Rosenkranz

Ein Angebot aus dem rechten Eck

28. Februar 2010 17:06
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    Foto: apa/pfarrhofer

    Barbara Rosenkranz, Obfrau der niederösterreichischen Freiheitlichen, wird wohl auch in diesem Wahlkampf auf Heimat, Recht und Ordnung setzen.

Mit Barbara Rosenkranz tritt eine Ikone der Rechten bei der Bundespräsidentenwahl an - als Angebot an bürgerliche Wähler

Wien - FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache tat es via "Kronen Zeitung" kund, am Dienstag soll der Parteivorstand diese Entscheidung absegnen: Barbara Rosenkranz wird die freiheitliche Kandidatin für die Bundespräsidentenwahl am 25. April.

Immer wieder hatte es geheißen, Strache selbst wolle antreten, quasi als Testlauf und zum Aufwärmen für die Wien-Wahl im Oktober. Letztendlich wäre das auch eine Frage der Glaubwürdigkeit gewesen, schließlich wolle Strache auch Bürgermeister werden, und den Anspruch auf das Bundeskanzleramt erhebt er auch. Da wäre der Bundespräsident ein bisschen viel des selbst Zugetrauten gewesen. Und ein mäßiges Ergebnis gegen den amtierenden Bundespräsidenten Heinz Fischer hätte nicht unbedingt den erhofften Aufschwung für die Wahlauseinandersetzung mit Wiens Bürgermeister Michael Häupl gebracht.

Nicht unbedingt Straches enge Vertraute

Also Rosenkranz. Die 51-jährige Obfrau der niederösterreichischen Freiheitlichen und zehnfache Mutter gilt nicht unbedingt als eine enge Vertraute von Strache. Die beiden haben ein eher distanziertes Verhältnis, auch deshalb habe sich Strache mit dieser Entscheidung nicht ganz leicht getan.

Aber Rosenkranz gilt als eine Ikone der Rechten. Sie ist jedenfalls ein eindeutiges Angebot an das rechte Lager. Ihr Mann Horst Jakob Rosenkranz ist eine Größe in der rechtsextremen Szene, er gibt einschlägige Schriften heraus. Und auch Barbara Rosenkranz positioniert sich eindeutig: Das NS-Verbotsgesetz hält sie für verfassungswidrig, Zweifel an Gaskammern gehören für sie zur "freien Meinungsäußerung". Rosenkranz ist streng konservativ, "heimattreu", äußerst EU-kritisch, und in Migrations- und Integrationsfragen fährt sie einen äußerst strammen Kurs, der ihr auch als ausländerfeindlich ausgelegt werden könnte.

Angebot an ÖVP-Wähler inklusive "Ausländerthema"

Die FPÖ will ihre Präsidentschaftskandidatin auch als Angebot an die ÖVP-Sympathisanten verstanden wissen, die sich schwertun würden, den "roten" Heinz Fischer zu wählen. Fraglich ist aber, ob Rosenkranz, die wohl auch im Wahlkampf auf das "Ausländerthema" setzen wird, für die breite ÖVP-Klientel nicht schon zu weit rechts steht. Das könnte die Zahl der Nichtwähler weiter erhöhen, in Umfragen wird die Bundespräsidentenwahl ohnedies nicht als sehr relevant angesehen.

Ob es zu Fischer und Rosenkranz noch weitere Kandidaten für die Hofburg geben wird, hängt von deren Geschick ab, die notwendigen Unterstützungserklärungen zu sammeln. Bewerber gäbe es einige, allerdings bedarf es 6000 Unterstützungserklärungen. Diese Hürde haben in der Vergangenheit nur wenige genommen. Ab Dienstag läuft die Frist, die Unterschrift muss am Gemeindeamt abgegeben werden, bis 26. März müssen die Unterstützungserklärungen bei der Bundeswahlbehörde deponiert werden.

Viele Spaßkandidaten und ein Habsburger

Neben vielen Spaßkandidaten bemüht sich auch der Kärntner Ulrich Habsburg-Lothringen um eine Kandidatur, er möchte mit seinem Wahlvorschlag erreichen, dass das Verbot für Mitglieder des Hauses Habsburg fällt. Mit seinem Wahlvorschlag will er das Verbot beim Verfassungsgerichtshof bekämpfen. Allerdings herrscht unter den Parteien ohnedies schon Konsens darüber, das Habsburger-Verbot aufheben zu wollen. (Michael Völker/DER STANDARD-Printausgabe, 1.3.2010)

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Das land steuert auf eine Katasrophe zu!
09.03.2010 09:51
Die Fr. Rosenkranz...

http://tvthek.orf.at/programs/... 2527-Thema und Dichand unterstützt es fleißig!
Bravo Schasheimat!

ger65
03.03.2010 10:41
wenn´s nicht auch traurig wäre, dann wäre ...

...die liste der kandidaten hier ja durchaus geeignet, darüber zu lachen!
so wird es wohl ein politischer günstling ohne rückgrat werden müssen, um schlimmeres bzw. schlimmstes zu verhindern.
die rosenkranz kämpft gegen das ns-verbotsgesetz und der schwachsinnige habsburg bekämpft das habsburggesetz, das ja auch defakto teil des adelsverbotsgesetz ist. österreich präsentiert sich da ja richtig zukunftsorientiert!

wollte eigentlich nicht wählen, aber ich denke, fischer hat sich mit seiner konkurrenz meine stimme mehr als verdient!

Modjo
03.03.2010 20:57
Der Habsburg kämpft gegen ein Gesetz,

das überholt ist. Heute - 90 Jahre danach - besteht wohl wirklich keine Gefahr für die Republik mehr, dass ein Thronfolger der Habsburger in Österreich wieder eine Monarchie einrichtet.

