Islamische Glaubensgemeinschaft

Muslime, bitte melden

25. Februar 2010, 18:45

Die IGGiÖ will einen Überblick über Gläubige und Moscheen in Österreich

Seit Beginn 2010 bittet die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGiÖ) alle österreichischen Muslime, Moscheen und muslimischen Verbände, sich bei ihr zu registrieren. Anders als im Christentum gibt es im Islam keine Taufe - daher fehlt der IGGiÖ bisher der Überblick über mögliche Mitglieder.

Als die Gemeinschaft 1979 gegründet wurde, lebten in Österreich 4000 bis 5000 Muslime. Heute sind es 400.000 bis 500.000, schätzt Amina Baghajati von der IGGiÖ: etwa sechs Prozent der Bevölkerung. Die letzte offizielle Erhebung war die Volkszählung im Jahr 2001. Damals lebten 340.000 Muslime im Land: rund vier Prozent der Bevölkerung.

Langfristiges Ziel der IGGiÖ ist es, dass Eltern ihre Kinder gleich nach der Geburt als Muslime registrieren - so selbstverständlich, wie sie sie am Standesamt melden. Gründe dafür gibt es viele: Ein Adressverzeichnis erleichtert Zusendungen und Vernetzung. Der Bedarf für muslimische Seelsorge oder Bildungseinrichtungen kann erhoben werden. Es erleichtert die Ausstellung eines Bescheides über die muslimische Religionszugehörigkeit für den Religionsunterricht oder einen Platz auf dem islamischen Friedhof. Schließlich sollen so die Wahlberechtigten für die lokalen Vertretungen bestimmt werden, die wiederum den Schurarat wählen, eine Art "Parlament" der österreichischen Muslime. Noch 2010 sollen diese Wahlen durchgeführt werden.

Einfach wird die Registrierung nicht. In Österreich darf es laut dem Islamgesetz aus dem Jahr 1912 nur eine staatlich anerkannte Vertretung der Muslime geben: "Wer sagt: ,Ich bin Muslim', wird von der IGGiÖ vertreten - so wie es nur eine katholische Religion gibt", erklärt Nikolaus Pelinka, Sprecher des Unterrichtsministeriums, das für Kultusangelegenheiten zuständig ist. Doch allein in Wien gibt es aber etwa 100 Gebetsräume und Vereine verschiedenster islamischer Strömungen - und vor allem türkisch-religiöse Gruppen wollen von der IGGiÖ nicht vertreten werden. Die Religionsgemeinschaft der Aleviten (60.000 Mitglieder) hat sich sogar vor dem Verfassungsgerichtshof beschwert und fordert eine Aufhebung des Islamgesetzes.

Stärker als religiöse Unterschiede präge die Muslime aber ihre unterschiedliche Herkunft, meint Baghajati. Die meisten Muslime in Österreich stammen aus der Türkei oder Bosnien, andere kommen aus dem Iran oder Saudi-Arabien.

Den Abnabelungsprozess von der Herkunftsgesellschaft will die IGGiÖ erleichtern. Langfristig soll eine eigene Identität entstehen, muslimisch und österreichisch gleichzeitig. Dann, so Baghajati, werde eine Registrierung keine Zählung mehr, sondern ein "spannender Transformationsprozess" sein. (tob, DER STANDARD - Printausgabe, 26. Februar 2010)

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Gerhard Schwarz
 
04
14.10.2010, 00:55

Die Perfidie der desintegrativen reaktionären IGGiÖ besteht in der Punzierung von Menschen nach Religionszugehörigkeit. Das ist Diskriminierung pur - und völlig HC-konform.

Alexander Patjomkin
02
Die westliche Kultur hat schon längst mit der Religion als Staatssache abgerechnet,

und jetzt kommt dieser Sch.. wieder.
Und Europa will dagegen nichts tun.
Die gesättigten können ja die eigene Kultur und
eigenes System und auch den eigenen Wohlstand nicht mehr verteidigen.
So gingen halt immer die grossen Reiche zu grunde.

Al Aziz
 
00
17.5.2010, 19:43
Die Anmeldung...

...bei einem religiösen oder sonstigen Verein müsste mit der AKTIVEN Zustimmung/Unterschrift des Kindes geschehen, wenn es reif genug ist die Bedeutung dieser Handlung verstehen und beurteilen zu können.

Denn wie wir alle wissen: Im Glauben gibt es keinen Zwang (außer verschiedene Methoden und Mittel die Kinder zu programmieren)! Gell, liebe Katholiken, Muslime ...? :-)

Mazzesinsulaner
 
00
22.9.2010, 06:58

wo liegt rein juristisch das Problem, wenn die gesetztlichen Vertreter (Eltern) eines Unmündigen für disen einen Vertrag (Beitritt zu einer Religionsgemeinschaft) schliessen? Dieser Vertrag verursacht keine Kosten für den Unmündigen, da Kirchenbeiträge erst ab dem Zeitpunkt eines eigenen Einkommens anfallen. Es ist also genug Zeit zum austreten.

