Zaha Hadids Rom-Pläne

9. April 2003, 13:24
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MAX-XI soll Freude am Museumsbesuch wecken

Rom - Roms Kunstszene will unter der Leitung des Bürgermeisters Walter Veltroni t mit einem neuen Museum für zeitgenössische Kunst zu einer Vitalisierung des kulturellen Angebots der Hauptstadt beitragen. Die gesamte Zone rund um das vom Stararchitekten Renzo Piano errichtete Musikauditorium soll in den nächsten Jahren zum Kultur- und Freizeitpark verwandelt werden.

Die aus dem Irak stammende und auch in Wien lehrende Stararchitektin Zaha Hadid hat dieser Tage mit dem Bau eines Ausstellungsgeländes für die Kunst des 21. Jahrhunderts begonnen, das MAX-XI heißen soll. Das Gelände wird an Stelle einer Ex-Kaserne im nördlichen Teil von Rom errichtet.

Kriesbedingte Verzögerung

Ursprünglich wollte Zaha Hadid am 20. März den Grundstein für ihr Museum der Kunst legen. Der Beginn des Militärangriffs auf den Irak machte aber einen Strich durch die Rechnung. Kunstminister Giuliano Urbani beschloss, den Spatenstich auf einen besseren Moment zu verschieben. "Dies ist kein Tag zum Feiern", sagte Urbani. Die Zeremonie soll nach Ende des Irak-Konflikts stattfinden. Die Arbeiten haben aber trotzdem begonnen und sollen bis Ende 2005 abgeschlossen werden. 60 Millionen Euro wird das Projekt kosten.

"Der MAX-XI soll in den Besuchern die Freude am Museumsbesuch wecken. Wir wollen zugleich auch auf Schönheit und Komfort setzen", betonte die Stararchitektin. Sie wolle der Stadt Rom kein einfaches Museum, sondern auch ein Gelände bieten, auf dem Künstler und Architekten unserer Zeit ihrer Kreativität auf einer 26.000 Quadratmeter großen Fläche zur Schau stellen können. Internationale Gegenwartskunst habe bisher kein Haus in der italienischen Hauptstadt. (APA)

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