Genfer Autosalon soll den Weg weisen

1. März 2010, 12:47
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Dacias erster SUV, Audis Mini­Straßen­­feger und Ferraris erster Hybrid: Die Hersteller haben trotz stottern­dem Motor der Industrie flotte Flitzer im Gepäck

Genf - Nach einem schwierigen Autojahr will der 80. Automobilsalon in Genf ab Donnerstag Impulse für die stotternde internationale Autoindustrie geben. Bis zum 14. März sind alle großen Fahrzeughersteller vertreten. Unter den rund 100 Welt- oder Europa-Premieren finden sich allein 16 Autos mit Alternativantrieben.

Fünf Aussteller sind zum ersten Mal in Genf. Darunter ist die malaysische Konstruktionsfirma Bufori Motor Car Company, die Luxuswagen herstellt. Ferner stellt Alfa Romeo  die neue Giulietta vor. Audis interessantestes Mitbringsel wird der A1. Mit dem Kleinwagen auf Polo-Basis wollen sich die Ingolstädter mit ihrem Premium-Image auch im unteren Fahrzeugsegment etablieren. Opel reist mit dem neuen Meriva, Porsche mit dem neuen Cayenne und Renault mit dem Twingo Wind an. Die Renault-Tochter Dacia stellt ihren ersten SUV, dem fast viereinhalb Meter langen, Duster vor. Die Preise für den Preisbrecher sollen bei rund 15.000 Euro liegen. Am anderen Ende der Fahnenstange gibt es auch einiges zu bieten. So prescht Bentley mit der Supersports-Version des Continental Convertible vor. Die bemerkenswerten Eckdaten: 630 PS stark und 325 km/h. Flott und leicht ist auch die Devise beim Evora. Über 400 PS stark und um gut 200 Kilo leichter - so stellt Lotus sein Top-Modell in einer reinen Rennversion vor. Ferrari stellt in Genf übrigens sein erstes Hybrid-Modell vor. Auf Basis des 599 soll der Flitzer mit zusätzlichem Elektromotor trotz hoher Fahrleistungen besonders effizient sein.

Fahrzeuge von morgen

Umweltbewusste können sich in einem "grünen Pavillon" über Prototypen, Ideen und Konzepten zu Fahrzeugen von morgen informieren. Dort wird nach Angaben der Messeleitung  ein breites Spektrum an Technologien, an Fahrzeugen, Projekten und Ideen vorgestellt, die sich mit diesem Thema auseinandersetzen. Gesetzt wird auf die konsequente Verminderung von Verbrauch und Abgasemissionen. Dazu gehörten Beispiele vom Wasserstoffantrieb über das Hybridfahrzeug bis zum reinen Elektromobil, vom Prototypen bis zum fast serienmäßigen Fahrzeug.

Zu sehen sind unter anderem der Mini E mit Elektroantrieb, das Brennstoffzellen-Fahrzeug HydroGen4 von Opel und das Hybridfahrzeug von Kia mit Elektromotor und Flüssiggas-Direkteinspritzung sowie der Chevrolet Volt. Für Fans schneller Autos wird das Elektro- Rennfahrzeug GreenGT gezeigt und aus dem Hause Italdesign-Giugiaro ist das Hybrid-Konzeptfahrzeug "Quaranta" zu sehen.

Erwartet werden auf der Schau bis zu 700.000 Besucher. 205 Aussteller aus 30 Ländern, die rund 700 Marken vertreten, auf 78 000 Quadratmetern Ausstellungsfläche dürften sogar die Veranstalter überrascht haben. Im Vorfeld sei sogar nicht ausgeschlossen worden, den 80. Salon abzusagen, hieß es. (APA/red)

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    Die Vorbereitungen in Genf laufen auf Hochtouren. Alle namhaften Autohersteller kommen in die Schweiz und präsentieren ihre Neuheiten am Automobilsektor.

  • Ein Neuling aus Frankreich ist der Duster von Renault-Tochter Dacia.
    foto: dacia

    Ein Neuling aus Frankreich ist der Duster von Renault-Tochter Dacia.

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    Audis interessantestes Mitbringsel wird der A1. Mit dem Kleinwagen auf Polo-Basis wollen sich die Ingolstädter mit ihrem Premium-Image auch im unteren Fahrzeugsegment etablieren.

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    Ein Auto zum Staunen wird der Kombi-Umbau eines Bentley Continental GTC sein. Das gute Stück wurde vom Mailänder Karossier Carrozzeria Touring Superleggera gebaut.

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