Das Operetten-Wettsingen von Götzis

9. April 2003, 12:33
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Parallel zu den Leichtathleten

Bregenz/Götzis - In Götzis (Bezirk Feldkirch) steigt am 30. und 31. Mai zum ersten Mal der ausgeschriebene internationale Operetten-Gesangswettbewerb der Vorarlberger Marktgemeinde. Junge Sängerinnen und Sänger können - zeitlich parallel zum internationalen Leichtathletik-Meeting - vor einer Jury unter Vorsitz von Kammersängerin Ingeborg Hallstein ihr Können unter Beweis stellen und haben Aussicht auf gut dotierte Preise. Meldeschluss ist der 15. Mai.

Götzis gilt als Zentrum der Operettenmusik im Bodenseeraum. Das "Musiktheater Vorarlberg", ein Verein mit Sitz in Götzis, pflegt das Musikgenre Operette weiter. Die Marktgemeinde Götzis hat sich deshalb entschlossen, alle zwei Jahre einen Internationalen Operetten-Gesangswettbewerb in der im März 2000 eröffneten Kulturbühne "AmBach" durchzuführen, kündigte Wettbewerbsleiter Armin Bell an: "Wir hoffen, sowohl mit den Preisen als auch mit der prominent besetzten Jury auf Interesse zu stoßen".

Pflicht und Kür

Der Wettbewerb ist für Nachwuchssängerinnen (bis 30 Jahre) und Sänger (bis 32) aus aller Welt offen und soll laut Bürgermeister Werner Huber einerseits jungen Talenten eine Starthilfe zu einer erfolgreichen Karriere bieten, andererseits die Marktgemeinde Götzis als musischen, weltoffenen und sympathischen Ort der Begegnung für die Jugend aufzeigen. Die drei Hauptpreise sind mit 5.000, 3.000 und 2.000 Euro auch im internationalen Vergleich ansehnlich dotiert. Jeder Teilnehmer muss laut Bedingungen zwei Pflichtarien sowie eine Arie nach freier Wahl singen.

Die Liste der Pflichtarien umfasst Werke von Kalman (Gräfin Mariza, Csardasfürstin), Lehar (Lustige Witwe, Paganini, Giuditta, Zarewitsch, Land des Lächelns), Millöcker (Bettelstudent), Johann Strauß (Fledermaus, Zigeunerbaron, Nacht in Venedig, Wiener Blut) oder Zeller (Vogelhändler). Der Jury unter Vorsitz von Kammersängerin Hallstein gehören weiters an: Robert Herzl (ehemals Volksoper Wien), Chefdirigent Volker M. Plangg (Staatsoperette Dresden), Klaus Rak (Leiter der Oper und Chefdisponent Ulmer Theater), Kapellmeister Reinhardt Schmidt (Coburg; St. Gallen; Wien), Musikdirektor Georg Schmöhe (Tiroler Landestheater). (APA)

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