Linzer TV-Sender LT1 via Antenne zu empfangen

10. April 2003, 21:43
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Break-Even noch heuer angepeilt - ORF 2 im Mostviertel auf neuem Kanal

Am Donnerstag um 12 Uhr startete der Linzer Privatsender LT1 den terrestrischen Sendebetrieb. Das Programm von LT1 ist somit nicht mehr nur im Kabel, sondern auch via Hausantenne zu empfangen. LT1 ist nach Salzburg TV der zweite terrestrische Ballungsraumsender, der on air geht. Geschäftsführer Wolfdieter Holzhey rechnet mit einer Verdoppelung der technischen Reichweite auf über 200.000 Haushalte, sagte er am Mittwoch. Einen Ausbau des Programms fasst man für Herbst ins Auge.

30 Minuten "Citynews"

30 Minuten "Citynews" sendet LT1 täglich in einer Wiederholungsschleife. Ein Konzept, von dem man auch künftig nicht abgehen werde, so Holzhey: "Durch die hohe Frequenz erzielen wird die Seherzahlen, die wir möchten." Über den Sommer werde man nun darüber nachdenken, "wie wir im Herbst das Programm erweitern."

Die vergangenen Wochen waren geprägt vom intensiven technischen Ausbau. Nicht nur der ORF-Sender Lichtenberg, bei dem sich LT1 einmietet, wurde vorbereitet, auch die Bürofläche verdoppelt, ein neues Studio wird derzeit gebaut , berichtete Holzhey. Mit dem ORF teilt man sich auch die Sendefrequenz: Täglich von 18.58 bis 19.25 Uhr geht "Niederösterreich heute" auf Kanal 41 auf Sendung, zur nächtlichen Stunde von zwei Uhr bis vier Uhr sendet ebenfalls der ORF.

Neuer Kanal muss eingestellt werden<>

Für rund 48.000 Haushalte im Mostviertel bedeutet dies übrigens auch, dass sie für den Empfang von ORF 2, bisher auf Kanal 41 zu sehen, einen neuen Kanal einstellen müssen. Bereits seit März werden die betroffenen Zuschauer bereits vor "NÖ heute" darüber informiert. Für die Kooperation mit dem ORF fand Holzhey insgesamt lobende Worte. Der ORF-Technik gelte "großer Danke" und auch mit der kaufmännischen Abteilung arbeite man gut zusammen.

Noch nicht spruchreif sei indes die geplante gemeinsame Vermarktung der drei Ballungsraumsender in Wien, Linz und Salzburg. "Der Startschuss dafür wird erst fallen, wenn Puls City TV in Wien zu senden beginnt", meint Holzhey. "Für uns ist das aber ohnehin eher Butter aufs Brot, ernähren müssen wir uns vom lokalen und regionalen Werbegeschäft."

Investitionskosten von 2,5 Millionen Euro

Insgesamt sind nach Holzheys Worten über 2,5 Mio. Euro in die Phase bis zum terrestrischen Betrieb investiert worden. Für den Sendestart selbst habe man nochmals "zwischen 70.000 und 100.000 Euro" aufgewendet, dabei aber davon profitiert, dass die Infrastruktur grundsätzlich schon vorhanden sei. (APA)

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