Dachverband der Afrikaner

Laute Stimme gegen Drogendealer-Generalverdacht

26. Februar 2010 19:27

Neuer Dachverband der Afrikaner plant rechtliche Schritte gegen Hetze und Hilfsprojekte für Gestrauchelte

Wien - Es gehe darum, ein "Vakuum der Verantwortung" zu füllen, sagt Alexis Neuberg, Leiter des in Wien produzierenden Radiosenders Radio Afrika. Nämlich, dass sich in Österreich bislang niemand wehre, niemand seine Stimme erhebe, wenn über Asylwerber und Einwanderer aus Afrika öffentlich hergezogen werde. "Diese Rolle wollen wir übernehmen. Im Jänner haben wir die österreichweite Afrika Vernetzungsplattform (AVP), einen Zusammenschluss aller interessierten Vereine, gegründet", schildert der in Ruanda geborene Österreicher.

Eine der ersten Handlungen des neuen Dachverbandes wird juristischer Art sein. "Wir werden gegen die Aussagen von FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky vergangenen Sonntag in der ORF-Diskussionssendung Im Zentrum rechtliche Schritte einleiten", kündigt Neuberg an. Denn Vilimskys Äußerungen in der Diskussionsrunde nach dem Nein der Eberauer zu einem Asylwerberaufnahmezentrum seien einem Generalverdacht gegen alle Nigerianer in Österreich gleichgekommen.

"Die meisten Nigerianer - und es sind die polizeilichen Statistiken, die das belegen - werden direkt in Organisationen eingeschleust, die mit Drogenhandel beschäftigt sind", hatte der FPÖ-Politiker am 21. Februar bei Im Zentrum wörtlich von sich gegeben. Laut dem Wiener Rechtsanwalt Oliver Ertl eine unwahre, pauschal verdächtigende und daher "auf den Vorwurf der Verhetzung hin zumindest prüfenswerte Äußerung".

Dem Hinnehmen wollen der AVP-Obmann und Vertreter von Grazer, Linzer und Salzburger Zusammenschlüssen eingewanderter Menschen aus Afrika Lobbyismus und Aufklärung über ihren Heimatkontinent "in einem globalen Kontext" entgegensetzen. Willkommen seien interessierte Einzelpersonen und Gruppen mit Wurzeln in ganz Afrika "auch in den arabischen Staaten des Nordens", betont Neuberg. Insgesamt, so schätzt er, leben in Österreich derzeit "20.000 bis 40.000 Menschen afrikanischer Abstammung".

Öffentliches Fußballschauen

Als erster öffentlicher Auftritt ist, parallel zur Fifa-Fußball-WM in Südafrika, die Veranstaltungsreihe Ke Nako Afrika (Afrika jetzt) vom 11. Juni bis 11. Juli 2010 geplant. An mehreren Public-Viewing-Orten in Wien sollen Besucher über afrikanische Themen informiert werden. Die Stadt Wien ist für Neuberg zudem Ansprechpartnerin für das erste ins Auge gefasste soziale AVP-Projekt: "Wir wollen ein Neuorientierungsprogramm für Afrikaner aus dem Drogenmilieu initiieren. Wir nehmen dieses Problem ernst, ohne zu pauschalisieren ", erläutert Neuberg. Im Büro von Stadträtin Sandra Frauenberger (SP) zeigt man sich interessiert. (Irene Brickner/DER STANDARD, Printausgabe, 27./28.2.2010)

Kommentar posten
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NaWostNetSogst
24.07.2010 20:31

Menschen, egal welcher Herkunft, welche under grauslichen Umständen hausen müssen, nur 40 € Taschengeld im Monat bekommen und denen noch dazu der Weg zu ehrlich verdientem Geld durch ehrliche Arbeit verwehrt ist, sind natürlich anfälliger dafür sich schnell mal nebenbei was zu verdienen. Vor allem wenn die Zukunft auch nicht danach aussieht als wäre eine Besserung der Lebenssituation in Sicht. Mit der Hoffnung geht dann halt auch die Moral über Bord. Leider. Alle Schwarzafrikaner als kriminelle Drogendealer hinzustellen ist zwar falsch, aber was soll man sich von Effen auch anderes erwarten.

