Sauberer Strom aus der Strömung

26. Februar 2010, 19:53
  • Der Erfinder und "Aqua Libre"-Miteigentümer Fritz Mondl vor seiner Strom-Boje
    foto: aqua libre

    Der Erfinder und "Aqua Libre"-Miteigentümer Fritz Mondl vor seiner Strom-Boje

In der Wachau wird das völlig neuartige Wasserkraftwerk "Strom-Boje" getestet

Weißenkirchen - "Im Grunde ist es ein Zufallsprodukt", sagt Fritz Mondl, während er nachdenklich in die Donau blickt. Denn genauso war ihm vor Jahren die Idee gekommen: Als er im Zuge eines vollkommen anderen Projektes am Donauufer eine Boje in der Strömung beobachtete. "Da dachte ich mir: Diese Energie müsste man doch nützen können."

Jetzt, nach Jahren der Entwicklungsarbeit, wird gerade eine ungleich größere Boje von einem Katamaran aus der Donau gehoben - und die erzeugt Strom aus der Strömung. Die "Strom-Boje 2" hat gegenüber vom Weingut Jamek in Joching als zweiter Prototyp die Testphase bereits weitgehend absolviert. Das neun Meter lange und drei Meter breite Kraftwerk produziert - je nach Strömung - 100.000 Kilowattstunden pro Jahr. "Ein Kleinkraftwerk, das weder die Schifffahrt, noch die Landschaft oder die Fische stört", betont Richard Mayerhofer von der Liesinger Firma Bilek+Schüll, die die Kunststoffteile der Strom-Boje entwickelt hat. Ein weiterer Partner des Unternehmens Aqua Libre ist das BEB Fertigungscenter, wo die nötigen Metallteile ausgetüftelt wurden.

Allein in der Wachau wurden für diesen neuen Kraftwerkstyp rund 500 mögliche Standorte ermittelt. In Kombination mit dem nächsten ins Auge gefassten Bojentyp - rund ein Drittel größer, aber mit doppelt so viel Leistung - könnten so insgesamt rund 100 Gigawattstunden pro Jahr produziert werden. Womit allein in diesem Stromabschnitt 30.000 Haushalte mit sauberem Strom versorgt würden - eine CO2-Ersparnis von jährlich 70.000 Tonnen.

Seitens der Wachauer Gemeinden, die sich die Strom-Autarkie als Ziel gesetzt haben, gebe es großes Interesse. Aber noch wird verhandelt. In Sachen Schifffahrt, aber vor allem und wieder einmal - wegen der Einspeisetarife. "Da die Strom-Boje derzeit wie ein konventionelles Kleinwasserkraftwerk behandelt wird, würde man für diesen Strom nur vier bis fünf Cent pro Kilowattstunde bekommen", bedauert Mayerhofer. "In Deutschland bekäme man zwölf Cent", ergänzt Harald Jursitzky von BEB. "Rein wirtschaftlich gesehen müssten wir in Österreich sofort einpacken und in Deutschland weiter machen." (Roman David-Freihsl/DER STANDARD, Printausgabe, 27./28.2.2010)

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Eine 3kW Windkraftanlage kostet komplett rund 3500€. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dieses Ding um 14000€ aufgestellt werden kann.

bitte um konkrete hinweise

hallo herr doktor - wäre es ihne möglich einen konkreten winkrafttyp der komplett ca 3500 euro kostet zu nennen. ich find leider nur immer anlagen die ca 7 bis 12 tsnd euro kosten
vielen dank

Wie viel Strom erzeugt diese 3kW Windanlage im Jahr?

na wieviel wohl?

rechnen :-)

Womit rechnen? Zumindest die Arbeitsverfügbarkeit wäre dafür nötig

steht im posting

steht im artikel.

aber wie man weiter hinten sehen kann, haben sie ja schon beim bilderl schau'n probleme.

