Gegen den Islam als "Herrenreligion"

Ex-Muslime fordern Recht auf Nichtglauben

26. Februar 2010, 18:28
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    foto: standard/heribert corn

    Gründete den Zentralrat der Ex-Muslime in Deutschland: Mina Ahadi.

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    foto: standard/christian fischer

    Folgt am 26. Februar dem deutschen Vorbild: Cahit Kaya.

Sie kommen aus muslimischen Familien und treten gegen das Kopftuch, gegen Minarette und Parallelgesellschaften ein

Sie fordern das Recht, nicht glauben zu müssen: Österreichs "Ex-Muslime" gehen an die Öffentlichkeit. 

***

Der Zufall der Geburt dürfe für die Identität eines Menschen nicht alleinbestimmend sein, meint Cahit Kaya. Vielmehr - so der 30-jährige Wiener Politikwissenschaftsstudent mit türkisch-kurdischen Wurzeln - "muss es mir als Muslim möglich sein, aus meiner Religionsgemeinschaft, der ich als Kind muslimischer Eltern sozusagen automatisch angehöre, auszutreten. Egal, ob und woran ich glaube".

Kaya fordert das Recht, ein Ex-Muslim zu sein: eine Person, die sich "den Zielen der Aufklärung und des Humanismus verpflichtet fühlt und daher für Selbstkritik im Islam eintritt - ohne gleich der Apostasie, des Abfalls vom Glauben, bezichtigt zu werden". Heute, Freitag, wird Kaya mit Mitstreitern wie der Islamkritikerin und Feministin Mina Ahadi (53) bei einer Pressekonferenz und anschließenden Diskussion die Gründung des Zentralrats der Ex-Muslime in Österreich bekanntgeben.

Ahadi, die in Köln der deutschen Mutterorganisation der Ex-Muslime vorsteht, sieht auch in Österreich "große Notwendigkeit dafür". In der Schweiz und mehreren skandinavischen Ländern gibt es die muslimisch-säkularen Gruppen schon seit längerem. In Österreich, so Ahadi, versuche die Islamische Glaubensgemeinschaft (IGGiÖ) "seit Jahren, mit einer milden Interpretation des Islam und mit breitem Lächeln der Diskussion über wichtige und zentrale Fragen zu entgehen".

Fragen, die da seien: "Wie steht es um die Frauenrechte, was wird gegen Zwangsehen und Ehrenmorde, gegen das Kopftuchtragegebot für Frauen unternommen? Was, um die Entstehung von Parallelgesellschaften und die Verbreitung islamisch-fundamentalistischer Ideen zu verhindern?"

Gegen Fundis, gegen rechts 

Für wen diese Kritik nach Heinz-Christian Strache klingt, dem hält Ahadi entgegen: "Es gibt diese Probleme aber wirklich." Fange man nicht auch in Österreich mit dem "darüber reden und es kritisieren" an, würden "die Fundamentalisten auf der einen und die Rechtsextremen auf der anderen Seite gestärkt".

Denn viele junge Muslime seien hin- und hergerissen, ergänzt Kaya: "Daheim bekommen sie vermittelt, dass der Islam die Herrenreligion ist und dass seine Werte mit einer liberalen Gesellschaft nicht kompatibel sind. Doch das ist die Gesellschaft, in der sie selber leben. Also sind viele schwer irritiert - im Endeffekt wenden sie sich dem Islam zu", schildert er.

Einem Islam, der laut Kaya "derzeit von fundamentalistischen Strömungen bestimmt wird" - zunehmend auch in Österreich. Schuld sei teilweise die Politik von Ministerpräsident Recep Erdogan und seiner AKP in der Türkei. Über Geschäftsleute käme ein konservatives bis radikales Islamverständnis auch nach Österreich. Heimische Muslime müssten sich entscheiden: Mache ich mit solchen Leuten Geschäfte oder nicht? Wenn ja, steige die Akzeptanz gegenüber dem radikalen Islam.

