SARS trifft Fluglinien mehr als Krieg

9. April 2003, 13:55
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Internationaler Luftfahrtverband: Liste der angeschlagenen Fluggesellschaften könnte weiter wachsen

Sydney - Die Verbreitung der tödlichen Lungenkrankheit SARS könnte die Fluggesellschaften nach Einschätzung des internationalen Luftfahrtverbandes IATA schwerer treffen als der Irak-Krieg. "SARS wird wahrscheinlich deutlich schlimmere Auswirkungen auf die weltweite Luftfahrtindustrie haben als der Krieg im Irak", sagte Lasantha Subasinghe, ranghoher Vertreter der IATA, am Mittwoch in Tokio. Weltweit haben Fluggesellschaften wegen der gesunkenen Nachfrage inzwischen Flüge gestrichen.

Krise verschärft

Nach IATA-Angaben könnte die Liste der angeschlagenen Fluggesellschaften weiter anwachsen, wenn sie nicht ihre Kosten in den Griff bekommen. Weltweit leiden Fluggesellschaften bereits unter dem Nachfragerückgang auf Grund des Irak-Krieges, der nach Angaben der Organisation ein zusätzliches Loch von zehn Milliarden Dollar in die Kassen der Airlines reißen dürfte. Durch SARS werde die schlimmste Krise der zivilen Luftfahrt noch einmal deutlich verschärft.

Flugpläne ausgedünnt

Bisher haben sich mehr als 2.800 Menschen in 20 Ländern mit dem SARS-Virus infiziert, vor allem weil Reisende den Virus von Asien aus in ihre Heimatländer mitbrachten. Vor allem große Fluggesellschaften Asiens haben ihre Flugpläne mittlerweile kräftig ausgedünnt. In Hongkong, gegen das die Weltgesundheitsorganisation neben Südchina eine Reisewarnung ausgesprochen hat, fiel am Mittwoch nach Angaben der Betreiber fast jeder dritte Flug aus. (APA/Reuters)

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