Bevor sie rumpöbeln sollte sie lieber lesen,

Die Windkraftanlage kommt von Dr Seltsam

Dr. Seltsam ist ein nick wie gigngogn, nur etwas seriöser.

bin erschüttert über den horizont der poster

am besten ihr macht euch gleich auf nach china und brasilien und frönt dort den megakraftwerken, mit all ihren angenehmen begleiterscheinungen, hier wird mit energie gegen kleine energieeinheiten gepostet - aber alle sind mit dem eigenen pkw unterwegs, da passt dann wieder die kleine einheit, oder?

... alle sind mit dem eigenen PKW unterwegs



Sie, möglicherweise mit einem geklauten?

nein, ganz seltene mit einem geliehenen.

köstlich!

lol

irgendwer wird sich schon finden,

der diese idee abdreht. wenn's nicht die wirtschaftliche komponente ist wird's schon ein lokalpolitiker mit neurosen in sachen selbstdarstellung sein.

HOFFENTLICH!

Machen Sie bitte eine kleine Energiebilanz:
Erdöl fördern, dieses in Kunststoff umwandeln, Erz fördern, daraus Metall machen, Strukturen, Generator etc. bauen, Transport, Stromleitung, Trafo......etc.etc. und dafür bekommen Sie gigantische 10 kW! Das ist energietechnischer Nonsens und erzeugt wirklich unnötige Umweltbelastungen! (Abgesehen davon muss jemand den Unfug auch noch bezahlen).

sie haben es verstanden!

dezentralisierung der stomversorgung kann durchaus vorteile haben und sinn machen. du erzeugst die energie wo du sie auch verbrauchst. meiner meinung nach, ist es sicher besser ein kleinkraftwerk aus den rohstoffen zu basteln als eine bmw 965i der dann wieter mist erzeugt…

Ich brauch Mathe Nachhilfe

"100.000 Kilowattstunden pro Jahr" sind also 10 kW?
und 30.000 Hauslhalte lassen sich mit 10 kW versorgen?

oder sind 100.000 kW pro Jahr 8333,33 kW pro monat?
ca 280 kW am Tag...
bei 30.000 Haushalten sind das 9 W/Haushalt/Tag

Mein Resumee.. ich kann nicht rechnen oder der Artikel ist ein Mathematische Bledsinn...

Die Idee find ich aber großartig


und zur Energiebilanz... xkW*Lebensdauer der Komponeten oder so

Hier die Nachhilfe:

Die 30.000 Haushalte beziehen sich auf das Szenario 500 installierter Einheiten des neueren, doppelt so leistungsfähigen Modells bzw. 100 GWh/Jahr Ausbeute. Somit wird mit einem Strombedarf von ca. 9 kWh/Tag u. Haushalt gerechnet.
Und hier noch die Physiknachhilfe: nicht Leistung (kW) mit Energie=Leistung*Zeit (kWh) verwechseln...

Ausser dier neurotische Lokalpolitiker befindet sich in einer dieser Gemeinden mit Energieautarkie-Wahn, dann wirds zum überraschenden Erfolg. ;-)

so wie Güssing!

dort funz's ja auch...

Das ist schon sehr klein

Dieses "Kraftwerk" hat eine Leistung von rund 10kW. Das ist nun wirklich nicht viel, bedenkt man, dass ein herkömmliche Donau-Staustufe rund 50.000kW bis über 100.000kW aufweist. Also ca. Zehntausendmal größer ist.

Ausserdem fehlt die Angabe was das kostet und wie lange der (wartungsfreie) Betrieb sein kann, bis wieder ein teures Service nötig ist.

Vermutlich ist der in dieser Anlage erzeugte elektrische Strom ca. 10 bis 20 mal so teuer als in regulären Donau-Staustufen erzeugter Strom. Sprich: Nicht wirtschaftlich und nur mit massiven Subventionen und Steuergeld umsetzbar. Ist aber nur eine Vermutung, mangels Angaben und Daten.

herkömmliche Donau-Staustufe

Altenwörth als größtes Kraftwerk hat eine Leistung von fast 330 MW und liefert im Jahr fast 2.000 GWh.
Die kleinen (wie Wien-Freudenau) haben eine Leistung von rund 170 MW und liefern im Jahr rund 1.000 GWh.

aber lustig: Freudenau ist "stranded invest"

was immer das bedeutet......

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