Stadt Wien will mit Sachleistungen gegen Armut ankämpfen

25. Februar 2010 13:35

Wifo-Experte plädiert für neue "Sozialstaatsarchitektur" mit Betonung auf Bildung und Pflege

Wien - Österreichweit werden 70 Prozent aller Sozialleistungen in Form von finanzieller Unterstützung getätigt. Laut Stadt Wien sind jedoch Sachleistungen hinsichtlich der Armutsbekämpfung bedeutend wichtiger. Deshalb spielten Investitionen etwa in Bildungs- und Pflegeeinrichtungen in Sachen Prävention eine zunehmende Rolle, so Sozialstadträtin Sonja Wehsely (SPÖ) am Donnerstag. Das derzeitige Verhältnis von Geld- und Sachleistungen in Wien konnte in einer Pressekonferenz nicht beziffert werden.

Insgesamt erhalten in der Bundeshauptstadt rund 200.000 Menschen Sozialleistungen "im engeren Sinn", so Wehsely. Die öffentliche Debatte drehe sich jedoch vorrangig nur um Sozialhilfebezieher. Dabei sei die Zahl jener, die 2009 ausschließlich von der Sozialhilfe lebten, mit etwas mehr als 13.000 vergleichsweise gering. Weitere knapp 67.000 Wiener seien von der Richtsatzergänzung betroffen gewesen - beispielsweise sogenannte Working Poor, die wegen ihres geringen Einkommens einen Zuschuss benötigen.

Neue Sozialstaatsarchitektur

Im internationalen Vergleich gebe es in jenen Staaten vermehrt Probleme, die vorrangig auf monetäre Hilfe anstelle der sozialen Infrastruktur setzten, berichtete Wifo-Experte Alois Guger. Es brauche eine neue Sozialstaatsarchitektur, welche die "produktiven Elemente" wie Betreuung der Alten oder Einrichtungen für Kinder betone. Für Wien bedeute dies, den Sach- und Dienstleistungsbereich weiter auszubauen, verwies Wehsely etwa auf den Gratis-Kindergarten, neue Pflegewohnhäuser oder das geplante flächendeckende Ganztagsschulangebot. (APA)

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Karl Bauer4
27.02.2010 07:09

die Mietbeihilfen wurden still und heimlich auf ein minimum reduziert

SPÖ nein danke

heri byrd
26.02.2010 09:29

wer jammer bekommt ein packerl mannerschnitten.
wer weiter jammert bekommt eine dose bier.
alle jammern, und alle sind zufrieden.
ganz nebenbei blüht die ottakringer wirtschaft.

Ban Jelacic
26.02.2010 08:40
Sachleistungen:

z.B. Kohledeputate statt Heizkostenzuschuss?


cgau
26.02.2010 07:08

- weiters sind die wartezeiten, bis soz.hilfe ausbezahlt wird, unglaublich. ohne eine deutliche aufstockung der mitarbeiter in den sozialzentren wird dieses problem unlösbar bleiben, weil die überbelastung der mitarbeiter seit jahren offensichtlich ist
-ein meist ignorierter, weiterer wesentlicher punkt ist, dass durch das explosionsartige ansteigen der verschuldung, dringend bessere beratung dieser menschen notwendig ist. wenn leute soz.hilfe anspruch haben ist meist genug geld vorhanden, damit die existenz (miete, strom, heizung bezahlt plus geld z. leben) abgesichert ist. da die leute meist nicht wissen, wie sie mit dem druck d. gläubiger umgehen sollen, werden oft aber sinnlos div. schulden bezahlt anstatt d. existent. kosten.

system1
26.02.2010 09:38
wann wird mit der mär der überlastung aufgeräumt?

die beamteten schläfertrupps sind ausreichend, wenn man einen arbeitstag allerdings von 8-12 ansieht dann wirds wohl zuwenig sein.

Jambala Magdalena
26.02.2010 06:46

Was ist mit der SPÖ los? Überall wo die SPÖ regiert, steigt die Armut und dann auch noch Eberau.

pick dame
26.02.2010 12:17

wusste gar nicht das in kärnten neuer dings die roten regieren, oder haben die dort unten gestern die farbe gewechselt - wär ja nicht das erste mal.

Black Adder
26.02.2010 07:56

Die Definition von Armut ist eh ein Witz. Wenn es der Mehrheit der Bevölkerung besser geht, steigt automatisch die Armut.

Herr und Frau Österreicher
 
26.02.2010 10:32

Das ist jetzt ironisch gemeint, oder?

Brennessel und Rasierklinge
26.02.2010 12:34
Naja, vielleich kann er nicht gut Deutsch...

Er meinte wahrscheinlich:

je besser es der Mehrheit geht, desto höher wird die Armutsgrenze gezogen.

