USA gaben dem Irak Kunstschätze zurück

26. Februar 2010, 16:28

Sechs besonders wertvolle Stücke wurden im Rahmen einer Zeremonie überreicht

Washington - Fast sieben Jahre nach dem Einmarsch im Irak haben die USA den irakischen Behörden mehr als tausend gestohlene Kunstschätze zurückgegeben. Sechs besonders wertvolle Stücke wurden am Donnerstag (Ortszeit) bei einer Zeremonie in der irakischen Botschaft in Washington übergeben.

Unter den erstatteten Kulturgütern waren eine Münze aus der Zeit um 250 vor Christus, die ein Mann in einem Museum in Houston abgegeben hatte, und Gold-Ohrringe aus dem achten Jahrhundert vor Christus, die nach der US-Invasion 2003 aus dem Irakischen Nationalmuseum in Bagdad gestohlen wurden und im New Yorker Auktionshaus Christie's versteigert werden sollten.

Zurückgegeben wurden auch ein babylonischer Tonkegel mit einer Inschrift aus dem Jahr 2100 vor Christus und ein AK-47-Sturmgewehr mit einem Bild des irakischen Machthabers Saddam Husseins, das US-Soldaten als Trophäe mitgenommen hatten.

Botschafter Samir Sumaidaie bedankte sich bei den US-Zollbehörden, die viel Zeit und Mühe darauf verwendet hätten, irakischen Kulturbesitz, Kunstwerke und Antiquitäten zu identifizieren, zu erfassen und zurückzugeben. Von den 15.000 Stücken, die nach dem Einmarsch der US-Truppen aus dem Nationalmuseum gestohlen wurden, sei inzwischen die Hälfte wieder da. (APA)

Irgendein Jürgen
00
27.2.2010, 02:15

Gut dass die Schätze zurückgegeben werden, aber ich hab irgendwie ein schlechtes Gefühl dabei. Sicherer wäre gewesen, den Irakern nur eine Besitzurkunde oder ähnliches zu überreichen, und die Artefakte noch einige Jahre in den USA auszustellen. Gegen Miete, natürlich.

Klar hat das irakische Volk ein Recht darauf, aber bei der momentanen Sicherheitslage da unten kann's sehr schnell passieren dass die Schätze für immer verschwinden.

albert bickel
00
27.2.2010, 10:08
Iraks Kunstschätze "privatisiert"

kann mich noch gut an die TV-Übertragung von der Eroberung Bagdads erinnern: Das irakische Ölministerium wurde als erstes besetzt, aber das Staatsmuseum blieb unbewacht. Man sah Leute aus dem Museum kommen, die mitgenommenen Kunstschätze stolz emporhebend und sich ein Mann mit einer mannshohen Vase sichtlich schwertat.

Einfach "befreiend"

Anti-mens
02
26.2.2010, 19:32
so wie es ausschaut haben...

..dioe amerikanischen GI´s nicht nur das volk von ihrem diktator befreit, sondern gleich das volk auch von seinen schätzen!

irgendwie kommt mir das furchtbar bekannt vor. zumindest unterscheiden sich die die amis damit nicht wirklich von den russen....... :(

ich weis was jetzt kommt. JA, die haben es auch gemacht, davor hat es der nepoleon auch gemacht, davor haben es die römer getan... ist halt so eine kriegskrankheit, das plündern und befreien. aber immerhin schrieben wir damals 2003/2004. man merkt halt schon ein wenig, dass die amis im knast rekrutieren um ihre GI´s zusammen zu bringen.

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