"Enter the Past"

9. April 2003, 12:29
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Archäologie-Kongress in Wien über den informations-technologischen Umgang mit Kulturgut

Wien - "Enter the Past - The E-way into the four Dimensions of Cultural Heritage", ist das Thema eines Archäologie-Kongresses (8. -12. April) im Wiener Rathaus. Rund 550 Experten aus 53 Ländern treffen sich nach Angaben der Rathauskorrespondenz zur Auseinandersetzung mit der Frage, wie mit dem globalen kulturellen Erbe heute informationstechnologisch nutzbringend umgegangen werden sollte.

Das Thema des Kongresses hat durch den Irak-Krieg höchst unerfreuliche Aktualität erhalten. Die Gefährdung historischen Kulturgutes ist deshalb so problematisch, weil sich menschliche Gemeinschaften in hohem Maß über Kultur definieren und ihre kollektive Identifikation darüber beziehen. "Hier kommt der Archäologie eine besondere Stellung zu, weil sie sich mit Objekten aus allen Kulturperioden der Menschheitsgeschichte beschäftigt und diese zum Sprechen bringen muss", betont Stadtarchäologe Ortolf Harl.

ENTER

Der Titel "Enter the Past" bezieht sich auf "enter" im Sinne des Eingabebefehls am Computer. Die "vier Dimensionen des Kulturellen Erbes" bedeuten, dass auf dem Bildschirm sowohl "die Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen als auch die Gegenwärtigkeit des Ungegenwärtigen dargestellt werden", heißt es weiter im Text. Als zukunftsorientiertes Zeichen wird der Kongress von Telekom Austria mit "SmartWebCast" live im Internet übertragen - und zwar sowohl zur Originalzeit als auch zur günstigsten Empfangszeit in Ostasien und Amerika.

Insgesamt stehen 218 Vorträge, elf Workshops und eine Exkursion nach Carnuntum auf dem Programm des Kongresses. Vorbereitet wurde er von der Stadtarchäologie Wien in Zusammenarbeit mit deutschen, französischen, britischen und amerikanischen Institutionen. (APA)

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