Beispiel:
Wenn die Mehrheit 1x im Jahr in die Karibik urlauben fliegt, ist man arm, wenn man sich nur Balkonien leisten kann.
Hingegen wenn die Mehrheit 4x im Jahr in die Karibik urlauben fliegt, ist man arm, wenn man nur 1x fliegen kann.

RS69
26.02.2010 11:08

Nein - das liegt an der hierzulande Definition von Armut .

Herr und Frau Österreicher
 
26.02.2010 14:54

Ja, dann lassen sie sich doch bitte Armut von einem/einer betroffenen definieren. Oder sie glauben weiterhin, dass es eh llaen gut geht, dann brauchens ka schlechtes Gewissen zu haben...

RS69
27.02.2010 10:05

Lesen Sie die Definitionen:

Absolute Armut: Weniger als 1,25 $ pro Tag (purchasing power parity korrigiert) zur Verfügung haben.

Relatve Armut: Einkommen deutlich unter dem Durchschnitt aller Einkommen eines Landes.

---

Damit ist mein Posting erklärt? - Zweitere Definition beinhaltet, was Black Adder geschrieben hat: "Wenn es der Mehrheit der Bevölkerung besser geht, steigt automatisch die Armut."

Fra Diavolo
26.02.2010 10:45

Leider nicht. Der Mann glaubt wirklich, daß Armut was damit zu tun hat, daß man sich kein Zweitauto und keinen Urlaub leisten kann. Ein Sachverständiger sozusagen.

wirdeinlichtleinseinamendedestunnels
26.02.2010 00:48
Sollen wir etwa noch mehr

(gut ausgebildete) mistküblestöberer haben? Es ist erschreckend u. auffallend, dass in letzter zeit immer mehr menschen in wien von mistkübel zu mistkübel wandern, auf der suche nach "brauchbarem"...

gehts wos oarbeitn
25.02.2010 22:45

Was steht im Gesetzestext bezügl. Unmittelbarkeit der Sozialhilfe? und .. Wie lange muss ein Mensch der wenig bis gar kein Einkommen hat darauf warten Sozialhilfe zu bekommen, in Wien, in den Bundesländern?
Antwort: In Wien bis zu 4 Monate und in den restlichen Bundesländer gar nicht, weil man vorort dort keine Sozialhilfe benötigen darf.
Iron I & :-)

Unmittelbarkeit & Überbrückungshilfe gibt es nur für ganz wenige...
...Schwarz, Rot, Orange/Blau...
- ihr drei super "Lager"-
ihr gehört mal abgewählt
EU-Weit



Abartig
25.02.2010 22:37

Ein Schelm, wer als Grund für all diese Aktivitäten den Termin am 10.10.10 vermutet.

Da ja bis dahin noch einige Zeit ist, wird uns die Stadt sicher noch ganz besondere Überraschungen zu bieten haben.

Die größten kommen aber dan ganz, ganz sicher nach diesen Termin.

Erwin Wolfram
25.02.2010 20:55

das wirds sein warum die leut ein wien mit dem plastiksackl herumrennen und nicht die korrupte spoe partie... SO NICHT!

desillusionierend
25.02.2010 20:02
in deutschland kommt diese forderung aus dem eck von cdu und fdp.

spö: pfui!

WER HAT UNS VERRATEN?!

- aber das, das geb ich zu, ist auch schon etwas länger her, und daher ist obiges auch wieder nicht soooo überraschend.

Black Adder
26.02.2010 08:00

Verrten hat euch die Realität, sie holt euch nämlich ein.

Politicus1
25.02.2010 18:12
Zensur?!

Herzerzog Johann
25.02.2010 18:05
Ich als Wirt bin gegen Sachleistungen!

Nur Bares ist Wahres!

Ava Tar
25.02.2010 17:55
Jö fein

dann hätt ich gern vier mal Lippizaner mit Rösti und Salat

und 1% von der Summe, die Grete Laska am Pratervorplatz versenkt hat - damit hätt ich für den Rest meines Lebens ausgesorgt

Wäre das Geld noch da, würden sich die Armen mehr freuen als über Sachleistungen

wasawos
25.02.2010 15:17
Umverteilung

Schluss mit Umverteilung nach altem Muster! Mindestloehne einfuehren bzw. anheben, Mieteinnahmen hoch versteuern, dann sinken die Sozialleistungen. Derzeit werden Millionen fuer Mietbeihilfen ausgegeben, das sind aber keine Geschenke an die armen Mieter, sondern an die reichen Vermieter, die wir alle zahlen. Wann begreift die SPO endlich, dass sie ihren Kurs aendern muss?

Martin Hiltmann
26.02.2010 01:22
Mieteinnahmen hoch versteuern

Genau, das wird die Investoren nur so anlocken und für mehr und günstigere Wohnungen sorgen. Vielleicht halt nicht in Österreich.

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