Europaweite Aktion

"24 Stunden ohne uns": Migranten legen die Arbeit nieder

1. März 2010, 21:29
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    foto: www.la-journee-sans-immigres.org

    Der Flyer zur Aktion in Frankreich

Einwanderer treten für einen Tag in den Streik, um ihre Bedeutung für die Gesellschaft hervorzuheben - Aktionen in Italien, Frankreich, Spanien und Griechenland

Paris/Rom - Mit Arbeitsniederlegungen und Demonstrationen haben am Montag Einwanderer in europäischen Metropolen auf ihr Schicksal aufmerksam gemacht. "24 Stunden ohne uns" lautete die Botschaft einer Lobbygruppe, die in Frankreich die Bedeutung der Einwanderer vor Augen führen wollte. Die Organisation hatte für Montag alle Einwanderer aufgerufen, die Arbeit niederzulegen und den Konsum zu verweigern. Vor dem Pariser Rathaus versammelten sich Hunderte Demonstranten. "Wir protestieren gegen die Versuche von Politikern, Einwanderer zu stigmatisieren und zu kriminalisieren", hieß es in einem Aufruf.

Beim ersten "Streik der Einwanderer" in Italien demonstrierten nach Angaben der Organisatoren allein in Neapel 24.000 Menschen, im mittelitalienischen Bologna 10.000, in Mailand rund 2.000 Menschen. Kundgebungen unter dem Motto "24 Stunden ohne uns" waren unter anderem auch in Florenz, Neapel und Rom geplant. Mit den Aktionen bis zum späten Abend wollten die Organisatoren die in Italien lebenden Immigranten "sichtbar" machen. Die Demonstranten protestierten gegen Rassismus und forderten mehr Mitbestimmung und eine vereinfachte Aufenthaltsregelung.

   Die Initiative in Italien wurde als Solidaritätsaktion über das Internet und soziale Netzwerke wie Facebook gestartet, nachdem es Anfang Jänner in Süditalien zu einem Aufstand Tausender Wanderarbeiter gekommen war. Damals hatten in Rosarno an der Westküste Kalabriens etwa 2.000 zumeist afrikanische Immigranten gegen ihre unmenschlichen Lebensbedingungen protestiert. In der Folge war es zu schweren Auseinandersetzungen zwischen Einwanderern und Bevölkerung gekommen. Medien berichteten von einer regelrechten "Jagd auf Schwarze". Die Initiative in Frankreich geht auf eine ähnliche Aktion in den USA 2006 zurück. (APA)

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Unzeit.gemäß
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Das Verhältnis Gewerkschaften / Einwanderer und das Thema Arbeitsplatzkonkurrenz (1)

Interessant ist doch, dass man die Parole "Die nehmen uns die Arbeitsplätze weg" kaum noch hört; stattdessen heißt es heute eher "Einwanderung in die SOZIALsysteme". Ich glaube, das erklärt ein Stück weit, warum die Gewerkschaften - traditionell gegen Einwanderung eingestellt! - heute Initiativen zugunsten der Einwanderer oft unterstützen.

Die Gewerkschaften als Anti-Einwanderungs-Lobby, das war im klassischen Industriezeitalter, als geringsqualifizierte 'Muskelarbeiter' noch mit einer Vollzeitstelle in einer Fabrik ein bescheidenes Auskommen finden konnten und genau deswegen in den ebenfalls unqualifizierten Neuankömmlingen eine Konkurrenz sahen.

Heute aber wissen die Unqualifizierten, dass sie SOWIESO keine Chance haben

Träume sind Schäume.
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Auch das ergiebt wenig Sinn


Gemäß der Vorstellungen das Menschen und Gruppen Entscheidungen nach rationalen Erordernissen bassierend auf Eigeninteresse verfolgen:

WARUM sollten Facharbeiter organisiert in Gewerkschaften den massiven Zuzug von Geringverdiener in die Sozialsysteme fordern?
Der Konkurrenzdruck würde nur von den Fabriken in die Krankenhäuser, Arztpraxen und Pensionskassen wandern.

