Woher die Eisbären stammen

01. März 2010 21:00
  • Artikelbild
    Foto: us fish and wildlife service

    Neues Wissen über die Herkunft der Eisbären lässt auf ihre Zukunft schließen.

Älteste analysierte Säugetier-DNA belegt, dass die Bärenart erst 150.000 Jahre alt ist

Washington/Wien - In den vergangenen Jahren sind die Eisbären zu so etwas wie den Wappentieren des Klimawandels geworden: Die Raubtiere könnten nämlich die ersten Opfer sein, wenn aufgrund der Erderwärmung in der Arktis das Eis zurückgeht.

Ist die Zukunft der Tiere alles andere als klar und gesichert, so weiß man seit Neuestem mehr darüber, seit wann sie als eigene Art existieren - nämlich seit 150.000 Jahren als Abspaltung von Braunbären. Diese neuen Erkenntnisse könnten wiederum dabei helfen, ihr Überleben zu prognostizieren, wie die aus Norwegen stammende Biologin und Genetikerin Charlotte Lindqvist erklärt.

Möglich wurde das alles dank eines auf den ersten Blick nicht allzu spektakulären Fossil-Funds auf Spitzbergen. Vor sechs Jahren hatte ein isländischer Geologe auf der Inselgruppe nördlich von Norwegen einen gut erhaltenen Kieferknochen und einen Eckzahn eines Eisbären entdeckt, die sich als ziemlich alt herausstellten: Der dazugehörige Fossilienspender hatte nämlich vor 110.000 bis 130.000 Jahren gelebt.

Die steinalten Bärenrelikte landeten im naturhistorischen Museum von Oslo, wo Lindqvist damals noch arbeitete. Sie bohrte Zahn und Kieferknochen an und entnahm ihnen DNA, die sich aufgrund der guten Konservierung im Eis die ganze Zeit über erhalten hatte. Als die sie dann 2008 an die Penn State University in den USA übersiedelte, nahm sie die Proben zur DNA-Analyse mit. Und dazu hatte sie genetisches Vergleichsmaterial im Gepäck: von Braunbären, die heute auf einigen abgelegenen arktischen Inseln leben und als die nächsten Verwandten der heutigen Eisbären gelten.

Bei der Analyse der alten Erbsubstanz - die im übrigen doppelt so alt ist wie die älteste bislang sequenzierte DNA von Mammuts - stellte sich heraus, dass die Eisbären sich vor rund 150.000 Jahren von den Braunbären als eigene Art abgespaltet und sich dann sehr schnell an die spezielle arktische Umgebung angepasst haben dürften, wie die Forscher um Charlotte Lindqvist im Wissenschaftsjournal PNAS schreiben.

Das bedeutet auch, dass die Raubtiere eine Zwischenwarmzeit vor rund 120.000 Jahren, während der es noch wärmer war als heute, überstanden haben. "Wobei ihnen Spitzbergen als Refugium gedient haben könnte", wie Lindqvist vermutet.

Das lässt die Biologin einerseits hoffen, dass Eisbären auch die aktuelle Wärmeperiode überstehen könnten. "Andererseits vollzieht sich der Klimawandel so schnell, dass fraglich sei, ob sich die evolutionär hochspezialisierten Bären entsprechend rasch anpassen können." (Klaus Taschwer/DER STANDARD, Printausgabe, 2. 3. 2010)

Kommentar posten
19 Postings
F S 3
05.03.2010 19:47
Die ersten beiden Sätze dieses Artikels lassen das Nachfolgende…

…leider nicht mehr ernst nehmen.

Schade, denn es hätte eine interessante Geschichte werden können.

Das ist somit keine Berichterstattung mehr, sondern Journaillismus von Spins Gnaden.

Das G'schichterl mit den "wg.Klima aussterbenden Eisbären" ist genauso Unfug, wie eine angebliche "menschverursachte" Erwärmung, die heute sowieso nur mehr "Wandel" heißt.

Wir erleben natürliche Wechsel im GESAMTEN SONNENSYSTEM, deren Ursache seit Jahrzehnten bekannt ist-und die absolut NICHTS mit dem menschlichen Einfluß zu tun hat.

Pro Freistaat Kärnten!
 
08.03.2010 16:43
bitte ergebenst um die klimadaten

der anderen planeten, damit man die mit der erde vergleichen kann.

offensichtlich hast du ja eine quelle, die über klimadaten der letzten 100 jahre auf den anderen planeten verfügt.

hier wäre ein link angebracht.

solandre
 
03.03.2010 01:58

die eisbären wurden von frechen götter-schulkindern vor dem götter-zoodirektor auf der erde versteckt, da die erde damals noch mit grossen weissen polkappen bedeckt war und die eisbären auf ihnen super nicht zu sehen waren.

die werden schön schauen, wenn sie am nachmittag (200.000 jahre später) wiederkommen und die polkappen mitsamt den eisbären verschwunden sind.

Klaus Ermecke
 
02.03.2010 22:46
"der Klimawandel vollzieht sich so schnell"

Welcher Klimawandel? Vielleicht der aus der Lügenküche der CRU? Hat im STANDARD niemand Zugriff auf die Fachliteratur und auf die freie Presse außerhalb des freiwillig selbstzensierten deutschsprachigen Raums?

