Keine Verstaatlichungspolitik wie in Venezuela geplant
Montevideo - Der frühere Guerillero Jose "Pepe"
Mujica wird am Montag als neuer Präsident Uruguays vereidigt. Der
74-jährige gelernte Blumenzüchter ging als Sieger aus der
Präsidentenwahl vom November hervor. Schon vor der Vereidigung machte
er einige programmatische Aussagen zu seinem Amtsverständnis. So will
er 87 Prozent des Präsidentengehaltes für den Bau von Sozialwohnungen
spenden.
Ausländischen Unternehmern versicherte Mujica, er werde keine
Verstaatlichungspolitik wie in Venezuela betreiben, sondern eine
ähnliche Politik verfolgen wie der brasilianische Präsident Luiz
Inacio Lula da Silva. Den Amtseid wird Mujica vor seiner Frau
ablegen, Lucia Topalanski ist als Senatspräsidentin für diese
Zeremonie zuständig.
Mujica hatte die Präsidentenwahlen im November des Vorjahres als
Kandidat des linken Regierungsbündnisses Frente Amplio klar
gewonnen. Sein konservativer Herausforderer, Ex-Präsident Luis
Alberto Lacalle (1990-1995), musste sich dem charismatischen
Linkspolitiker geschlagen geben. (APA)