Vertrieben, nicht vergessen

"Österreich-Bild" über das jüdische Burgenland

26. Februar 2010, 17:34
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    foto: orf

    Heinrich Trebitsch kehrte aus Mauthausen nach Eisenstadt zurück.

Norbert Lehner dokumentiert nicht bloß anhand, sondern mehr noch mithilfe dreier sogenannter Zeitzeugen die Vertreibung der burgenländischen Juden

Als hätte der Geist des Öffentlich-Rechtlichen und nicht bloß der unglückliche Zufall Regie geführt: Just in jenem Moment, da im Burgenland die Asyldebatte überkocht, erinnert der ORF eindrucksvoll an den fürchterlichen Anlass für die Verankerung des Asylrechts im unveräußerlichen internationalen Grundgesetz.

Im Österreich-Bild am Sonntag dokumentiert Norbert Lehner nicht bloß anhand, sondern mehr noch mithilfe dreier sogenannter Zeitzeugen die Vertreibung der burgenländischen Juden - und wie kompliziert das Verhältnis der Überlebenden zu ihrer Heimat immer noch ist.

Der Historiker Johnny Moser kämpft immer noch um eine Gedenktafel für die ermordeten Juden am Kriegerdenkmal seines Heimatdorfes Parndorf. Der Eisenstädter Heinrich Trebitsch, der einen Todesmarsch aus seiner Asylstadt Budapest nach Mauthausen überlebte, erinnert sich an die unheimliche Plötzlichkeit der Vertreibung.

Die Güssingerin Alicia Latzer kam 2004 erstmals wieder aus New York ins Burgenland. Ihr waren als Erbin einige Gemälde zugesprochen worden, darunter ein Frauenbildnis von Albin Egger-Lienz. Das freilich hat sie bis heute nicht. Die Spur des Bildes verliert sich in der Neuen Galerie des Joanneums in Graz, wo es zwar inventarisiert, aber nicht zu finden ist. Wahrscheinlich, heißt es in einem Brief an Alicia Latzer, habe sich da "jemand bereichert".

Vertrieben und vergessen nennt Norbert Lehner seine Doku. "Vertrieben" stimmt. "Vergessen" nicht, solange es Österreich-Bilder gibt wie dieses. (wei, DER STANDARD; Printausgabe, 27./28.2.2010)

"Vertrieben und vergessen", ein "Österreich-Bild" aus dem Landesstudio Burgenland, Sonntag 18.25 Uhr, ORF 2

Heimwerkerkönig
 
66
27.2.2010, 19:23
Mediale Komplexzüchterei

Auf dass ausgerechnet die größten Antisemiten, die Moslems, hier ungehindert zuziehen können.
Und diese intellektuellen Borderliner von sogenannten Linksliberalen, kommentieren diese Entwicklung auch noch wohlwollend.

peter56
 
10
Ungeheuerlich, daß sich einer, der so rassistische Gesinnung outet,

sich ausgerechnet Antisemitismus als Argument für seine Islamophobie aussucht.
Glaubens ernstlich, daß Sie jemand ERNST nehmen kann, wenn sie sich derart schwachsinnig äußern?

*Herr der Fliegen
 
34
28.2.2010, 15:29
Wenn ich so postings lese

frage ich mich wirklich, was in der Kindheit solcher (Un-)Menschen wie ihnen falsch gelaufen ist, dass aus den süßen kleinen Kindern solche Kretins werden.
Sie tun mir auf irgendeine art und weise leid, sind in Österreich aber in guter Gesellschaft.

porteño1
03
27.2.2010, 09:51

.. somit ist die Neue Galerie schadenersatzpflichtig, oder soll deren Leitung wegen hervorragender Leistung befördert werden!?

Eine Kreatur
02
27.2.2010, 12:46
restitutionsverhinderung ..

ist in österreich wohl ein auszeichnungswürdiges verhalten ..

porteño1
05
27.2.2010, 18:25

erfolgreich ausgeübt seit 1945 bis zum heutigen Tag

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