Mordprozess Metzler: Neues Geständnis des Angeklagten erwartet

10. April 2003, 13:58
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Bisherige Aussagen dürfen wegen Folkterandrohung nicht verwendet werden

Frankfurt/Main - Im Frankfurter Prozess um den Tod des Bankierssohnes Jakob von Metzler wird am Freitag ein neues Geständnis des Angeklagten Magnus G. erwartet.

An seinem 28. Geburtstag will er nach Ankündigung seines Verteidigers schildern, wie er am 27. September vergangenen Jahres den elf Jahre alten Buben entführt und getötet hat. Der angehende Jurist G. ist wegen Mordes und erpresserischen Menschenraubs angeklagt.

Das Frankfurter Landgericht hatte zum Auftakt am Mittwoch entschieden, dass alle bisherigen Geständnisse G.s bei Polizei, Staatsanwaltschaft und vor einer Richterin im Prozess nicht verwendet werden dürfen.

Folterandrohung

Grund ist ein umstrittenes Polizeiverhör, bei dem ein Vernehmungsbeamter den Verdächtigen mit Folter gedroht hat, falls er nicht das Versteck seiner Geisel preisgebe. G. hatte daraufhin die Beamten zu dem Versteck geführt. Wegen der Aussageerpressung läuft ein weiteres Ermittlungsverfahren gegen Vize-Polizeipräsident Wolfgang Daschner und einen Polizeibeamten. (APA)

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    Der 27-jährige Jusstudent Magnus G. ist angeklagt, den elfjährigen Jakob von Metzler (Bild) am 27. September 2002 verschleppt und ermordet und von den Eltern eine Million Euro Lösegeld erpresst zu haben. G. hatte die Entführung und Tötung des Buben mehrfach gestanden und die Ermittler zur Leiche des Elfjährigen geführt. Als Motiv für die Tat vermutet die Staatsanwaltschaft Habgier. Der Prozess ist zunächst bis Juli anberaumt.

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