Ex-Muslime leben mitunter gefährlich. Nach der Gründung ihrer deutschen Organisation stand Ahadi sechs Monate unter Polizeischutz. Kaya und seine rund 15 Vereinsmitgründer aus bosnischen, türkischen und iranischen Einwandererfamilien sind trotzdem entschlossen, an die Öffentlichkeit zu gehen. Ihre Ziele: "Aufklärung unter Muslimen, unter anderem darüber, dass Kopftuch und Minarette elitäre Zeichen des Islam sind. Dass es unter Muslimen einen starken, oft als Israelkritik bemäntelten Antisemitismus gibt", sagt Kaya. Als konkrete Maßnahme will er eine Art "Rat auf Draht für muslimische Jugendliche" starten. Nicht zuletzt geht es ihm auch um Kritik am "Alleinvertretungsanspruch" der IGGiÖ, die sich als einzige islamische Religionsgemeinschaft in Westeuropa auf eine mit anderen Religionen gleichberechtigte staatliche Anerkennung stützen kann.

Dort gibt man sich gelassen ob der Neugründung. "Kein Zwang im Glauben", zitiert Amina Baghajati, Sprecherin der IGGiÖ, den Koran. Religiöse Entscheidungen seien "Gewissensentscheidungen, für die wir nach dem Tod vor Gott einstehen müssen", sagt sie. Nur der Name "Ex-Muslime" sei seltsam. Das klinge, als wolle "jemand in der neuen Riege sogenannter Islamkritiker besonders prominent aufsteigen". Um aus dem Islam auszutreten, müsse nur ein Formular ausgefüllt und an die zuständige Behörde geschickt werden. Oft passiere das aber nicht: "Der Ordner mit derartigen Austrittserklärungen ist in der IGGiÖ sehr dünn." (Irene Brickner/Tobias Müller, DER STANDARD - Printausgabe, 26. Februar 2010)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 940
carpediem99
 
01

..Fange man nicht auch in Österreich mit dem "darüber reden und es kritisieren" an, würden "die Fundamentalisten auf der einen und die Rechtsextremen auf der anderen Seite gestärkt". ...
das kann man nur zu 100 pr unterschreiben....
genau das passiert nämlich jetzt - indem man probleme unter den tisch kehrt...

Philbert Desanex
 
03
"Kein Zwang im Glauben", zitiert Amina Baghajati den Koran: Spontan ist mir der Spruch eingefallen: Der lügt wie ein Jesuit!

Sure 98, Vers 6:
"Siehe die Ungläubigen vom Volk der Schrift (Juden und Christen): sie sind die schlechtesten der Geschöpfe."

Sure 9 Vers 5
"Und wenn die heiligen Monate abgelaufen sind, dann tötet die Ungläubigen, wo ihr sie findet, greift sie, umzingelt sie und lauert ihnen überall auf!"

Sure 4, Vers 89
Sie wünschen, daß ihr ungläubig werdet, wie sie ungläubig sind, so daß ihr alle gleich werdet. Nehmt euch daher keine Beschützer von ihnen, solange sie nicht auf Allahs Weg wandern. Und wenn sie sich abwenden, dann ergreift sie und tötet sie, wo immer ihr sie auffindet;
Sure 9 Vers 111
Allah hat von den Gläubigen ihr Leben und ihr Gut für das Paradies erkauft: Sie kämpfen für Allahs Sache, sie töten und werden getötet; [, , ,]

Protheus
 
00
17.5.2010, 00:48
Wir Menschen haben uns...

mit dem Glauben echt was angetan.

Nicht glauben passt nicht, glauben passt nicht - und wenn du glaubst, dann streitet man sich auch noch um das "Wen und Was".

Meiner bescheidenen Meinung nach ist Toleranz wieder einmal das Schlüsselwort. Aber diese ganzen Zwänge: Gesellschaftliche, innerfamiliäre, kulturelle... gestalten das Praktizieren von Toleranz natürlich unglaublich schwer für uns Menschen.

Sheriff Jack Mauer
08
Zuerst Herrenrasse,jetzt Herrenreligion

...uns armen Österreicher bleibt auch nichts erspart.

universelles recht auf atomwaffen
171
13.3.2010, 01:45
nein nein, für das erste seits schon selber verantwortlich!!!

typisch österreichisch: mittendrinn gewesen und dann so tun als wäre man opfer.

tu-felix-austria-nube
03
24.8.2010, 16:58
na sie sind aber ein ganz gscheiter, gell?

schaun sie mal ihre bewertungen an..

