Interreligiöser Dialog

"Wo, wenn nicht in der Schule?"

25. Februar 2010 18:53

Debatte über "Religion im Klassenzimmer" am 3. März

Die Plattform "Christen und Muslime" (christenundmuslime.at) nutzte eine Debatte über "Religion im Klassenzimmer" (moderiert von Standard-Chefredakteurin Alexandra Föderl-Schmid) Mittwochabend, um dazu eine gemeinsame Erklärung zu erarbeiten. Das interreligiöse Gesprächsforum - vertreten durch den evangelischen Bischof A. B., Michael Bünker, der mit Amena Shakir (Leiterin des Studiengangs "Islamische Religion"), Brigitte Moser-Zoudjiekpon (Erzdiözese Wien) und Heide Schmidt (Gründerin des Liberalen Forums) diskutierte - betont die identitätsstiftende Rolle von Religion, der auch die vielzitierte "Entkirchlichung" nichts anhaben konnte. Der "säkulare Staat" sei daher gefordert, "seinen Bürgern einen breiten Zugang zu religiösen Sinnangeboten zu sichern", heißt es in dem Papier. Dialog, zumal interreligiöser, setze aber Wissen voraus - und "wo sonst, wenn nicht in der Schule", könne dieses "erlernt und eingeübt werden"? (nim, DER STANDARD - Printausgabe, 26. Februar 2010)

Bericht über die Diskussion "Religion im Klassenzimmer" am kommenden Mittwoch im schülerStandard

Link
christenundmuslime.at

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17 Postings
misfits74
 
02.03.2010 11:44
FalschFalschFalsch

endlich diese religiöner weg von den Kindern! Wir leben nichmehr unter der fuchtel von päpsten und imams!!!!!! das is alles nur privatsache von mündigen bürgern - somit keine kinder zur religion mehr zulassen!! schützt sie vor diesen geistvergiftern und missbrauchern!!!!!"!

nina yankow
02.03.2010 15:26

falls Sie noch nicht unterschrieben haben: auf www.laizismus.at kann man eine initiative unterstützen, welche die privilegien der kirchen und religionsgemeinschaften endlich mal parlamentarisch diskutiert haben will.

nina yankow
26.02.2010 15:16

über religion kann im klassenzimmer und auch in der gesellschaft insgesamt nur dann auf einer gemeinsamen basis gesprochen sinnvoll gesprochen werden, wenn es auch einen gemeinsamen unterricht über ethik und religion gibt. wie viele katholiken glauben auch nach 12-13 Jahren Schulbesuch, ihre Religion sei für die Werte unserer Gesellschaft verantwortlich? wie viele gläubige haben sich ernsthaft mal mit der relativität ihres glaubens (den sie meist nur haben, weil ihre eltern zufällig zu diesem glauben erzogen wurden) beschäftigt und ernsthaft die möglichkeit in betracht gezogen, dass religionen vielleicht nur deshalb entstanden sind, weil es keinen rechtsstaat, kaum bildung und daher auch keine sinnvolle auseinandersetzung mit werten gab?

redram
01.03.2010 21:12
bitte darum, auf eine verpflichtende

einbindung der werte der Aufklaerung nicht zu vergessen

zwergleviathan
01.03.2010 10:57
ethik-unterricht? ja!

konfessioneller religionsunterricht? nein!

letzterer sollte für jugendliche grundsätzlich nicht geboten werden um auch wirklich jene gläubigen in einer Religion zu finden die sich auch zu den werten der gemeinschaft aus freien stücken entschieden haben

nemo sander
01.03.2010 19:53
dann melde dich vom religionsunterricht ab und deine kinder auch

aber zwing nicht andere dazu, den religionsunterricht nicht besuchen zu dürfen.
wir sind doch nicht in einer stalinistischen diktatur!

skeptix
 
02.03.2010 11:33
wer redet hier von zwingen (#2)?

stell dir vor, NIKE hätte auch ein konkordat mit dem staat, vielleicht nicht seit 1933 wie die katholische kirche (was war da nochmal?), aber lange genug, um deine kinder von der ersten klasse bis zur matura einmal pro woche mit der NIKE-sicht auf die welt vertraut zu machen.

skeptix
 
02.03.2010 11:24
wer redet hier von zwingen?

diese argumentationsweise, nemo, ist eigentlich typisch für die "beleidigten", von denen im interview so treffend die rede ist. es gibt "beleidigte" überall. zwergleviathan wird (bewusst?) fehlinterpretiert. ist in diesem forum etwa nicht die rede davon, was jede/r für richtig hält? ich stimme zwergl. zu, die schule sollte kein ort sein, wo eine politisch (!) motivierte privatorganisation (egal ob kirche, islamisten, buddhisten, fussballvereine, turnschuhhersteller, kommerzielle fernsehsender) oder andere den kindern per staatlichem auftrag ihre (wiederhole: politische!) agenda als unterrichtsstoff unterjubeln dürfen. sinnvoller wären fächer wie politologie, mehr geschichte, evtl. sogar vergleichende religionswissenschaft.

