Geheimdienst wollte Chef der Türkenpartei ermorden lassen

26. Februar 2010 19:32

Persönlichen Sekretär Dogans angeworben - dieser soll sich jedoch selbst erschossen haben

Sofia - Der persönliche Sekretär des Vorsitzenden der türkischen Minderheitenpartei DPS in Bulgarien, Achmed Dogan, sollte angeblich seinen Chef für den bulgarischen Geheimdienst umbringen. Dies berichtete der Sprecher der Partei, Kamen Kostadinow, gegenüber dem Fernsehsender bTV. Stattdessen habe Achmed Emin sich allerdings selbst getötet.

Nach Angaben Kostadinows wurde Emin vom kürzlich wegen mafiöser Umtriebe verhafteten Geheimdienstoffizier Alexej Petrow erpresst, um Dogan zu bespitzeln und sogar zu ermorden. Stattdessen erschoss sich Emin vor dem Büro seines Chefs selbst. Der Chef des bulgarischen Inlandsgeheimdienstes, Zwetlin Jowtschew, beteuert allerdings, Emin sein nie Agent der Behörde gewesen.

Neuaufrollung gefordert

Kurz nach der Verhaftung Petrows kommentierte Premier Bojko Borissow, dass für ihn als Ex-Polizisten im mit der Feststellung Selbstmord abgeschlossenen Fall Emin zu viele Ungereimtheiten vorhanden seien. Er forderte die Staatsanwaltschaft auf, den Fall erneut aufzurollen. Das löste eine Reihe von Vermutungen aus.

Der frühere Vizevorsitzende der DPS, Ossman Oktaj, erklärte in einem Interview gegenüber dem Nationalfernsehen BNT1, dass Emins Tod vielmehr Ergebnis einer Geheimfahndung gegen die Korruption in der Reihen der DPS gewesen sei. Laut Oktaj war Emin Hauptperson in den Korruptionsumtrieben seines Chefs Dogan und hatte bei dubiosen Geschäften eine Vermittlerrolle gespielt zwischen Dogan und Ministern sowie hohen Beamten. Oktaj schließt daher eher auf Mord.

Emin, Kabinettschef des DPS-Vorsitzenden Dogan, war am 17. Oktober 2008 im Landhaus seines Chefs mit einem Kopfschuss tot aufgefunden worden. Der DPS-Chef spekulierte bereits damals in einem Gespräch mit der Tageszeitung "Trud" darüber, ob Emin ihn nicht vielleicht sogar selbst hatte erschießen wollen.

Der Geheimdienstoffizier Petrow war am 10. Februar im Rahmen einer Großrazzia gegen die Mafia festgenommen worden wegen Verdachts auf Bildung eines breiten Netzwerkes für Erpressungen, Geldwäsche und Handel mit politischem Einfluss. Er sitzt nach wie vor in Untersuchungshaft. (APA)

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10 Postings
Dame Gruev
01.03.2010 12:44
BLÖDSINN!

1. Die DPS ist die sog. Partei, die über „einen Kreis von Firmen“ verfügt, deren Vorsitzender sich selbst als das Mittel der Macht bezeichnet und als der einzige, der die Macht hat, die Finanzierung des Landes zu regeln, während die Abgeordneten im Parlament keine Macht haben.
2. Die DPS wird niemals eine These in die Welt setzen, wenn diese der Partei schadet! Diese Behauptung hat zum Ziel nicht die Aufklärung des Verbrechens, sondern irgendwelche Vorteile! Emin wurde Tod im Palast des Parteivorsitzenden Dogan gefunden. 2 St. später wurde den Ermittlern „klar“, dass es sich um Selbstmord handelt? Die Ermittlungen wurden eingestellt!

Video. Die Redaktion muss übrigens Stellung nehmen
http://www.youtube.com/watch?v=KtobwYlooY4

Dame Gruev
01.03.2010 16:58
sollte angeblich seinen Chef für den bulgarischen Geheimdienst umbringen. Dies berichtete der Sprecher der Partei

Quatsch! Welcher Geheimdienst wird den Sekretär, die rechte Hand des Chefs, seinen engsten Vertrauten beauftragen, ihn zu ermorden und dabei riskieren, aufzufliegen? Unsinn! In den Geheimdienstkreisen existieren wahrscheinlich viel sicherere Methoden, jemanden diskret zu beseitigen! Und dieser geht hin und bringt sich selbst um, von Schuldgefühle zerfressen? Lächerlich! Vielleicht hat der Pate Dogan ihn selbst demonstrativ umgebracht, um Seinen eine Lektion zu erteilen! Sein Sekretär wollte ihn beklauen, absetzen…?

Außerdem wurde Emin im Palast von Dogan umgebracht und gefunden, nicht VOR SEINEM Büro! Der „Parteivorsitzende“ besitzt etliche Hotels, Palast ähnliche Immobilien und 17 schwer bewaffnete Personenschützer!

Dame Gruev
02.03.2010 08:54
Und wenn wir gerade dabei sind, über DPS zu reden, muss die europäische Öffentlichkeit einige Details über diese „Partei“ wissen!

Sie wurde 1990 offiziell als Partei gegründet, existierte jedoch bereits in den 80er Jahren als Terrororganisation unter dem Namen „Türkische Nationale Befreiungsbewegung in Bulgarien“, verantwortlich für mehrere Attentate: Brände am 06.10.84; Bombenattentat am Bahnhof Plovdiv 30.08.84; Bombenattentat am Bahnhof Bunowo und in Sliwen 09.03.85 mit mehrere Tote und Verletzte, darunter Frauen und Kinder; Pestizidvergiftung des Trinkwassers der Stadt Karnobat 26.12.85. Die Gründungsmitglieder sind derzeit hohe Parteifunktionäre der DPS, wie Ahmed Dogan, Kasim Dal, Ruschen Risa usw.und unermesslich reich, Koalitionspartner der letzten 2 Regierungen. Wahrscheinlich wurden und werden sie von der Türkei gesteuert!

Sahin A.
27.02.2010 10:34
EU-reife Leistung wirklich....

Ava Tar
26.02.2010 22:29

Das wird in Brüssel exakt Null wahrgenommen.

Überwachungskamera1
26.02.2010 20:24
geheimdienste sind auch nimma so geheim...

wo ist jerry cotton

capkin1
26.02.2010 21:55
ja ja

so versucht bulgarien seine türkische minderheit loszuwerden, auch noch als eu mitglied. dabei müssen sie genau wie griechenland, dass es aber auch nicht tut, ihre minderheiten schützen, auch die türkischen, die dort seit jahrhunderten leben.

bacchus1at
28.02.2010 12:29

in einem parlament wird die minderheit nicht geschützt, sondern ......maximal....verboten.

bacchus1at
28.02.2010 12:24

wer schützt den heutzutags minderheten? kennst jemanden?

Apfel vom Baum
27.02.2010 10:26
So ein Blödsinn

Denk mal kurz nach wer die Gerüchte verbreitet, die DPS. Und wer profitiert am meisten von solchen Gerüchten, genau die DPS. Ausserdem war es Borissov der den Fall wieder aufrollen will. Ich würde ja behaupten er wurde von seinen Mafiotischen Freunden, innerhalb der DPS, für den einen oder anderen Grund ermordet. Die DPS versucht wieder die "unterdrückte Minderheit Karte" zu spielen, weil gerade die Geschäfte ihrer Mitglieder untersucht werden. Das war übrigens auch die Meinung von einem meiner bulgarisch-türkischen Freunde als wir die Nachricht gestern gesehen haben und darüber zusammen gelacht haben.

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