Der das Baby geschaukelt hat

28. Februar 2010, 17:36

John Furlong hat die Spiele nach Vancouver geholt. Der OK-Chef ist überzeugt davon, dass gelungen ist, was ihm einst bei der Einreise nach Kanada aufgetragen worden war

John Furlong hat sich nicht geschont in den vergangenen drei Wochen, wie schon in den Monaten, ja, Jahren davor nicht. Unermüdlich war er unterwegs in und um Vancouver, der 60-jährige Chef des olympischen Organisationskomitees (Vanoc), der die Spiele nach British Columbia geholt hatte. Um vier Uhr früh begannenen seine Tage, um weit nach Mitternacht zu enden.

Furlong und sein Stab hatten schwierige Situationen zu meistern, vor allem zu Beginn, als die Witterung die Spiele gefährdete. Der fünffache Vater hat viele emotionale Momente durchlebt. Er hatte mit den Tränen zu kämpfen, als die kanadische Eiskunstläuferin Joannie Rochette Bronze gewann, nur vier Tage nachdem ihrer Mutter verstorben war. Und er wurde zu Recht gelobt dafür, wie das Vanoc mit dem Tod des georgischen Rodlers Nodar Kumaritaschwili umging. „Unser Team hat sich danach umso entschlossener an die Arbeit gemacht und das Ruder herumgerissen."

Vor mehr als dreißig Jahren war Furlong einer von vielen irischen Einwanderern. Gerne erzählt er heute noch von seinem Empfang durch einen Zollbeamten. „Willkommen in Kanada, machen Sie uns besser", habe der gesagt. Und Furlong, den der olympische Virus 1964 anlässlich der Sommerspiele in Tokio vor dem Fernseher befallen hat, setzte den Auftrag auf seine Weise um. Erst als Lobbyist für die Winterspiele 1988 in Calgary und dann als Macher von Vancouver 2010.

Zwei Millionen Flugmeilen legte der ehemalige Squash-Champion seines neuen Heimatlandes dafür zurück. Die Bewerbung verlief weitgehend skandalfrei, was ebenso ungewöhnlich ist wie die Tatsache, dass Vancouver mit seinem operativen Budget von rund 1,1 Millionen Euro auskommen dürfte. Der Gegenwert scheint Furlong durchaus angemessen: „Das ganze Land feiert. Das ist neu für uns. Es gibt ein kanadisches Selbstvertrauen, eine große Zufriedenheit." (Sigi Lützow, DER STANDARD, Printausgabe, Montag, 1. März 2010)

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Nedobrovolny Slovak
04

Bei meiner "Einwanderung" in eines der östlichen Nachbarländer wurde ich von der Fremdenpolizistin mit ähnlichen Worten begrüßt. Das vergisst man nie. Kann man das nicht auch den österr. Behörden beibringen, anstatt die Menschen zu verpflichten, die Zahl der Blasmusikgruppen zu wissen.

Majestix
 
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Offenbar ist Österreich

gut genug. Sarkasmus aus.

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