Die Ilse vom Alsergrund
 
01.03.2010 21:12
Und wie komme ich dazu,

über meine Steuergelder religiöse Indoktrinationen mitfinanziern zu müssen?

Meine Kinder sind vom Religionsunterricht bereits abgemeldet, zahlen darf ich aber weiterhin!

Fein, gell?

nina yankow
02.03.2010 15:23

genau, zahlen darf man trotzdem, und einen ersatz für die zwei religionsstunden gibt es nur an wenigen schulen.
davon abgesehen ist es ein schuss ins knie, wenn eine multikulturelle gesellschaft (und das IST österreich und wird es auch immer sein) bereits in der schule in der ausbildung einen unterschied macht und eine separation vollzieht zwischen von (taufschein-)christen und kindern von (nicht abgemeldeten) moslems.

zwergleviathan
26.02.2010 10:54
die Religionen der Eltern führen Krieg

gegen einander durch das Buhlen um Mitglieder.

Diese werden meist von Kindesbeinen an in eine "Tradition" gezwungen ohne die Möglichkeit wirklich "frei" zu wählen. Die Initiation von Kleinkindern dient also Primär der Mitgliederwerbung, zusammen mit dem Gebot "seid fruchtbar und vermehret euch" der Christen ist das nichts anderes als eine Kampfansage beim Rennen um die Dominanz dieser Verbrechervereine.

Die "freie Wahl" ist frühestens mit dem Einsetzen der "Reife" eines Menschen möglich, daher ist jeglicher konfessionelle Religionsunterricht als Propaganda bzw. Gehirnwäsche striktest abzulehnen.

Die Ausbildung ist ein "staatlicher" "weltlicher" Auftrag, in dessen Erfüllung Religionen niemals eingreifen dürfen. ( --> Säkularismus)

chilli p.
26.02.2010 09:16
gegenfrage: warum in der schule?

und gegenbehauptung: überall besser als in der schule.

(weil die gestellte frage ja auch beides enthält.)

opti
25.02.2010 21:34
religion gehört nicht in die schule

ethik ist durch menschliches nachdenken entstanden, ohne "glauben" und weihrauch.
religionen haben sich die dem machtstreben ihrer menschlichen erfinder dienenden passgen der ethik angeeignet, mit leicht verständlichen märchen erweitert und dann mit der göttlichen wahrheit ausgestattet. zur besseren durchsetzung wurden noch die strafen der hölle erfunden.
wenn nun in der schule ethik unterrichtet wird, können die roligionäre alle menschen, sobald sie wahlberechtigt sind, in ihre werbeveranstaltungen einladen, die mitgliedsbücher verkaufen und beiträge einsammeln. das ist dann ein fairer wettbewerbsrahmen.
bis zum wahlalter sollte der staat unsere kinder vor religionen, alkohol, drogen, waffen und anderen gefahren beschützen.

isai
28.02.2010 21:53
"sollte der staat unsere kinder vor religionen, alkohol, drogen, waffen und anderen gefahren beschützen"

Soll der Staat also die Kinder von Geburt auf erziehen, sie auch vor religiös lebenden Eltern (u.a. Gefahren) schützen?

"Bis zum Wahlalter" ist auch ein gutes Argument ;-)
Vorher übernimmt der Staat die Kinder, dann lässt er sie wählen ... werden sicher bis zum Wahlalter komplett wertfrei erzogen und absolut keiner "Gehirnwäsche" unterzogen ... brave new world ;-)

opti
28.02.2010 23:29
die ewig dumme polemik

ethik ist nicht wertfrei
in "unserer" welt sind die menschnrechte basis des zusammenlebens anerkannt. es auch eine ethik die ohne religion gelebt und unterrichtet werden kann.
in dieser welt ist diese ethik auch wesentlicher bestandteil der meisten religionen.
wenn diese ethik von den staatlichen bildungseinrichtungen vermittelt wird steht sie nicht im gegensatz zu den elterlichen religionen.die entscheidung mit welchem verein jemand sie eine engere verbindung eingehen bleibt den kindern offen. die eltern haben eine faire chance ihren verein bevorzugt ins rennen zu schicken.
zur "gehirnwäsche": wir leben in einer demokratie und nicht im gegensatz zu unserem staat, wir sind der staat

religionen sind gehirnwäsche ohne demokratie


nina yankow
26.02.2010 15:17
I bis
25.02.2010 19:37
Konfessionell getrennter Religionsunterricht ist unsinnig.


Statt Integration und das Gegenseitige Kennenlernen und Verständnis zu fördern, werden die Kinder fein säuberlich getrennt: Hier die Katholiken, da die Muslime, dort die Evangelischen. Zudem ist der heutige Religionsunterricht organisatorischer Irrsinn (Stundenplanerstellung, Koordination der Klassen und Schulen) und teuer (mehrere Lehrer für jede Klasse).

Besser wäre ein gemeinsamer Unterricht für Ethik und Religion, in dem dann eben die Grundzüge mehrerer Religionen behandelt werden und auch Diskussionen zwischen den Konfessionen möglich sind.

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