Sternchen100
02
17.5.2010, 10:40

Zitat: "Dann, so Baghajati, werde eine Registrierung keine Zählung mehr, sondern ein "spannender Transformationsprozess" sein." Wohin diese arabische Wahabit-Fundamentalistin die österreichischen Sunniten, Schiitien, Ismaeliten, Aleviten und Ba'hai transformieren will, wissen wir schon: zu arabische Wahabit-Fundamentalisten.

Sternchen100
03
17.5.2010, 10:37

Der von arabischen Wahabiten dominierte IGGiÖ sollte sich brausen, die Mehrheit der Muslime in Österreich lehnen diese Fundis ab.

Traurig, dass die österreichische Regierung den IGGiÖ als (einzige!!!) Glaubensvertretung anerkennt, vermutlich um sich bei Saudiarabien einzuschleimen.

Gerhard Schwarz
 
03

Was juckt eigentlich irgendwen, wieviele Avergläubische es gibt?

queen
00
Wozu ne Zählung so ein Schwachsinn ! Die arbeitet doch für Strache bestimmt!

josefa maier449
17
Bagajati ist eine sehr radikale Vertreterin des

Koftuches und d. Scharia (siehe Zeitschrift die Furche August 2008), sprich gehört zu den hartgesottenen Fundis. Der Verein wird mit Steuergeldern unterstützt und gehört sofort aufgelöst. Wer sagt dass ein Gesetz nämlich das Islamgesetz aus dem Jahr 1912, heute noch gültig sein muß?
Wie schrieb schon Henryk m. Broder
"Kritische Geister, die gestern noch mit Marx der Meinung waren, Religion sei Opium fürs Volk, fanden plötzlich, man müsse doch Rücksicht nehmen auf rel. Empfindungen, vor allem, wenn sie von Gewaltakten begleitet werden"
(zum Thema Meinungsfreiheit im Karikaturenstreit)

as asdad
05
Machtanspruch der IGGÖ

die IGGÖ spielt sich selbst als der legitime Vormund der ganzen Muslime in Österreich ab. Eine Berechtigung die Sie mit Geschick vom österr. Staat bekommen hat, sonst aber von niemandem.

Die IGGÖ will ihre politische Macht ausdehnen, dazu braucht sie aber wenigstens mal passive Mitglieder, die sie nicht hat.

Dieser Verein repräsentiert genau seine eigene Chefetage, Bagajati und Shakfeh, ansonsten nicht viel mehr.

teflon
 
16

Nicht zu vergessen das Netzwerk, das das Protektionskind der Wiener SPÖ Omar Al Rawi aufgebaut hat.

Gerhard Schwarz
 
02
12.3.2010, 22:33

Diesen politischen Wahnsinn wird die Wiener SPÖ noch bitter zu bereuen haben.

Thomas Wetschnig
01
26.2.2010, 20:22
Dann wäre es nicht schlecht ..............

.......... wenn sie auch eine Bescheinigung über die Registrierung bekämen, damit sie später mal keine Probleme bekommen, wenn sie austreten wollen. Nach geltendem Gesetz ist dies mit Vollendung des 14. Lebensjahres auch ohne Zustimmung der Eltern möglich.

desillusionierend
18
26.2.2010, 16:29
informationen:

liberale muslime - kämpfen seit jahren gegen reaktionäre islamische glaubensgemeinschaft, die aleviten und anderen gemäßigten ihren reaktionären schulunterricht aufzwingen etc.

http://www.iidz.at/

der staat macht einen riesigen fehler, dass er nur die IGGiÖ anerkennt! solche einrichtungen gibt es nicht einmal in sog islamischen ländern!

http://www.iidz.at/ilmoe.html

zwergleviathan
21
26.2.2010, 11:36
die religiöse ausrichtung ist privatsache

und geht eigentlich kaum jemanden was an..... sofern nicht besondere rechte/pflichten direkt zu berücksichtigen sind (Arbeitgeber, Ernährung, med. Behandlung) und man nicht die konfession nach den feiertagen hin- und herwechselt ist es kaum relevant wo und vor wem man niederkniet.

die gewünschten Zahlen liessen sich auf Basis der Melderegisterdaten erheben (dort hat man ja die Religion auch anzugeben), wozu also eine "Erhebung"?

da regt sich irgendwie die Angst daß man eines Tages einen Halbmond- oder Fischaufnäher auf der Kleidung zu tragen hat...

Chien de Pique
02
26.2.2010, 20:36

Die IGGiÖ will Halbmondaufnäher??
Für Frauen gibt es etwas Vergleichbares allerdings eh schon.