NUAZO
27.05.2010 20:53

ich bin echt schockiert über das klima hier. armes wien, armes österreich.

Shaman141
 
12.03.2010 11:07
...

wäre mal interessant wo der herr vilimsky seine statistik her hat...

Ernst Kratochwil
12.03.2010 12:57
gustl
 
02.04.2010 10:36
Was soll denn das bitte für eine Kriminalstatistik sein?

Eine Polizei, die viele Rassisten in ihren Reihen hat wird selbstverständlich versuchen, viele Asyslsuchende Anzuzeigen.

Womit dann natürlich viele Asylsuchende in der Anzeigenstatistik aufscheinen.

Die Frage ist ja nicht, wieviele angezeigt sind, sondern wieviele davon rechtskräftig verurteilt werden. Ich zweifle nicht daran, dass auch hier ein höherer Anteil an straffällig gewordenen unter den Asylwerbern zu finden sein wird, als in der Österreichischen Durchschnittsbevölkerung, halte aber auch diesen Vergleich für unzulässig.

Denn die psychische Situation eines Asylwerbers in Ö. entspricht eher der eines Langzeitarbeitslosen am Existenzminimum, daher wäre der Vergleich eher mit dieser Gruppe zu ziehen.

Ernst Kratochwil
05.04.2010 17:29
Ein Kriminalstatistik über Asylbewerber wird (absichtlich?)

nicht veröffentlicht bzw überhaupt nicht geführt.

Aber anhand aller anderen Indikatioren lässt sich abschätzen, dass der Anteil der Asylwerber an der Kriminalität sehr hoch ist.

Ihre Verunglimpfung der Polizei (Rassisten die absichtlich Ausländer anzeigen) kann man nicht ernst nehmen.

Allein anhand der Anzeigen die "ziemlich sicher" zu einer Verurteilung führen ist erstichtlich wie hoch der Anteil an Kriminellen unter den Asylwerbern ist.

Der Vergleich mit irgendwelchen konstruierten sozialen Gruppen bringt nichts weil es an den Tatsachen (der kriminellen Neigung) selbst nichts ändert.

Brel
08.03.2010 09:51
Mein Afrikaner Bild

hat sich stark geändert seit ich vom Auto auf Öffis umgestiegen bin. Und am täglichen Nachhauseweg vom Schottenring in die Unt. Augartenbrücke werde ich durchschnittlich drei bis fünfmal von überdurchschnittlich (meist sehr jungen) schwarzen Männern angesprochen.
Könnten die Damen und Herrn des klagewütigen Dachverbands vielleicht einfach mit mir mitkommen und mich wissen lassen, was das den soll?

Jörg Schmidt XS
09.03.2010 01:40

vielleicht sollten sie sich mit jenen afrikanern beschäftigen die in der apotheke,universität oder im geschäft arbeiten während sie ubahn fahren..

Sponge Bob
10.03.2010 11:54

Aphoteker ist das Stichwort!
Danke!

Charles Duchemin
04.03.2010 16:54
So schwer ist die Logik doch nicht oder, doch?

Beispiel: Wenn die absolute Mehrheit der Vergewaltiger Männer sind, sind also die Mehrheit der Männer Vergewaltiger?!?
Erkennen wir Parallelen?!?

Ein bißchen nachdenken meine Damen und Herren...

Anton Friesl
06.03.2010 13:28
Dir ist die Logik aber offensichtlich doch zu schwer.,.

Wenn die Mehrheit der BadehosenträgerInnen in einem Schwimmbad Männer sind, dann folgt daraus, dass die meisten Männer Badehosenträger sind.

