Matthias Stauder hat sich seit 1996 fast durchgehend weitergebildet
STANDARD: Am Freitag war der Tag der Weiterbildung. Haben Sie gefeiert?
Stauder: Ich habe mit Freunden angestoßen und mich gefreut, dass im Sommer die letzte langjährige Ausbildung zu Ende gehen wird.
STANDARD: Seit Ende Ihres Studiums an der WU Wien 1996 haben Sie sich fast durchgehend weitergebildet. Was war da alles dabei?
Stauder: Mit den Ausbildungen habe ich 1999 begonnen. Und da war einiges dabei - von Coaching über Hypnotherapie bis zur Psychotherapieausbildung; im Grunde alles Langzeitausbildungen.
STANDARD: Wie hält man das über so eine lange Strecke durch?
Stauder: Es war eine Mischung aus Freude, das zu lernen, was mich erfüllt, und aus Notwendigkeit, um das Erlernte ausüben zu können. Mit mehr Wissen kam mehr Durst.
STANDARD: Weiterbildung kostet Geld und Zeit. Wie haben Sie beides organisiert?
Stauder: Beim Finanziellen frage ich mich das heute noch. Mit dem Beginn der Ausbildungen habe ich mich selbstständig gemacht, habe u. a. Plattformen gegründet und der Lernerei Raum gegeben.
STANDARD: Hätten Sie sich das eine oder andere sparen können?
Stauder: Eigentlich nicht. Natürlich waren die Seminare in ihrer Qualität unterschiedlich. Darüber hinaus habe ich mir den Luxus gegönnt, von den Besten zu lernen.
STANDARD: Kann man es mit der Weiterbildung auch übertreiben?
Stauder: Ja - wenn man nicht in die Situation kommt, das Erlernte umzusetzen. Dann könnten Weiterbildungsmaßnahmen zur Beschäftigungstherapie werden. (Heidi Aichinger, DER STANDARD, Printausgabe, 27./28.2.2010)