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Seit Jahren ist das Direktschaltgetriebe bei VW erhältlich, jetzt ziehen auch andere Hersteller nach und bieten das Automatikgetriebe an, dessen Zugkraft nie abreißt.
In der Antriebstechnik ist mittlerweile eine der gravierendsten Änderungen seit Erfindung des Automobils im Gang. Nein, hier geht es nicht schon wieder um das Elektroauto, sondern um den Antriebsstrang, der in der Kausalkette der Wirkungsgrade nach dem Motor folgt: das Doppelkupplungsgetriebe.
Es handelt sich um ein automatisiertes Schaltgetriebe, das - im Gegensatz zu konventionellen automatisierten Getrieben - beim Beschleunigen unterbrechungsfreie Zugkraft bietet. Dies ist möglich, weil der nächste Gang bereits vor dem Schalten sozusagen im Hintergrund eingelegt wird und der Gangwechsel durch zwei Kupplungen harmonisch wie der Überblendvorgang bei einem Diaprojektor erfolgt. VW hat es unter dem Begriff Direktschaltgetriebe schon vor Jahren zur Großserienreife gebracht. Nun folgen auch immer mehr andere Hersteller etwa Mitsubishi und Ford (siehe Galaxy/S-Max).
Der Vorteil des Doppelkupplungsgetriebes ist, dass es so komfortabel schaltet wie eine Wandlerautomatik, aber einen signifikant besseren Wirkungsgrad aufweist, der fast so gut ist wie jener eines manuellen Schaltgetriebes, schließlich fehlt der energieverzehrende Drehmomentwandler. Da eine Automatik mit ausgefeiltem Schaltalgorithmus klüger schaltet als der gemeine Mensch, sind mit einem Doppelkupplungsgetriebe sogar niedrigere Verbräuche realisierbar als beim Handschalter. Im Kampf um niedrigere Flottenverbräuche wird das Doppelkupplungsgetriebe die Wandlerautomatik zusehends verdrängen. (Rudolf Skarics/DER STANDARD/Automobil/26.2.2010)
Wer heute noch freiwillig im altagsverkehr herumrührt ist nicht zu verstehen. Ich fahre seit Jahren Automatik in der gehobenen Mittelklasse und oft auch einen Schalter im Altagsverkehr. Das Comfortgefühl ist nicht vergleichbar, selbst ein Smart mit automatik ist besser als jeder Schalter.
...aber wenn alle Pkws standardmäßig auch nur mit einer altbackenen Automatik ausgerüstet wären, würden der Gesamtspritverbrauch in Ö wahrscheinlich niedriger werden. Auf dem Blatt Papier mögen Handschalter besser abschneiden, aber es ist doch so, dass ein Großteil der der Autofahrer gar nicht optimal schaltet / schalten kann. Und der Teil, der in der Lage ist, die Norm-Verbrauchswerte zu erreichen / zu unterschreiten, fährt im Alltag dann oft auch nachlässig...
vielleicht sollte mal automatisch synchronisierende getriebe von nissan (370z) erwähnt werden, das zwar nicht verbrauchsoptimierend wirkt aber bezüglich schalten für schnelle und präzise schaltvorgänge auch ohne zwischengas/zwischenkuppeln sorgt
anmerkung #1:
ja ich weiß, was synchronringe sind und dass man seit ungefähr 500 jahren eigentlich nicht mit zwischengas und zwischenkuppeln fahren muss. das teil macht aber ein bisschen mehr.
anmerkung #2:
ja ich weiß ihr könnt alle super selber richtig und exakt gas geben. das ding kanns soweit ichs aus beschreibungen, berichten und videos herausgesehen habe trotzdem viel besser besser.
Im Artikel ist von "harmonischem Gangwechsel" die Rede.
Der Vollständigkeit halber möchte ich anmerken, dass der Schaltvorgang keineswegs harmonisch, sondern zumindest beim VW-DSG sehr ruckartig erfolgt. Unterbrechungsfrei - ja, harmonisch sicher nicht!
Wie bei allen neuen technischen Erfindungen ist das DSG Getriebe auch mit Kinderkrankheiten behaftet.
Ebenso, wie es schon Rückrufe dazu gab.
Es ist aber eine neue Erfindung und eine technisch komplizierte noch dazu.
Im übrigen kann ich Ihre Aussage zu den Schaltrucken nicht nachvollziehen, da ich weder dies bisher bemerkt habe und auch bei zahlreichen Autozeitschriften, die über dieses Getriebe geschrieben haben, dies so noch nicht erwähnt wurde - im Gegenteil.
