"Für WLAN-Hacking muss man kein Spezialist sein"

9. April 2003, 16:16
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52 Prozent der deutschen Betriebe verwenden "unzureichende oder gar keine Verschlüsselung"

Deutsche Unternehmen unterschätzen laut einer Studie die Sicherheitsrisiken beim kabellosen Internet-Zugang über die Funktechnik WLAN (Wireless LAN). Demnach nutzen 52 Prozent der befragten Firmen keine oder eine nur unzureichende Verschlüsselung bei der Nutzung der Technik. Zu diesem Ergebnis kam der Wirtschaftsprüfer Ernst & Young in ihrer Studie "WLAN - ein Paradies für Hacker?", die am Mittwoch in Stuttgart veröffentlicht wurde.

Lukrativer Nischenmarkt

Die WLAN-Technologie, auch bekannt unter den Namen Wireless LAN oder Wi-Fi, gehört zu den Wachstumszweigen der Telekom-Branche. Sie ermöglicht eine deutlich schnellere Datenübertragung als der künftige Handy-Standard UMTS und erfordert keine Lizenzen. Auch die großen Mobilfunkkonzerne haben inzwischen den lukrativen Nischenmarkt für sich entdeckt.

"Für WLAN-Hacking muss man kein Spezialist sein"

"Für WLAN-Hacking muss man kein Spezialist sein. Die notwendige Software ist frei im Internet verfügbar, die Hardware für wenige Euro erhältlich", warnt Ernst & Young-Experte Hans-Georg Büttner. Bei der regelmäßigen Überprüfung der Netzwerk-Sicherheit würde aber jedes fünfte Unternehmen WLAN gar nicht erst berücksichtigen. "Wer sein WLAN nicht ausreichend schützt, sollte sich darüber im Klaren sein, dass dies vergleichbar ist mit dem öffentlichen Auslegen einer beliebigen Anzahl von Hausschlüsseln für die Eingangstür zum Unternehmen", heißt es bei Ernst & Young.(APA)

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