Mon Gole
11
26.2.2010, 11:01
Religion sollte erst ab 18 erlaubt sein!

Religion steht für mich mit Alkohol, Tabak und Pornographie auf einer Stufe.

Die Eingliederung von Säuglingen und Kindern in eine Religionsgemeinschaft muss verboten werden!

Chien de Pique
01
26.2.2010, 20:54
Damit drängen Sie die Leute in die Kriminalität und begeben sich auf eine Ebene mit Diktaturen wie Nordkorea. Nur tatsächlich Ungläubige, für die die Kirche nur mehr Folklore ist, werden sich an solche größenwahnsinnigen Verbote halten. Sie werden

läubigen schlicht nicht verbieten können, ihren Kindern das mitzugeben, was sie nach ihrer Meinung nicht nur für dieses Leben brauchen werden, sondern zur Erlangung eines ewigen. Zudem haben Kinder jedenfalls in der kath. Kirche das Recht, ab einem bestimmten Alter die Sakramente wie die Taufe einzufordern - und die sind ihnen dann zu gewähren.
Dann gibt es halt heimliche Taufen, ein neues Katakombenchristentum, gibt es religiöse Unterweisung in dunklen Kellern - und die Gläubigen riskieren, Märtyrer zu werden. Wie in Nordkorea.
Auch ist so ein Verbot die beste Methode, für die Sache bei Kindern erst ein Interesse zu wecken - wie bei Drogen, Alkohol, Zigaretten, Pornos, Satanismus... der Religionsunterricht treibt es ihnen hingegen aus.

universelles recht auf atomwaffen
20
26.2.2010, 17:01
als vater/mutter hab ich ein recht darauf wie ich das kind wofür ICH verantwortlich bin erziehe

das ist meine privatsache, gottseidank leben wir in einer noch bürgerlichen gesellschaft wo privat vor staat geht.

mein kind gehört mir PUNKT.

zwergleviathan
13
26.2.2010, 17:29
Ihr Kind gehört nur sich selbst

wenn sie das nicht verstehen sind Hopfen und Malz verloren, schliesslich ist die Sklaverei schon lange abgeschafft und das Recht auf FREIE Entfaltung ist ein GRUNDRECHT.

Wie FREI kann diese stattfinden wenn Vorurteile und subjektive Wahrheiten in der Schule gelehrt werden?

universelles recht auf atomwaffen
00
27.2.2010, 01:07
noch wichtiger: die kommunistische kontrollgesellschaft ist auch abgeschafft

es lebe das bürgertum, es lebe:

MEHR PRIVAT WENIGER STAAT

mein kind muss nicht ein sklave der gesellschaft sein, für deinen einheitsbrei gründe dir bitte eine kommune mit gleich(schwach)gesinnten...

Chien de Pique
01
26.2.2010, 20:44
Zur freien Entfaltung gehört unabdingbar, sein Kind in seinem Sinne erziehen zu dürfen und ihm jene Erfahrungen, Wissensschätze und Werte

mitzugeben, mit denen es - nach eigenem besten Wissen und Gewissen - das Leben am besten wird meistern können, die ihm seinerseits eine optimale Entfaltung erlauben.
In der Schule werden zwangsläufig immer Vorurteile und subjektive Wahrheiten gelehrt werden (in Ihrer Welt dann halt nur mehr bestimmte nicht mehr, dafür anderen von der Obrigkeit erzwungene), umso wichtiger ist es, dass Eltern das Recht behalten, hier ebenfalls mitreden und gegebenenfalls gegensteuern zu können.

universelles recht auf atomwaffen
00
27.2.2010, 01:35
ich kann nur zustimmen!

zwergleviathan
00
weil sie restriktiv konaservative

Wertevorstellungen pflegen die nur dem eigenen nutzen verpflichtet sind

wie sehr ihr KIND im Zentrum seiner Erziehung steht sieht man ja, hier gehts scheinbar nur darum daß sie als Elternteil sich gut fühlen, was RICHTIG oder SINNVOLL wäre spielt ja scheinbar keine rolle, hauptsache SIE sind glücklich, das KIND ist ja egal, korrekt?

Chien de Pique
01

Nein, das Kind ist Sinn und Ziel des Ganzen - und deswegen ist es nicht zu vertreten, seine Erziehung allein der ausschließlich die eigenen (ideologischen oder pragmatischen Interessen verfolgenden und nicht etwa (anders als bei halbwegs passablen Eltern) das Glück des Kindes im Auge habenden Obrigkeit anzuvertrauen.
Diese darf meines Erachtens ausschließlich dann eingreifen, wenn Eltern tatsächlich außerstande oder unwillens sind, ihre Verantwortung auf sich und ernst zu nehmen.

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