Andererseits, wäre Österreich eine Monarchie wie Spanien oder GB und hätte ein Staatsoberhaupt auf Lebzeit, hätten wir das Problem mit der Bundespräsidentenwahl erst gar nicht. Wäre vielleicht auch nicht so schlecht.

..|..
02.03.2010 09:00
Warum ziehen alle über die Vornamen der Rosenkranz-Kinder her

aber nicht über den Vornamen von z.b. Ute Bock, Wolf Haas, Volker Pispers, Horst Skoff, Arne Friedrich,...

Ich bin froh, dass nicht alle Kevin, Leon oder Jaqueline heißen.

Pro Freistaat Kärnten!
 
04.03.2010 13:05
Ute Bock, Wolf Haas, Volker Pispers, Horst Skoff, Arne Friedrich

sind Geschwister?



Lucio De M.
02.03.2010 17:32
Lieber WOLF Biermann...

... meide bis auf weiteres Ösiland! Die roten Namens-Taliban streifen durch die Gegend!

Auch Du bist ab heute auf ihrer correcten Liste vorgemerkt und unlocker wie die sind, könnte dich ev. ein Farbbeutel, oder schlimmeres treffen.

Dr. Schaloo
02.03.2010 01:33
Dir wähler werden schön schauen

Wenn sie merken, dass die Rosenkranz Martin Graf mit Maske ist... ;o)

sergeygoldreiter
01.03.2010 21:32
das ist eine klare wahlempfehlung

für heinz fischer!!!!!

rote Lola
02.03.2010 15:18

das ist ja das problem hierzulande, wiedereinmal muss man so eine "leuchte" wählen, nur um zu verhindern daß diese n+zibrut nicht noch mehr % stimmenanteil bekommt..

Heabeat Dringdas
01.03.2010 21:06
Eine beruflich erfolgreiche Politikerin, Autorin und mehrfache

Mutter. Eine "starke Frau" wie sie im Buche steht; und das ganz ohne Quote.

Die einzige Frau die um das höchste Amt im Staate rittert - ausgerechnet von Blau nominiert. Grün-Emmas, schaumts eich! :-)))

FalscherProphet
02.03.2010 04:06
Dazu eine gute Schilderung,

in welchen ideologischen Kreisen die Frau Rosenkranz so erfolgreich war,
von Hans Rauscher:

http://derstandard.at/1267132066153

Barbara Rosenkranz:
Mutterkreuzgestärkt, in NDP-Kreisen vergöttert, eine starke Rechtsextreme wie sie im Geschichtsrevisionismus-Buche steht;
und das mit viel braunem Kote.

Rosenkranz-Dummwähler, schämts Euch!

Gaviota
01.03.2010 21:14

Ich schäme mich ohnehin, allerdings aus anderen Gründen, als Sie vermuten.

Eric Burdon
01.03.2010 16:15
Ein Sohn der

Rosenkränze heißt "Wolf". Und Wolf war der Spitzname von AH. So ein Zufall aber auch.

Yossarian
02.03.2010 08:49

Müssen denn heute die Kinder alle Kevin und Denise heißen?

Hythlodeus
02.03.2010 11:48

Nein, meiner heiszt beispielsweise Sammael. Auch schön, oder?

sleepersservice
 
01.03.2010 14:46
Ich glaub, der Strache macht das nur deswegen nicht selber,

weil sich dann selbst schon nicht mehr ernst nehmen könnte. Was wollte er nicht alles schon werden Bundeskanzler, Wr. Bürgermeister,Landeshauptmann in Kärnten,...

Und jetzt auch noch Bundespräsident ?! Nein, das wäre sogar für ihn selbst zu lachhaft.

Deswegen die Mutterkreuzlerin. Damit Strache sich nicht noch mehr blamiert.


Modjo
03.03.2010 21:01
Mir war von Anfang an klar, dass Strache nicht selbst antritt...

So kann er sich in Ruhe auf den Wienwahlkampf vorbereiten, der für die FPÖ ohnehin schon jetzt mit dem BP-Wahlkamp beginnt.

TheLaw
01.03.2010 14:07
Luca, Tim, Florentina, Leon, Ben, Jade, Zoe, Yanis, Camille und Matheo Rosenkranz wählen Mama!

Hythlodeus
01.03.2010 14:10
Alwine, Arne, Hedda, Hildrun, Horst, Mechthild, Sonnhild, Ute, Volker und Wolf

man kann es nicht oft genug schreiben :D

Rondocor
01.03.2010 18:54
LOL. Wie eine Liste der Auschwitz-Birkenau Aufseher. Fürchterlich. Und das sind Staatsbürger der Republik Österreich!

Mecky2
03.03.2010 07:48

es müssen nicht alle franz, karl oder peppi heißen!!

FalscherProphet
01.03.2010 16:43
...und davon ist Arne ein Knabenname!

(Wäre für mich grundsätzlich nicht als solcher erkennbar.)

Hythlodeus
02.03.2010 12:44

Dafür ist Alwine ein typischer "du hättest eigentlich ein Junge werden sollen"-Name

Hythlodeus
01.03.2010 13:57

je öfter ich drüber nachdenke. ihr wahlpotential ist eigentlich recht hoch, nachdem sie ihre eigene wählerschaft ja selber gebärt

Karl-Ernbrecht von Stenitzer
 
01.03.2010 13:27
Wahlempfehlung der Kronen Zeitung

Soeben gelesen: Die Kronen Zeitung ist offiziell für Rosenkranz! Hohohohohohohohoho - Fischer Heinzi, erzittere!

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