bauMax plant Testfiliale in Serbien

9. April 2003, 13:51
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Baumarktkette will in Mittel- und Osteuropa weiter wachsen - Qualitätsoffensive in Österreich

Wien - Die börsenotierte Baumarkt- und Heimwerkerkette bauMax will in den kommenden Jahren in Mittel- und Osteuropa weiter wachsen. Konkret ist als nächste Station eine Testfiliale in Serbien geplant, die in den nächsten zwei Jahren den Betrieb aufnehmen soll, sagte bauMax-Chef Martin Essl am Mittwoch im Klub der Wirtschaftspublizisten in Wien. Nach der Ermordung des serbischen Ministerpräsidenten Zoran Djindjic am 12. März, die "ein echter Schock" gewesen sei, beobachte bauMax die Entwicklung im Land mit großer Sorgfalt. Die jetzige Entwicklung gebe aber Anlass zur Zuversicht.

Ein Engagement in Polen schloss Essl dagegen auf Anfrage kategorisch aus: "Wir bleiben am Boden der Realität, Polen hat so viele Einwohner wie alle unsere anderen Märkte zusammengenommen".

Marktanteil soll auf 30 Prozent steigen

bauMax betrieb zu Jahresende 2002 insgesamt 117 Filialen in Österreich, der Tschechischen Republik, der Slowakei, Slowenien, Ungarn und Kroatien. Heuer sollen acht Filialen dazu kommen. Durch eine Verdichtung des Filialnetzes in den EU-Kandidatenländern will Essl in fünf Jahren den Marktanteil von aktuell 26,5 auf 30 Prozent steigern. Dazu soll auch die Ausweitung des Geschäfts um Baustoffe beitragen.

Außerhalb Österreichs erzielt die bauMax-Gruppe derzeit 42 Prozent ihrer Umsätze. Dieser Wert soll heuer auf 45 Prozent steigen und kommendes Jahr bereits die Hälfte des Gruppenumsatzes ausmachen. Essl peilt für 2003 einen Umsatz um 950 Mio. Euro an, nach 876 Mio. Euro im Jahr 2002. Weitere Zahlen für 2002 nannte er mit Verweis auf die Bilanzpressekonferenz am 20. Mai noch nicht. Für 2004 wird ein Umsatz von 1,5 Mrd. Euro angestrebt. In Osteuropa rechnet Essl mit Zuwächsen von 5 Prozent.

Qualitätsoffensive in Österreich

Da in Österreich der Markt mit einer größeren Baumarktdichte als in Deutschland weitgehend gesättigt sei, setzt bauMax hier auf eine Qualitätsoffensive, die auch mit einem neuen optischen Auftritt einhergehen soll. In den nächsten vier bis fünf Jahren sollen alle bauMax-Märkte auf das mit dem Consulting-Unternehmen Roland Berger erarbeitet "best in class"-Konzept umgerüstet werden. Dieses umfasst eine Neuordnung des insgesamt 42.000 Produkte umfassenden Sortiments auf die vier Bereiche Bauen, Wohnen, Werkzeug und Garten. Auch spezifische Beratungsangebote sowie ein Produkt- und Dienstleistungsangebot, das auch Zuschnitte umfasst, sind geplant. (APA)

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