch wieder ein kurzer Blick auf die Browsergewohnheit der derStandard.at-LeserInnen: Hier zeigt sich ein gewisser Rücklauf von Firefox zum Internet Explorer - ein Effekt, der allerdings wohl vor allem durch die besonders Firefox-freundlichen Zahlen im Jänner verursacht wurde. Insofern stellt der Februar also eine gewisse "Normalisierung" nach den - typischerweise für den IE marktanteilsmäßig sehr schlechten - Weihnachtsferien dar. 

Chrome, lokal

Auf vergleichsweise niedrigem Niveau bewegt sich bei derStandard.at derzeit noch Google Chrome, auch wenn das aktuelle Wachstum dazu führt, dass Opera erstmals überholt wurde. Besonders stark zeigt sich der Aufwärtstrend für Chrome im Web-Channel, wo die Google-Software im Februar ein Plus von 0,8 Prozentpunkten verzeichnete. (Andreas Proschofsky, derStandard.at, 02.03.10)

derStandard.at gesamt / Februar 2010

Browser Anteil
Firefox
42,31 %
Internet Explorer
37,31 %
Safari 13,24 %
Google Chrome
2,92 %
Opera
2,62 %
Mozilla 0,35 %

derStandard.at/web / Februar 2010

Browser Anteil
Firefox
50,96 %
Internet Explorer
23,22 %
Safari 13,79 %
Google Chrome
5,72 %
Opera
3,72 %
Mozilla 0,68 %
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