Sechs besonders wertvolle Stücke wurden im Rahmen einer Zeremonie überreicht
Washington - Fast sieben Jahre nach dem Einmarsch im Irak haben die
USA den irakischen Behörden mehr als tausend gestohlene Kunstschätze
zurückgegeben. Sechs besonders wertvolle Stücke wurden am Donnerstag (Ortszeit)
bei einer Zeremonie in der irakischen Botschaft in Washington übergeben.
Unter den erstatteten Kulturgütern waren eine Münze aus der Zeit um 250 vor Christus, die ein Mann in einem Museum in Houston abgegeben
hatte, und Gold-Ohrringe aus dem achten Jahrhundert vor Christus, die nach der
US-Invasion 2003 aus dem Irakischen Nationalmuseum in Bagdad gestohlen wurden
und im New Yorker Auktionshaus Christie's versteigert werden sollten.
Zurückgegeben wurden auch ein babylonischer Tonkegel mit einer Inschrift aus
dem Jahr 2100 vor Christus und ein AK-47-Sturmgewehr mit einem Bild des
irakischen Machthabers Saddam Husseins, das US-Soldaten als Trophäe mitgenommen
hatten.
Botschafter Samir Sumaidaie bedankte sich bei den US-Zollbehörden, die viel
Zeit und Mühe darauf verwendet hätten, irakischen Kulturbesitz, Kunstwerke und
Antiquitäten zu identifizieren, zu erfassen und zurückzugeben. Von den 15.000
Stücken, die nach dem Einmarsch der US-Truppen aus dem Nationalmuseum gestohlen
wurden, sei inzwischen die Hälfte wieder da. (APA)