Wenn das nicht so wäre, dann würden die männlichen Badehosenträger von den Oben-Ohne-Frauen zahlenmäßig übertroffen und dann wären eben diese Frauen die Mehrheit der BadehosenträgerInnen.

Logik-Testfrage: Warum gilt so ein Umkehrschluss nicht bei Vergewaltigungen aber schon bei Badehosen?

Richtige Lösung: Weil Vergewaltigungen seltene Ausnahmen sind (Umkehrschluss ist nicht möglich) aber das Tragen von Badehosen die Regel ist (Umkehrschluss ist richtig).

Charles Duchemin
08.03.2010 09:27
Jaja die Logik ist schon schwer!

Wenn wir davon ausgehen, daß mann alle Menschen in der Situation "Schwimmbad" erleben kann, ist das richtig, was sie posten, aber nur in dieser Situation.

Der Punkt ist aber, daß sich nur eine Minderheit der Männer als Drogendealer ihren Unterhalt verdingen, also können Sie aus einer Geschlechts-, Nationalitäts-, oder sonstigen Verteilung dort, überhaupt nichts über die Mehrheit der Menschen ableiten, auch nicht über die Mehrheit der Afrikaner.

Sie haben ja selbst gesagt, Vergewaltigungen sind Ausnahmen... genauso wie Drogendealer...

Oder haben Sie am Ende mein Posting überhaupt nicht verstanden?!?

politisch verfolgt
09.03.2010 11:38
naja

dazu müssen sie aber auch in betracht ziehen, daß die afrikaner, die zu uns kommen ja kein repeäsentativer querschnitt der bevölkerung ihrer heimatländer sind, sondern im gegenteil für bestimmte aufgaben speziell ausgewählt wurden, sofern sie kriminellen organisationen angehören.

ramazotti
02.03.2010 18:28

Ok. s.g. Dachverband, andersrum gefragt:

Wieviel % der Nigerianer in Wien, arbeiten NICHT als Apotheker sondern sind Akademiker, IT-Schlüsselkräfte, händergerungene Facharbeiter?

Sie haben sicher umfangreiche Daten ihrer Schäfchen um Ihre Argumentation zu begründen.

Zentralkomittee
 
05.03.2010 11:57

apotheker, hehe ;)

Jörg Schmidt XS
09.03.2010 01:41

mein bester freund ist nigerianer und ist wirklich apotheker, auch wenn es in ihr verkorkstes weltbild nicht hineinpasst. soviel dummheit ist kaum zu ertragen.

Roger Sturm
13.03.2010 14:17


Du bist ein Lügner.

Zentralkomittee
 
02.03.2010 14:28
wenn ich mir die sigmundstadl oder weißeneggergasse in lend (Graz IV)anschaue

weiss nicht wprüber sich der herr aufregt.
Da wird gedealt was das zeug hält und keiner der dealer hat europäisches aussehen oder hautfarbe.
die käufer hingegen schon..

eine kleine dezime
01.03.2010 21:58

An alle Poster: Sie befinden sich auf derstandard.at, das Krone-Forum befindet sich auf
http://kurzurl.net/krone-forum676

Death 'n' Roll
02.03.2010 10:10
Was wollen sie damit Sagen?

derStandard.at ist eigentlich denkfrei Zone und sollte bloß nicht mit Tatsachen konfrontiert werden?

eine kleine dezime
02.03.2010 13:56

1) Hier werden keine Tatsachen beschrieben, sondern rassistischer Unsinn gepostet.
2) Wie oft sind Sie in "Deutsch" durchgefallen?

ramazotti
02.03.2010 18:29

Wieviele Jahre haben Sie noch, bis Sie aus der Schule draussen sind?

Onkel Tom
01.03.2010 21:04

Die nigerianische Community könnte - z.B. - die Dealer ausgrenzen statt bei jeder Verhaftung oder Festnahme eines der ihren den Rassismusvorwurf zu erheben und den Generalverdacht mit Generalverteidigung zu beantworten; sonst wird aus einem (eventuellen) Vorurteil ein Urteil.

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