Anscheinend sind ihre geistigen Ergüsse hier gleich gefragt wie in ihrem Heimatland, oder weshalb sind sie sonst hergekommen??

Und noch was:

Toleranz verlangen und selbst zero tolerant sein ist ein bisschen viel verlangt, nicht wahr?!?

universelles recht auf atomwaffen
212
pseudo-ex-muslim & co:

bitte keine 0815-islam-bashings posten!

du redest immer von forderungen der "moslems", welche forderungen?

wir wollen bloß unsere religion ausüben ohne dass pseudos wie ihr dauernd glauben müssen dass sie ihren brei über uns ausko**** dürfen.

bezüglich alles anderem:

wir leben in österreich und achten die gesetze dieses wunderbaren landes. aber dass ist ja genau euer problem: ihr habt innerliche probleme damit wenn menschen die grundsätzlich anders sind, das auch sein dürfen - weil ihr eben mit freiheit und der demokratie probleme habt, attackiert ihr in erster linie den staat und seine institutionen.
niemand hindert euch daran aus dem islam auszutreten, ihr wollt halt karriere und fördergelder des steuerzahlers - darum der zirkus!

Bernout
 
04
19.3.2010, 19:12
Jetzt bin ich doch neugierig: "Universelles Recht auf Atomwaffen"?

Und ich habe gedacht die Amerikaner hätten ein liberales Waffenrecht...

Was würden Sie denn mit so einer Atomwaffe machen, wenn Sie eine hätten? Mitnehmen zur Jagd? Oder gar zwecks Selbstverteidigung bei sich zuhause aufbewahren? Da ist dann im Ernstfall das Haus aber auch weg!

odranoel-64
00
25.9.2010, 21:34
Atomwaffen

sind Waffen wie alle anderen auch, wie die Geschichte zeigt. Und wenn es einer der Staatenlenker für notwendig hält, werden sie auch eingesetzt.
Das Tor zur Hölle ist schon aufgestoßen und viele schritten und wollen noch durchschreiten.

Ex-Muslim
415
@universelles Menschenrecht

Du kannst gerne noch viele Moslems zusammentrommeln.

Auf deine Antwort die womöglich noch freigeschalten wird.

Du meintest ich hätte kein Mitspracherecht weil ich ausserhalb des Islams stehen würde.

Gehen wir einen Deal ein: Deine Organisationen reden nicht mehr in Österreich mit. Dann wäre das, was du mir zu sagen versuchst komplett.

Aber dass nur Forderungen kommen ohne selbst Kompromisse eingehen zu wolllen ist den meisten schon bestens bekannt.

Danke für ständiges bestätigen der hier genannten Vorwürfe :-)

Übrigens: Die IGGIÖ-Rhetorik schnell übernommen. Aber wenn es darum geht euren Landsleuten einen deutschen Satz zu bringen funktioniert die Informationsweitergabe nicht mehr ganz so toll. Warum?

kalunde
 
61
ich bin

stolz auf dich! Echt super! Hut ab!

Meld dich, wenn d' .. eh scho wissn..

lg

universelles recht auf atomwaffen
52
vielleicht ist er noch zu haben

carpediem99
 
01

ex-muslime sind gefährlich für den totalitätsanspruch fundamentalistischer isls - genau deshalb werden sie maximal unterstützt...

NotDarkYet
417

Solche Leute, wie Cahit Kaya, tun 1.000 mal mehr für Integration und Völkerverständigung und gegen Ausländerfeindlichkeit als 1.000 Grüne, die alle Konflikte leugnen und schönreden.