Geringverdiener können logisch kaufkraftmäßig wenig zum Sozialsystem beitragen, würden aber egalitär dieselben Dienste in Anspruch nehmen wie Facharbeiter.
Facharbeiter müssten einen großen Teil ihres Lebensstandards abgeben oder sich auf qualitätsmäßig sinkende rationalisierte Sozialsysteme einstellen.
Zb. würden Warteschlangen und Selbstbehalte beim Arzt steigen ;)

Unzeit-gemäß
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Andererseits haben die Gewerkschaften und die gesetzlich Versicherten ein Interesse daran, dass die Einwanderer in legale (und sozialversichergspflichtige!) Beschäftigungsverhältnisse wechseln.

Unzeit.gemäß
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Die Einwanderer konkurrieren nur mit dem untersten Zehntel, dem SUBproletariat der einheimischen Bevölkerung um Jobs, die auch für diese keinen echten Gewinn darstellen würden (der die Verschiebung in Richtung "die nehmen uns die Sozialleistungen weg").

Die Gewerkschaften repräsentieren aber nicht mehr den ins Subproletariat herabgesunkenen klassischen Muskelarbeiter, sondern eher die Facharbeiter der Kernbelegschaften (die in Armutsmigranten aus vorindustriellen Gesellschaften, noch dazu der Landessprache nicht mächtig, keine Konkurrenz sehen müssen). Daher findet die Anti-Einwanderer-Stimmung dieses Subproletariats auch nicht mehr Ausdruck in der Politik der Gewerkschaften.

Miki Smiljanic
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was für eine unnützige aktion

panda3000
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Immer dieselbe Leier...

Euer bescheuerter Futterneid geht mir schon dermaßen auf den Sack.
Wenn ihr schon Angst habt, dass euch in einem der reichsten Länder der Welt jemand das Geld wegnimmt, dann wüde ich vorschlagen, wie fangen bei den Krebskranken an. Liegen nur rum und schlucken Medikamente um mehrere Tausend Euro pro Stück. Also wenn das kein Ausnützen unseres Sozialsystems ist....

Schrumpfschlauch
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Müssen halt wieder die Frauen ran ...

KTHXBYE
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Nö, die warten auf Aufsichtsratsquoten

isodora
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Ist ja hochinteressant, originell und alles das.

Andererseits könnte man einwenden, dass wir zum Beispiel in Österreich vielleicht die Hälfte unserer Arbeitslosen wieder relativ rasch in den Erwerbsprozess eingliedern könnte, wären da nicht so viele Migranten, um die wir eigentlich gar nicht gebeten haben.

Die unsere Infrastruktur (Schulen, Bahnen, Telekom, ...) und unser Sozialsystem voll leben, ohne es in den vergangenen Zeiten auch finanziert zu haben.

Die Argumentation mit dem Steuer zahlen alleine ist ein wenig kurzsichtig, viele dieser Menschen zahlen etwa bei uns gar keine Steuern.
Die Entnahmen aus dem Sozialsystem sind wesentlich höher, auch etwa via Transferleistungen unseres Staatssystems.

guzo
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Sie sind ein fester Pfosten.

Spaceman Spiff
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Rechtsextreme halt. Nach oben buckeln und nach unten treten. Und mit Gewalt dafuer eintreten, dass das auch so bleibt.

Schoen brav weiterhin auf einen Verteilungskampf einlassen und nicht vergessen! - immer brav die Lefzen des Chefs lecken!
Wenn er Sie dann trotzdem entlaesst war der Tuerke schuld. Menschen wie Sie, liebt die Industrie.

undænkbar
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Hochinteressant deine Weltoffenheit

Ich weiß ja nicht ob Sie jemals ihr Haus verlassen und die Augen aufgemacht haben, aber mir fallen da ohne lange nachzudenken viele Arbeitsplätze, die von Ihnen und Ihrem blond-blauäugigen Freundeskreis heute kaum einer bis gar keiner mehr annehmen würde.

Beispiel:
Firma ISS mit Sitz in Dänemark und 600.000 Mitarbeitern in Europa.
Würden die Migranten der ISS die Arbeit nieder legen, nur um zu zeigen wie wenig sie arbeiten, wäre in wenigen Tagen halb Österreich unbewohnbar. In Ihrem Unternehmen wären Böden und Kästen total verstaubt und die Toiletten nicht mehr betretbar, aber macht ja nichts, dafür gibt es 50000 Arbeitsplätze für die sich keiner bewerben will. Und aufs WC gehen können Sie ja zu McDonald's... oder vielleicht doch nicht?