So verlockend das supertolle Doppelkupplungsgetriebe zu sein scheint - mich würden jetzt die Fakten interessieren: Was wiegt so ein Ding mehr als ein Handschaltergetriebe mit 5 oder besser 6 Gängen. Dazu sind doch viel mehr Zahnräder oder Wellen nötig!? Wiegt das dann doppelt so viel, dann ist der Performancevorteil schon wieder fast nivelliert. Mehr Reibungsverlust als ein Handschalter hat's auf jeden Fall. Größer wird es auch sein. Ein DSG in einem kleineren PKW unter 150 oder 200 PS bringt's dann ja vermutlich nicht!?
Fensterheber - da geb ich ihnen Recht. Vor 12 Jahren fuhr ich einen UNO Turbo - das war der teuerste Defekt, abgesehen von Service, Kupplung und diversen Verschleißteilen auf 250000 km, kostete um die 3000 ATS. Auf den E-Fensterheber möchte ich heute aber nicht mehr verzichten. Die Kurbelheber vergangener Jahrzehnte waren auch nicht verschleißfrei. Gibt es die überhaupt noch in der unter 10000 Euro Klasse?
kommt aufs auto an. hatte nen mustang gt geborgt, dem hat die automatik sehr gut gestanden. zu meinem jetzigen sportcoupe würds nicht passen. überhaupt nicht, pfui.
gibt halt auch leute denen machts spaß zu fahren und zu schalten und die wollen nicht bloß mim fahrbaren untersatz von A nach B.
und bei nem kleinwagen ists auch nicht ideal weils geld kostet und ein kleinwagen auch durch den niedrigen preis besticht.
das ist doch Technik aus den 1930ern.
Zuerst muss man die nächstgrößere Motorisierung wählen um gleiche Fahrleistungen zum Handschalter zu haben.
Das kostet schon Geld und Sprit.
Dann kostet der Automat - nochmals Geld und frisst Sprit.
Unterm Strich kostet einem so ein Automat dann 6000-8000€ übers Autoleben gerechnet.
Danke, da schalte ich mit der Hand.
da sie für mich richtig ist (Schalten kann ich trotzdem, habe ja lang geübt).
Die Vorteile von einer guten (ruckfrei) schaltenden Automatik - auch Wandlerautomatik - liegen im Komfort und bei der Gelassenheit beim Fahren. Wenn man jedoch Sportlichkeit sucht, dann ist man da meist fehl am Platz - doch das ist mir beim Autofahren fremd (geworden).
lg
Dimple
Es gibt auch Sparefrohs, die kaufen die Milch nicht nebenan beim Greißler, sondern fahren 15 km in den Supermarkt, weil dort die Milch um 15 Cent billiger ist.
Was ich damit sagen will.
Um heute noch beim Spritverbrauch sparen zu können, bedarf es aufwendiger teurer Technik, die im Ergebnis mehr kostet als ein minimaler Mehrverbrauch.
wurden auch aufgezeigt durch die Supereinspritzaggregate von Delphi, die bei Mercedes und VW eingebaut werden.
Sie superfeinen Bohrungen verkoksen bei 30.000 km und dann wird so richtig gespart, aber nur beim Sprit, denn dann steht das Auto oder man läßt es reparieren, um 10 - 15.000 Euro.
Was machen die Hersteller? Sie programmieren die Einspritzmenge an Sprit derart herunter, dass man glaubt, man fährt mit einem Käfer, obwohl man in einem 140 PS-Fahrzeug sitzt.
Und die kleinsten Unreinheiten im Sprit, die es eben gibt, vertragen solche Supertechniken auch nicht.
Habe mir vor 2 Jahren einen Golf mit DSG gekauft. Es war dies meine erstes Fahrzeug mit Automatikgetriebe und entsprechend skeptisch war ich am Anfang. Bereits nach wenigen Tagen hat man sich aber so an das Getriebe gewöhnt, als hätte man nie etwas andres gefahren. Es gibt zwar die Option die Gänge manuell einzulegen, aber die Gänge werden im D-Betrieb so perfekt geschaltet, dass man in der Praxis gar nicht auf die Idee kommt manuell einzugreifen, oder in den Sport-Modus zu schalten. Ich sehen den Vorteil dieses Getriebes aber mehr im Komfort, als in der Verbesserung des Wirkungsgrades. Immerhin habe ich damals einen Aufpreis von knapp EUR 2.000 bezahlt. So groß kann der verbesserte Wirkungsgrad gar nicht sein, dass sich das rechnet.
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