Unsere Klimaretter-Studie liegt den Herausgebern des Standards vor - sie zeigt auf einer aus NASA-Daten zusammengestellten Graphik den Anstieg des Anteils des Blauen Himmels von 1987 - 2001 um 19%, und danach einen leichten Rückgang des Blauen Himmels. Außerdem legt sie dar, daß es einen Temperaturanstieg aufgrund von CO2 aus zwingenden physikalischen Gründen nicht geben KANN. Damit erweisen sich all die teuren Computerspiele, die den behaupteten Erwärmungsszenarien zugrunde liegen, als substanzlose Spekulation.

neuer weg
05.03.2010 19:46

warum kann es diesen Anstieg nicht geben ?

und wieso schmelzen die Alpengletscher ?

erhöhte Sonnenaktivität ? oder was meinens ?

AlterEgo
 
04.03.2010 15:40

Bezweifelst du den Temperaturanstieg, oder seine Ursache?

gigngogn
02.03.2010 12:55
Langsam gehen anscheinend die Katastrophenmeldungen aus

* Zuerst die Korallen die angeblich die Temperaturen nicht verkraften, dann kam man drauf, alles halb so wild, die Korallen wachsen sogar schneller
* Dann die Inseln, die angeblich untergehen werden, auch nicht, die Korallenstöcke wachsen schneller als der Meeresspiegel steigt.
* Jetzt sind es eben die Eisbären die angeblich verschwinden werden, oder auch nicht wie jetzt rauskommt.

Es ist nicht die erste Warmzeit und es ist auch nicht das erste Mal das sich das Klima mit dieser Geschwindigkeit ändert, jedenfalls wenn man den Berichten der Klimaforscher trauen kann die in Häppchen hier auftauchen. Alle Tierarten die heute Leben haben das schon mal mitgemacht und überlebt.

Klaus Ermecke
 
02.03.2010 22:51
"...der Meeresspiegel steigt..."

Steigt denn der Meeresspiegel? Geologische Untersuchungen u.a. von Mörner auf den Malediven und anderen angeblich gefährdeten Inseln zeigen dafür keinerlei Ansatzpunkte.

Emil i Lönneberga (advocatus diaboli)
02.03.2010 16:02
"Es ist nicht die erste Warmzeit "

Es ist aber das erste Mal, dass sich das Klima rasch ändert während 8 000 000 000 Menschen auf der Erde herumkrebsen. Und die müssen irgendwo hin.

Klaus Ermecke
 
02.03.2010 22:48
"das erste Mal, dass sich das Klima rasch ändert"

Sie lesen wohl nicht Zeitung? Oder nur STANDARD? Dann haben Sie wahrscheinlich "Climate Gate" noch nicht mitbekommen?

Emil i Lönneberga (advocatus diaboli)
03.03.2010 00:05

Sie lesen offensichtlich nicht die postings auf die sie antworten: "das erste Mal (...), WÄHREND (...) "

I man i tram
02.03.2010 15:13
LOL

Weiß jemand, was mit den 2 Super-Eisbergen mit 80km Länge geworden ist, wo auch "diese und jene Klimakatastrophe eintreten KANN" (oder "könnte" oder "könnterte" . . . )?

Stichwort Mammuts aus dem Artikel: Einer der besten Beweise, dass es auch ohne den Menschen fix gehen kann mit dem Wandel und wir Würsterl dem in Wahrheit hilflos ausgesetzt wären, wenn zB die nächste Eiszeit halb Europa zum "Winter Wonderland" umgestaltet, wenn wir es nicht schaffen, uns über die Fähigkeiten eines Zauberlehrlings zu erheben.

So schaut's aus, liebe Maschinenstürmer!

Justin Credible
02.03.2010 12:41
maaaah

san die viecherl auf dem bild liab :-)

prusiner
02.03.2010 13:52
die hätten

ordentlichen Appetit auf dich;

Mensch gehört durchaus zum Beuteschema von Eisbären, davonlaufen geht nicht, davonschwimmen schon garnicht ..

Para Dox
02.03.2010 16:19
Nein,

Menschen gehören nicht zum Beuteschema, auch wenn sich hungrige Eisbären an Menschen vergreifen.

gigngogn
02.03.2010 15:57
Wegtauchen geht angeblich, die tauchen nicht tiefer als ~5m wurde zumidnest mal in einer der vielen Natursendungen gezeigt.

Wenig hilfreich an Land, da würde ich mir mit einer .300 aufwärts behelfen.
Eine weitere Methode an Land zu entkommen, ist immer zu zweit unterwegs zu sein, dann muss man nicht mehr schneller als der Eisbär sein, was man nicht ist, sondern nur schneller als der Zweite.

Greyarea
 
02.03.2010 09:13
na aus dem eis!

woher sonst!

standardabweichung
02.03.2010 08:38

auch nur fehlgeschminkte pandas

alla riscossa
02.03.2010 00:27
na schaun ma halt mal!

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.