Ernst Kratochwil
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Solche Szenarien sind idiotisch und nur dann so beeindruckend

wenn man nicht nur ein wenig darüber nachdenkt.

Weil umgekehrt, würden alle Migranten für diese Zeit nichts in den jeweiligen Ländern bekommen, müssten viele von ihnen verhungern erfrieren oder an Krankheiten sterben.


Oder, müssten alle Migranten (auch nur) für einige Wochen in ihre Herkunftsländer zurück, würden dort genau so viele hungern, frieren, oder an einfachen Krankheiten sterben weil die Infrastruktur mit dem Ansturm Schritt halten könnte.

Diese Szenarien sind, so wie diese Aktion, reiner Schwachsinn.
Wobei noch anzumerken ist, dass natürlich die Einwanderer dabei schlechter aussteigen würden. Weil es wurden auch vor der Massenzuwanderung nach Westeuropa die Straßen gekehrt, Kranke behandelt, Obst geerntet....


der tortenfreak
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Sie legen die Arbeit nieder

und nichts geschieht ...

Holzmichl
414
In Ö undenkbar.

Hierzulande würden sich das die Migranten nicht trauen.

Die hätten doch Angst, dass die Leute merken, dass man die Zuwanderer garnicht in dem Umfang braucht, wie uns das die grünen Lümmel immer weis machen wollen.

cafedelmare
211

starke aktion. noch stärker wäre migranten migrieren zurück.

K R
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zu diesem thema bei gelegenheit ein köstlicher film zu empfehlen:

"Willkommen in Kronstadt"
Dort wird dieser Streik längerfristig und konsequent durchgeführt.

FrostY Iceberg
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365 Tage ohne euch wär mir lieber!

Raptor Jesus
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Kann mir nicht vorstellen, das die Ösis Kols in Hotel putzen

Oder im Bau für 4 Euro die Stunde arbeiten.
Und wenn keine Ausländer da wären, dann hättet ihr auch keine Feindbilder und müsstet Neue suchen.
Seid froh das es uns gibt.

Madame Haram
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Lohndumping ist nicht zuletzt

die Konsequenz aus dem zügellosen Import von ausländ. Billigarbeitskräften.

Der elegante Herr von nebenan
 
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Lohndumping meine Dame ist zuallerst auf die neue Konkurrenz aus diversen Ländern wie China, Indien etc.. zurückzuführen. Länder in denen Arbeitnehmerrechte nicht im geringsten beachtet werden. Also der zügellose Neoliberalismus die Ihre Lieblinge wie Reagen, Thatcher, Kohl und Schüssel eingeführt haben.

Madame Haram
02
Geh bitte,

wenn ein österr. Hotel oder Restaurant lieber einen nigerianischen Tellerwäscher oder ein georgisches Zimmermädchen einstellt, hat das nichts mit China oder Indien zu tun.

Und wie Sie auf die Idee kommen, ich wäre Anhängerin des Neoliberalismus, bleibt mir ein Rätsel.

-ReliefpfeileR-
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ohje - das geht vielleicht nach hinten los

bei zweistelligen Arbeitslosenzahlen europaweit könnte das wie eine Erleichterung für den überspannten Arbeitsmarkt aussehen, und nicht wie eine Drohung ("ohne uns gehts nicht").
Das Argument mit dem Nutzen für die Allgemeinheit etc. ist längst überholt und überaltet, ein Relikt aus der Boom-Zeit vor 40 Jahren, heutzutage sind 90% der Neuankömmlinge in Europa wirtschaftl. gesehen Ballast, also Nettoempfänger.
Die Diskussion sollte vielmehr über die menschliche Ebene laufen: denn gegen Erniedrigung, Rassismus und Diskriminierung anzukämpfen, das ist zeitlos und elementar, egal ob man volkswirtschaftl. rentabel ist oder nicht.

navrat pospischil
 
02
aufglegter elfer für rechtsaussen.

ich seh schon postings wie:

"und hams in der zeit auch keine sozialhilfe verbraucht?"

Falke1001
61
Parallel Kommission

Ich wünsche mir alle imigranten in Europa eigene vertretung wählt und als parallel Kommission nach Brüssel sendet.
were In Österreich auf dem Transparent stehen "Jedentag ohne Euch" .Strache&co.

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