Cahit Kaya und seinesgleichen sind gleichzeitig die letzte Hoffnung, dass der Vormarsch von Strache und ähnlichen Dummköpfen gestoppt werden kann.

universelles recht auf atomwaffen
144
madam haram, (pseudo) ex-muslim & konsorten: ein löwe der sich sattgefressen hat verlässt stolz das feld und überlässt die reste und abfälle den aasgeiern

insofern habe ich versucht mit euch eine diskussion zu führen, doch euer intellektuelles niveau (sofern man von intellekt sprechen kann) lässt zu wünschen übrig.

wo bleiben eure stichhaltigen postings? ich dachte wir sind hier in einem wettbewerb der ideologien und gedanken, wo bleiben eure argumente?

daher sehe ich eure posting, welche nicht mehr drauf haben als "Fundi!!!" beschuldigungen als inhaltsleer und somit als vernachlässigbar an.

bringt mal argumente jungs, hier wartet jemand voller motivation darauf das ein ebenbürtiger endlich mal den ring besteigt!

Ex-Muslim
211

Die Löwen sind weg. Du bist geblieben um zu denunzieren.

Wenn dir die Ex-Muslime so egal sind und du davon überzeugt wird es wird nichts werden, warum dann am übereifrigen spammen, um die Ex-Muslime zu diskreditieren?

Ganz so gelassen dürftet ihr doch nicht sein. Was mich sehr freut :-)

Der Löwe zieht sich nun zurück. Brav weiter spammen und von Freunden grün stricheln lassen. Die Mehrheit siet die Ex-Muslime positiv.

Madame Haram
210
Werter "Universelles Recht....",

es gibt auch Leute, die noch anderes zu tun haben als zu Beten und Standard-Postings zu verfassen. Also bitte nicht vernachlässigt fühlen.

Wobei Ihr Posting weiter unten ja im wesentlichen nur die Drohung beinhaltet, dass der Herr Islam ganz böse werden wird, wenn man ihn Schei*e findet. (so viel zum Thema intellektuelle Diskussionen auf Niveau).

Also welche Reaktion erwarten Sie jetzt von mir? Flehen um Gnade oder ein ehrliches "Ich find Ihre Religion leider immer noch zum K*****"?

universelles recht auf atomwaffen
100
ich finde etwas kotzig ist noch lange kein argument

strengen sie sich mehr an miss haram!

Madame Haram
111
Ich hab in diesem Forum schon etliche Male

dargelegt, warum mir der Islam ganz besonders zuwider ist.

Allerdings führe ich keine Diskussionen auf Befehl, sondern suche mir meine Diskussionspartner selbst aus.

Und aus Zeit- und Lustgründen tue ich mir gewisse Dinge grundsätzlich nicht an (weil ich nicht daran glaube, dass Kompromisse und Annäherung immer möglich und vor allem wünschenswert sind). Dazu gehören u.a. Diskussionen mit dem Papst über Abtreibung, Diskussionen mit Frau Rosenkranz über das Verbotsgesetz oder eben Diskussionen mit Leuten wie Ihnen über den Islam.

yokoOno
07

Ihre Postings, auch wenn viele nicht durchkommen, <naja eh schon wissen, sind eine Klasse für sich.
Danke, machen Sie weiter so, bleiben Sie weiter bei ihren selbstbewußten Stil.

LG
ea

universelles recht auf atomwaffen
112
ah ihr zweites nick frau haram

aber: selbstlob stinkt!

universelles recht auf atomwaffen
90
"Zeit- und Lustgründen"

na einschlägige argumente sind das!

josefa maier449
68
Das klinge, als wolle "jemand in der neuen Riege sogenannter Islamkritiker besonders prominent aufsteigen".

Das sagt die Richtige - Baghajati die sich besonders prominent - damit man ja sieht, dass sie Moslemin ist - ein Kopftuch aufsetzt. Also wer will sich da besonders hervortun.
Der Ordner mit derartigen Austrittserklärungen ist in der IGGiÖ sehr dünn - na wem wunderts, kaum ein Muslim fühlt sich von denen vertreten.

universelles recht auf atomwaffen
104
wo sie recht hat, hat sie recht peppi!

universelles recht auf atomwaffen
153
cahit kaya = alevite, da er nie muslim war, kann er auch kein ex-muslim sein!

hier ein beweis:

http://www.wieso-net.at/index2.ph... df=1&id=75

ich weiß das gefällt vielen nicht, doch die wahrheit ist so.

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