Kienbaum-Studie: Vergütung nicht primär "anziehend" - Einstellung der Absolventen hat sich verändert
Berufseinsteiger legen bei der Arbeitgeberwahl vor allem Wert auf Perspektive: Für 68 Prozent der Studierenden sind die persönlichen Entwicklungsmöglichkeiten das wichtigste Entscheidungskriterium. 51 Prozent legen bei der Wahl des zukünftigen Arbeitgebers Wert auf eine kollegiale Arbeitsatmosphäre, 43 Prozent wollen ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Arbeit und Freizeit.
Geld kommt später
Die Vergütung folgt erst an vierter Stelle und spielt für 31 Prozent eine wichtige Rolle. 2008 war das Gehalt noch für 78 Prozent der Absolventen ein entscheidendes Kriterium. Der Standort des Unternehmens ist für ein Viertel der Befragten ausschlaggebend. 15 Prozent achten bei ihrer Entscheidung auf die Beständigkeit des Unternehmens. "Um High Potentials für das eigene Unternehmen zu gewinnen, reicht eine ansprechende Vergütung nicht mehr aus. Absolventen wollen eine Unternehmenskultur, die Perspektiven bietet, und sie legen mehr Wert auf Rekreation." Im Rahmen der Absolventenstudie 2009/2010 hat Kienbaum Communications 353 Absolventen verschiedener Fachrichtungen befragt. Die größte Gruppe bilden die Studierenden der Wirtschaftswissenschaften mit mehr als 60 Prozent. (red, DER STANDARD, Printausgabe, 27./28.2.2010)