Erstmals zehnfache Hoffnung auf den "besten Film"

27. Februar 2010, 19:39

Rennen um Regie-Preis dürfte auf Dreikampf Cameron - Bigelow - Tarantino hinauslaufen

Wien/Los Angeles - Zehn statt wie bisher fünf Filme stehen bei der 82. Oscar-Verleihung am 7. März für die Auszeichnung zum besten Film zur Auswahl. Diese Neuerung, die mit einer komplizierten Verfahrensänderung verknüpft ist, sollte vor allem auch populäreren Filmen eine Nominierung ermöglichen und so auch wieder mehr Menschen vor die Fernsehschirme locken. 2009 hatte etwa auch die Nicht-Berücksichtigung des Animationsfilms "Wall-E" für einigen Wirbel gesorgt.

Mit "Avatar" von James Cameron findet sich heuer dafür der kommerziell erfolgreichste Film aller Zeiten auf dem Tableau, der es mit Sicherheit auch ohne die Erweiterung in die Liste geschafft hätte. Und der neben dem Irakkriegsfilm "The Hurt Locker" von Kathryn Bigelow favorisierte Film für die wichtigste Auszeichnung hat nach dem Triumph bei den Golden Globes wohl auch diesmal gute Chancen. Mit "The Blind Side" von John Lee Hancock und "Precious" von Lee Daniels sind zwei Werke gelistet, deren Grundgeschichte sich weitgehend überschneidet. "Precious" gewann bereits Preise beim Sundance-Festival und in Toronto.

"District 9" von Neill Blomkamp über ein Raumschiff, das über Johannesburg havariert, ist ebenso nominiert wie "An Education" von Lone Scherfig über eine Schülerin, deren ehrgeizige Pläne durch einen jungen Mann auf eine harte Probe gestellt werden, und der Pixar-Animationsfilm "Oben". Bleiben noch "Inglourious Basterds" von Quentin Tarantino, "A Serious Man" von den Coen-Brüdern und "Up In The Air" von Jason Reitman.

Die Regie-Kandidaten

Die Ex-Ehepartner James Cameron und Kathryn Bigelow betonen stets, wie stolz sie auf den jeweils anderen sind. Beide Filmemacher sind im Oscar-Rennen nicht nur für den besten Film, sondern auch für die beste Regie nominiert. Wer das Rennen machen wird, ist recht offen - und auch Quentin Tarantino hat da wohl noch ein Wörtchen mitzureden. 

Bleiben in dieser Kategorie noch Lee Daniels und Jason Reitman übrig. Daniels hat beim Sozialdrama "Precious" über eine misshandelte Jugendliche vor allem mit der Inszenierung seiner Haupt- und Nebendarstellerinnen Gabourey Sidibe und Mo'nique geglänzt. Und Shooting-Star Reitman schickte George Clooney in "Up In The Air" durch den Himmel, um ihn dann wieder hart auf dem Boden der Realität landen zu lassen. Obwohl beide bei kürzlich vergebenen Auszeichnungen stets mitnominiert waren, gingen die Regiepreise zuletzt immer an Cameron, Bigelow oder Tarantino. (APA/red)

 

t-bonesteak
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eine special effects orgie wird als bester film nominiert

und ebenso der tarantino-kram - hollywood beweist wieder einmal wie überflüssig es eigentlich ist...

willibald raubal
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erstmals stimmt nicht. bis 1943 gab es mehr als 5 nominierte für bester film, mitunter sogar 12. 1939 in hollywoods bestem jahrgang waren es 10.

Bernout
 
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Gerade im ORF gehört, dass "The Hurt Locker" der "beste Anti(!)-Kriegsfilm aller Zeiten" ist.
Wenn die vom ORF entsprechend aus dem Kontext gerissenen gezeigten Szenen so plump und unzweideutig gemeint wären, wie sie von den ORF-Cineasten offenbar verstanden wurden, wäre der Film nicht der Rede wert.
Was die da wieder geritten hat? Haben sich wahrscheinlich "Tödliches Kommando" angesehen.

"The Hurt Locker" ist für mich jedenfalls der verdientere beste/r Regie/Film Kandidat. Aber "Dances with Smurfs" wird wohl eher die Oscars die es 1990 abgeholt hat verdoppeln.

IchbinIch5
12

Tarantino! Und wenn schon nicht Tarantino dann doch bitte Bigelow! Wenn das furchtbare "Up in the Air" gewinnt, weiß ich auch nicht mehr ...

-e!-
10

Hoffentlich nicht Tarantino - der war früher besser und bei dem hanebüchenen Inglorious Filmchen musste ich vor Langeweile abdrehen - aber das Marketing ist erste Sahne...

das poppende lottchen
20
28.2.2010, 19:14
möglich wäre:

bester film für avatar, beste regie für bigelow.
der regiepreis für bigelow liegt insofern nahe, als sie die erste oscar-gekrönte regisseurin überhaupt wäre und cameron diesbezüglich ohnehin schon einmal berücksichtigt wurde (bei titanic).

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